Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Büchernörgele: Bernhard Hennen, Robert Corvus – Himmelsturm

Musik: Savatage – The Dungeons are calling oder Rhapsody of Fire – Bloody Red Dungeons. Sucht es euch aus oder hört einfach beides.

Worum geht es? Ein sehr bekannter britischer Fantasyautor schrieb mal sinngemäß: „Wenn sich irgendwo ein großer einladender Hebel befindet, über dem ein Schild mit der Aufschrift ‚Wer diesen Hebel zieht, wird das Ende der Welt auslösen‘ hängt – Wie lange dauert es wohl, bis jemand diesen Hebel betätigt? Antwort: Die Farbe auf dem Schild hätte keine Zeit, zu trocknen…“

Nun stelle man sich einen Dungeon mitten im ewigen Eis vor. In einem Raum in der Nähe des Eingangs hängt ein großer, einladend wirkender Gong. Was wird höchstwahrscheinlich mindestens einer der lieben Spieler mal ausprobieren? Genau. Willkommen im Himmelsturm, dem wohl berühmt-berüchtigtsten Dungeon Aventuriens, der vermutlich mehr Spielleiter in den Wahnsinn getrieben hat als der gesammelte Kreaturenzoo von H. P. Lovecraft.

Zu diesem Dungeon zieht es nun die beiden um den Titel ‚König der Meere‘ streitenden Drachenschiffkapitäne Asleif ‚Foggwulf‘ Phileasson und Beorn ‚Der Blender‘ Asgrimmson, denn sein Geheimnis zu erkunden ist die zweite Aufgabe, die sie zur Erlangung des Titels lösen müssen. Was werden sie in den eisigen Tiefen des Turms, um den sich zahlreiche schaurige Legenden ranken, vorfinden?

Wer hat’s geschrieben? Die gleichen Verdächtigen die auch den Vorgängerband geschrieben haben, namentlich Bernhard Hennen und Robert Corvus.

Und wie sieht das aus? Sehr hübsch hellblau, auch wenn das Coverbild nicht dem wahren Aussehen des Himmelsturms entspricht. Sehr begeistert haben mich mit meinem Oktopusfimmel die Vignetten zum jeweiligen Kapitelbeginn: Ein thorwalsches Ornament, aus dem sich Tentakel winden. Da muss ich Robert Corvus recht geben: Alles ist besser mit Tentakeln, weshalb auch noch ein wenig Deko mit aufs Foto musste und ich mich mal dilettantisch in schicker Hipster-Blogfotografie versucht habe.

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Und wie fand ich das nun? Wie schon der Vorgängerband ‚Nordwärts‘ beginnt ‚Himmelsturm‘ mit einem ca. 80seitigen Prolog, der sich dieses Mal mit dem Magier Abdul el Mazar beschäftigt und wie es dazu kam, dass er in die ziemlich haarige Situation geriet, in der die Helden später auf ihn treffen. Für mich war es die erste richtige Begegnung mit Abdul, weil ich ihn aus verschiedenen Gründen aus meiner Version der Saga gestrichen hatte, und er war mir auf Anhieb sympathisch. Insgesamt hat mir dieser äußerst spannende Prolog wesentlich besser gefallen als der des ersten Bandes, auch wenn ich mit selbigem mittlerweile aus Spielleitersicht auch meinen Frieden geschlossen habe, denn mit etwas Arbeit ließe sich daraus letztendlich ein schönes Detektiv-Einstiegsabenteuer für die Saga stricken.

Dann ging es los mit dem epischen Dungeoncrawl, der einem auch Beorns Mannschaft wesentlich näher gebracht hat. Blieben sie im ersten Band größtenteils eindimensional und blass, konnten sie hier auch mal zeigen, was abseits von der Gier nach Beute charakterlich in ihnen steckt und auch Beorn selbst kommt nicht mehr als völlig kaltherzig und skrupellos rüber. Es scheint zudem, dass er genau die Traviageweihte bekommen hat, die zu ihm passt. Jetzt, wo man sie endlich mal näher kennenlernt, entpuppt sich Lenya als sehr interessante Figur, die heimliche Sympathien für eine andere, gnadenlosere Gottheit hegt. Auch der finstere Elf Galayne ist in seiner Undurchschaubarkeit sehr faszinierend und man fragt sich immer wieder, was wohl sein heimlicher Plan sein mag. Denn dass er mehr über den Himmelsturm weiß, als er den anderen gegenüber zugibt, ist von Anfang an klar wie Kloßbrühe. Sehr lachen musste ich, als Beorn Asleif abfällig einen Kartenzeichner nannte, das ist nämlich genau die Formulierung, mit der wir Geologen uns gerne mal über die Geographen lustig machen. Dennoch, wäre Beorns Mannschaft eine Rollenspielgruppe, wäre es größtenteils die Fraktion der Loot- und Erfahrungspunktejäger, während sich die Charakterspieler eher um Phileasson gesammelt haben.

Während Beorns Truppe sich also mit Gewalt daran machte, dem Himmelsturm sein Geheimnis zu entreißen, gingen Phileasson und seine Mannschaft mit echtem Forscherdrang vor und besonders die Erstkontakt-Szene mit den Bewohnern des Turms hat mich stark an Star Trek erinnert. Die gewonnenen Erkenntnisse und gemeinsam durchgestandenen Gefahren führten dazu, dass sich die Figuren teils deutlich weiterentwickelt haben. So hat der Magier Tylstyr endlich sein ‚ich bin eh unfähig‘-Mimimi abgelegt, Shaya entdeckt ihre kämpferische Seite, und was mit dem Elfen Salarin geschah – Sagen wir es so, ich habe nun einen gewissen Verdacht, welches Schicksal ihm im Laufe der Saga zuteil werden wird. Leider kam Ohm Follker in diesem Band etwas zu kurz, ich hoffe, das ändert sich in den nächsten Bänden wieder. Und Irulla hat hat ihre Ankündigung wahr gemacht, sogar im Himmelsturm eine Spinne zu finden.

Sehr schön fand ich, dass Asleif auch nicht immer lieb und nett spielt, sondern, wenn die Situation es erfordert, genauso skrupellos vorgehen kann wie Beorn. Das hat der Figur sehr gut getan und mein inneres Fangirl sehr gefreut. Ein gewisses schurkisches Potential braucht eine Figur nun mal, um bei mir zu punkten, und sein wir mal ehrlich: Es gibt mindestens ein Reich Aventuriens, für das der große Entdecker Asleif Phileasson auch nur ein glorifizierter Pirat ist, und so ganz unrecht haben sie damit objektiv betrachtet nicht.

Insgesamt hat mir ‚Himmelsturm‘ sehr gut gefallen, die Luft nach oben, die bei ‚Nordwärts‘ noch drin war, wurde gut ausgenutzt. Lediglich die letzte Szene vor dem Epilog hat für mich nicht so funktioniert. Erst wird eine ziemlich spektakuläre Bedrohung aufgebaut, die dann schnell mit einem im wahrsten Sinne des Wortes Deus Ex Machina beseitigt wird und dann werden noch schnell ein paar Dinge angerissen und das war’s. Die Szene wirkte auf mich etwas unfertig, da wäre noch mehr drin gewesen. Aber trotzdem: Daumen hoch!

Und was war nun mit dem Gong? Nun, der Roman zeigt noch eine dritte Möglichkeit auf, was passieren könnte, die besonders die eher sadistisch veranlagten Spielleiter erfreuen dürfte. Hmmm… *streicht sich über den imaginären Ziegenbart*

 

 

*** SPOILER ***

Und wieder mal haben mich viele Szenen so an meine Spielrunde erinnert. Besonders Phileassons spektakulärer, eleganter, Matrix-würdiger (zu irgendwas muss eine Gewandtheit von 15 ja gut sein) Chimären One-Hit-Kill und sein anschließender Kommentar, dass das ja nicht immer so einfach wäre, hat mich zum Grinsen gebracht. So fing das ganze Elend bei meiner Gruppe nämlich an: Die Zwergenkriegerin erledigte die Chimäre im Labor mit einem einzigen wohlgezielten Hammerschlag, woraufhin alle einschließlich mir (die sich eigentlich einen spannenden Kampf erhofft hatte) der Meinung waren, so schwer seien die Viecher ja nicht umzuhauen, und der Endkampf in den Hallen des Feuers die Gruppe dann ziemlich zerlegte, weil sie auf einmal nur noch Grütze würfelten (inklusive des berühmten schweren Eigentreffers beim Backstabbing). Aber darauf, das Aquarium zu zertrümmern um die Verfolger aufzuhalten, ist meine Gruppe auch gekommen, was ihnen in ihrem Zustand definitiv den Hintern gerettet hat. Natürlich hatte auch einer meiner Spieler etwas aus dem Grab im Eis mitgehen lassen, weshalb er dann auch Besuch von der für alle anderen unsichtbaren Raubkatze erhielt. Im Gegensatz zu Hallar hat er es sogar überlebt. Vhascals Aktion unten in der Halle des Feuers war ja mal ein Paradebeispiel für saudumme Dinge die ein neugieriger Charakter tun würde wenn er seine Neugier-Probe spektakulär verpatzt hat, weshalb ich mich köstlich darüber amüsiert habe. Ich überlege ja ernsthaft, die altehrwürdige thorwalsche Tradition des Spießrutenlaufens in einen hypothetischen nächsten Kampagnendurchgang einzubauen, einfach um die Spieler von dem allergröbsten Dummfug abzuschrecken.

Und ich denke, nun ist wohl klar, wie die Phrase ‚Missgünstige Elfen‘ zustande kam. Nach dem Kampf gegen Kayil’yanka und ihre Truppe meinte einer der Spielercharaktere ‚Die waren ja ganz schön missgünstig, diese Elfen‘ und irgendwie blieb das bis heute hängen.

Jetzt heißt es warten auf  Band 3. Die Geschichte, wie das Abspielen des Benny Hill-Themes in gewissen Situationen in meiner Spielrunde zur Tradition wurde und warum ich nur das Wort ‚Karen‘ aussprechen muss um kollektives Aufstöhnen zu ernten.

Mal wieder ein paar Sechsecke

Musik: Amanda Palmer – Ukulele Anthem

Es wird mal wieder Zeit, die Sechseck-Ausbeute der letzten anderthalb Monate zu zeigen. Und ich habe nun endlich einen Plan, wie die fertige Decke mal aussehen soll. Die ausgekreuzten schwarzen Sechsecke sind schon erfolgreich bestickt. Ich habe also noch eine Menge Arbeit vor mir.

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Als Tauschobjekt für den ersten Schwung Häkelornamente habe ich zwei Sechsecke von Isol bekommen. Einmal eine Erinnerung an unser gemeinsames Studium der Geowissenschaften und zum zweiten das wohl bissigste Gepäckstück der Galaxis, bekannt aus den Scheibenwelt-Romanen des großen Terry Pratchett. Ist sie nicht schön geworden?

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Dann habe ich mich mal wieder in Seriengefilde gewagt. Links das Planet Express-Logo aus Futurama, rechts Babylon 5, die Science Fiction-Serie mit dem für ihre Zeit ausgeklügeltsten Plot und zahlreichen Tolkien-Eastereggs.

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Da ich viele Jahre (insgesamt 10 mal) nach Wacken gefahren bin, musste das natürlich auch auf der Decke verewigt werden. Rechts sind einige Motive aus der Belgariad-Saga von David Eddings zu sehen: Belgarath in Wolfsform, Polgara in Eulenform und der Orb of Aldur.

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Links Skyrim. Mittlerweile bin ich bei etwa 600 Stunden Spielzeit und beim zweiten Charakter und fest entschlossen, mal Stufe 80 zu knacken. Rechts ‚Lycidas‘ von Christoph Marzi, für mich immer noch mit das Beste das die deutschsprachige Fantasy je hervorgebracht hat. Wittgenstein ist eine meiner absoluten Lieblingsfiguren aller Zeiten und ‚Fragen Sie nicht‘ eine seiner Catchphrases.

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Hier geht projekttechnisch gerade mal wieder alles wild durcheinander, weil sich ganz spontan noch ein Großprojekt mit Deadline Mitte Oktober eingeschlichen hat. Aber dazu mehr in einem eigenen Post. Ich sage nur so viel: Ich werde Gitarre spielen. Rette sich wer kann.

 

Ihr seid gut, ihr trefft Töne!

Musik: Satyricon – K.I.N.G.

Meine Freunde und ich haben uns mal wieder für vier Tage Dreck, Dixis und Dosenbier von der Zivilisation verabschiedet. Mit anderen Worten: Es war RockHarz und wir mittendrin.

Mittwoch

Mittlerweile haben wir den absoluten Gipfel der Festivaldekadenz erreicht, da sich der beste Manowar-Fan der Welt ein Wohnmobil zugelegt hat. Mit diesem Riesengeschoss machten der Tilmensch, Bran und ich uns am Mittwoch Mittag als Vorhut auf den Weg, um schon mal den Zeltplatz-Claim abzustecken. Unter Zuhilfenahme aller Beteiligten (Kommt was von rechts?) schafften wir es unfallfrei aufd Festivalgelände und hatten das große Glück, gerade in die Eröffung eines neuen Zeltplatzabschnitts hineinzurutschen, sodass wir unser Lager ganz entspannt mit reichlich Platz in der Mitte aufschlagen konnten. Kein Vergleich zum letzten Jahr, wo das große Quetschen angesagt war. Da wir ohne Stau durchgekommen waren, blieb noch genug Zeit, im Camp zu chillen, die ersten Bierdosen zu knacken und sich der handgemachten Musik zu widmen. Vor anderthalb Wochen habe ich nämlich meine Gitarre mal wieder aus dem Keller ausgegraben und mir die Akkorde zu Empire of the Clouds von Maiden aus dem Netz gesucht. Und so schrubbten der Tilmensch auf der Ukulele und ich auf der Klampfe fröhlich vor uns hin, während sich um uns herum der Zeltplatz langsam füllte. Ich hatte schon vergessen, wie viel Spaß Gitarre spielen eigentlich macht. Man muss nicht gut sein, sondern einfach machen, dazu grölen und die Nachbarn verschrecken. Und Punk-Klassiker wie ‚Bullenwagen klaun und die Innenstadt demoliern‘ lassen sich ein einer Minute lernen. Gegen Abend stand dann mit JBO das erste Konzert an. Irgendwie zündeten sie bei mir nicht so ganz (vermutlich war ich noch zu nüchtern), aber es gab es rosa Wasserbälle, die auf das Publikum herabregneten, und von denen wir uns einige unter den Nagel rissen mit dem Plan, sie beim Konzert der finstersten Black Metal-Band des Festivals wieder ins Publikum zu werfen. Und als Outro schossen sie das Deep Space Nine-Thema in voller Lautstärke durch die Boxen, was schon definitiv episch war. Danach ließen wir den Abend ruhig mit Nudeln vom Wohnmobil-Gasherd ausklingen. Als ich dann im Zelt lag, konnte ich trotz Ohrenstöpseln hören, dass es in einem der Nachbarcamps auch einen Gitarrenspieler gab, der sich mit fortschreitender Zeit und fortschreitendem Getränkepegel in immer seltsamere Trinklieder verstrickte. Ich war kurzzeitig versucht, noch mal aus dem Schlafsack zu krabbeln und ihm Empire of the Clouds in die Hand zu drücken.

Donnerstag

Der Donnerstagmorgen begann um Punkt acht Uhr mit den Idioten von zwei Camps weiter, die lautstark ‚Guten Morgen, Sonnenschein!‘ über den Zeltplatz schallen ließen. Aargh! Ich habe ja absolut nichts dagegen, wenn die Leute bis spät nachts auf dem Campingplatz feiern, das gehört zu nem Festival dazu, aber Leute die früh morgens lautstark krampfhaft gute Laune verbreiten wollen, gehören in einem finsteren mitternächtlichen Ritual zu den Klängen von Immortal notgeschlachtet. Nach dem unsanften Wecken war erstmal Faulenzen, Lesen und weiteres Musik machen angesagt, bis wir um halb vier unsere Freundin Nici samt Ukulele Nummer 2 mit einer Dose eisgekühltem Bier vom Bus abholten. Danach ging es gemütlich weiter, bis wir uns zur ersten Band des Tages aufmachten, die wir sehen wollten – Gamma Ray. Die lieferten ein ordentliches Brett ab. ASP musste ich nicht unbedingt sehen, deshalb ging ich zurück zum Camp, Biernachschub holen, und beobachtete mit einem Auge das EM-Halbfinale Deutschland-Frankreich. Nach dem 0:2 war klar, dass das nichts mehr wird – Da waren Saxon eindeutig die verlockendere Alternative. Faszinierend, wie Biff gesanglich immer noch abgeht, obwohl er noch mal 7 Jahre älter ist als The Bruce. Und was das Thema Haare angeht hat er mit seiner schneeweißen Mähne sowieso haushoch gewonnen. Tolles Konzert, obwohl sie mein Lieblingslied von ihnen dieses Mal leider nicht gespielt haben. Auf dem Heimweg machten wir uns noch potentiell unbeliebt, weil wir ohne Rücksicht auf trauernde Fußballfans lautstark ‚Bier gegen Bullen und Deutschland‘ sangen. Dann wollten die anderen auch schon ins Bett, aber ich war noch nicht müde, weshalb ich noch bei unseren Nachbarn (nicht den Idioten) vorbei schaute und bei ihnen weiterfeierte. Sie hatten eine wirklich gute Musikauswahl auf ihrem Rechner und wir haben uns im Laufe der Tage so manches Mal gewünscht, dass den anderen Gruppen um uns herum ihre Anlagen um die Ohren fliegen. Warum stundenlang Kirmestechno ertragen müssen, wenn man auch Maiden hören könnte?

Freitag

Mein Gebet an die Götter Asgards wurde erhört: Der Morgen begann nicht mit schlechter Beschallung, sondern immerhin nur mit dem langsamen Erhitzen des Zelts durch die Sonne und dem anschließenden üblichen Tagesprogramm. Als erste Band des Tages stand Coppelius auf dem Programm. Wie immer sehr gut, auch wenn sie dieses Jahr nur ein Maiden-Cover gespielt haben. Dafür gab es die Wall of Friendliness. Das Publikum teilt sich in der Mitte, geht dann langsam aufeinander zu und wenn man sich in der Mitte trifft, gibt man sich die Hand und sagt etwas Nettes. Sehr stilvoll. Dann tauchte auch der Tilmensch mit dem besten Manowar-Fan der Welt im Schlepptau auf und wir waren endlich komplett. Zurück beim Zelt wurde erstmal ausgeibig gegrillt, während am Himmel dunkle Wolken aufzogen und wir schon Schlimmes befürchteten, aber bis auf einen kurzen Angstschauer kamen wir davon. Für Erheiterung sorgte auch einer der Idioten von zwei Camps weiter, der plötzlich in einem neongelben Mankini auf dem Dach seines Autos herumsprang. Festivals scheinen irgendwie das innere Kind im Menschen rauszulassen. Es gab wieder die üblichen kreativen Basteleien aus leeren Bierdosen, Gaffatape und sonstigem Gerümpel und auch ein paar andere nette Aktionen jenseits von dämlichen ‚Titten raus‘-Schildern. Eine Gruppe hatte ein Wörterbuch auf einem Tisch ausgelegt und mit einem Schild dazu aufgefordert, ihnen einen Begriff daraus vorzulesen, andere Leute hatten sich aus Pappkartons spontan Roboterkostüme gebastelt und liefen damit übers Gelände. Nächster Halt: Satyricon. Angemessen düster um die rosa Wasserbälle zum Einsatz kommen zu lassen. Ja, wir unverbesserlichen Trolle. Anschließend gingen der beste Manowar-Fan und ich eine Runde die Merchandise-Stände abchecken und deckten uns mit Sabaton-Patches ein. Saltatio Mortis schenkte ich mir, um dann mit einem neuen Bier wieder pünktlich zu Beginn der Rocky Horror Tobi Show alias Avantasia einzutreffen. Ich bekam, wofür ich gekommen war – 2 Stunden erstklassigen kitschtriefenden Power Metal und das übliche Gequatsche vom Tobi, der auch dieses Mal wieder für einen hohen Unterhaltungsfaktor sorgte. Glücklich kippte ich ins Zelt.

Samstag

Same Procedure as every Morning, wobei diverse Skalen erfunden wurden. Sonnencremedicke von eins bis Corpsepaint. Verschmiertes Augen-Make-Up von eins bis Satyricon. Und schlechter Sex von… nun ja, lassen wir das. Zwischendurch fand ich sogar noch Zeit, meinen neu erworbenen Sabaton-Patch auf die Kutte zu nähen, wo er nun thematisch passend neben dem Maiden-Patch mit Machine Gun-Eddie wohnen darf. Musikalisch begann der Tag mit Gloryhammer, der Zweitband von Alestorm. Die Power Metal-Band die noch kitschiger ist als Avantasia und das mit voller Absicht. Ob Posing mit einem Streithammer, lustige Fellstiefel oder epische Mitsingchöre – läuft. Danach begann mein persönliches Sportprogramm – Erst Finntroll und direkt danach Ensiferum. Ich war hinterher sowas von im Arsch, weshalb im Wohnmobil erstmal Speed-Nudeln mit Soße a la ‚Veggiebolognese + Pizzatomaten + alles was wir sonst noch so an Gemüse im Wohnmobil finden und was weg muss + Chiliflocken‘ gekocht wurden und wir pappsatt zurück zu Children of Bodom rollten, deren fettes Brett fleißig beim Verdauen half. Während Subway to Sally spielten, füllte ich meinen Bierbecher noch mal auf und begab mich zu meinem persönlichen Favoriten des Festivals: Powerwolf. Was soll man dazu noch sagen. Ein Haufen als Priester verkleidete Leute mit Corpsepaint, die abgefahrenen Power Metal mit leichtem Gothic-Einschlag spielen, mit einem rumänischen Opernsänger als Frontmann. Letzterer steckt stimmlich so ziemlich alles in die Tasche – gelernt ist halt gelernt. Ein rundrum geniales Konzert, von der Circle Pit rückwärts über das Reenacten des isländischen Fußballschlachtrufs (Huh!) bis zum Kommentar des Sängers über unsere Mitsingkünste: ‚Ihr seid gut, ihr trefft Töne!‘ Immer noch total geflasht latschte ich mal wieder zurück zum Zelt und wägte meine Optionen ab. Ich könnte jetzt schlafen gehen. Aber ich habe noch genau eine Dose Bier und nachher spielen noch Versengold, von denen ich immerhin zwei Lieder mitsingreif kenne. Am Ende wurden es Bier und Versengold und ich war wirklich positiv überrascht von der Band. Auf CD klingen sie teilweise eher lahm, aber live gingen sie ordentlich ab. Man stelle sich eine Mischung aus Fiddler’s Green und einer besseren Version von Schandmaul vor. Ein schöner Abschluss des Festivals.

Am Sonntag folgten das übliche Abbauen und das mittlerweile traditionelle Looten des Campingplatzes. Für mich sprang eine neue Klappkiste dabei heraus und unseren Auftrag nach roter und grüner Pavillonplane für einen neuen Schattenweber-Merchpavillon konnten wir auch erfüllen.

Nächster Halt Mitte August: Elb-Riot. Mit Sabaton. Und Slayer. Und noch mal Powerwolf. \m/

Rosa Armee Fraktion

Musik: Bauhaus – Bela Lugosi’s dead

Der beste Manowar-Fan der Welt heiratet demnächst und sie hatte sich von ihren Freunden einen typischen Junggesellinnenabschied mit Bollerwagen, Spielchen und allen Schikanen gewünscht. Also machten der Tilmensch und ich uns an die Planung und ich sagte zu, mich um die Ausstattung zu kümmern. Das Brautkleid hängt seit Monaten vor den Augen des Bräutigams versteckt in meinem Kleiderschrank und als ich bei Alfatex ein Satinband in exakt den gleichen Farben fand, war das Farbschema für die Deko klar und ich fand mich mal wieder dabei, die Farbe des absoluten Bösen zu verarbeiten. Was tut man nicht alles für seine Freunde.

Da ich niemandem für viel Geld ein ‚lustiges‘ T-Shirt aufnötigen wollte, das bei den meisten dann eh nur im Schrank verschimmelt, gab es stattdessen Ansteck-Rosetten für alle.

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Ja, durch die Sache mit dem rosa Tüll mussten die Jungs halt durch. Aber sie waren tapfer. Wir waren übrigens eine größtenteils männliche Begleittruppe. Die ganze Geschlechtertrennung bei Junggesellenabschieden finden wir alle eh ziemlich bescheuert. Warum soll ein Teil des Freundeskreises der heiratenden Person ausgeschlossen werden, nur weil er zufällig einen anderen Chromosomensatz als besagte Person hat?

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Natürlich durfte auch ein passender Kopfputz für die Braut nicht fehlen. Auf der Grundlage eines alten Schulterposters bastelte ich einen Fascinator, der dann entspechend dekoriert wurde. Dafür musste ein weiterer meiner kleinen Totenkopfpatches herhalten.

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Auf einen Haarreifen montiert und mit einem Schleier versehen sah das dann so aus:

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Die Braut hat sich sehr gefreut und wir hatten viel Spaß dabei, sie mit einem LARP-Schwert bewaffnet auf einer epischen Quest durchs Gelände zu schicken.

Häkeldeckchen from Hell

Musik: Trollfest – Kaptein Kaos

Eine weitere Nachwirkung der RPC ist mein Vorstoß in die Kunst des Filethäkelns. Auf dem dortigen Mittelaltermarkt begeisterte sich Isol für ein mit gehäkelten Ornamenten besetztes Kleidungsstück und beschloss spontan, dass die neuen Schattenweber-Auftrittsgewandungen auch so etwas brauchen. Und da ich zumindest schon mal erfolgreich ein paar Topflappen und eine Gehirnschnecke gehäkelt habe, erklärte ich mich bereit, es mal zu versuchen. Eigentlich sind Filethäkeldeckchen die Domäne meiner Mutter, aber so schwer kann das ja nicht sein. Ich grub eine uralte Diana-Handarbeitszeitschrift und einen Rest schwarzes Baumwollgarn aus den Tiefen meines Fundus aus und startete einen ersten Versuch.

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Beim Rand ist noch Oprimierungspotential vorhanden, aber ansonsten bin ich zufrieden und das Deckchen darf nun auf meinem Couchtisch wohnen. Isol war von meinen Häkelkünsten auch überzeugt und wir wühlten uns bei einem Stadtbummel durch das Filethäkelgarnsortiment des örtlichen Wolle Rödel. Nach intensiver Ravelry-Recherche und kurzer Verwirrung durch eine nur auf Japanisch existierende Anleitung (zum Glück gab es ein Diagramm) ist der erste Schwung Ornamente fertig geworden.

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Dabei stellte sich heraus, dass das teurere Garn nicht immer unbedingt das bessere ist – die Wolle Rödel-Hausmarke ist wesentlich weicher und besser zu verarbeiten als das teure Markengarn von Karstadt.

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Notiz an mich: Halbschatten auf der Terrasse ist keine gute Foto-Umgebung. Ich übe das mit den schicken Blog-Fotos immer noch.

Abenteuer einer Merchfeeräuberin – Horatia auf der RPC 2016

Musik: Tommy Krappweis – The Geeky Shuffle Blues

Ich bin musikalisch ziemlich unbeleckt – mit anderen Worten, ich spiele CD-Player, Winamp, Youtube und hin und wieder auch mal Nähmaschine, und wenn andere singen krächze ich ein wenig im Damenbass mit.  Wie es trotzdem dazu kam, dass ich im Schlepptau der Mittelalterfolk-Band Schattenweber auf der Roleplay Convention 2016 landete, und was ich dort so alles erlebte, davon werde ich hier berichten.

Die Vorgeschichte:

Ich habe eine gute Freundin und Kommilitonin, hier im Blog Sio oder Isol genannt, die seit mehreren Jahren bei den Schattenwebern aktiv ist. Erinnert sich noch jemand an das Omnia-Kissen? Das habe ich für sie zum Geburtstag gemacht. Nun suchten die Schattenweber für die RPC noch jemanden, der oder die während und nach ihren Konzerten ihre CDs und sonstigen Fanartikel verkauft. Und da ich das Wochenende noch nichts vorhatte und schon immer mal das Nerdparadies schlechthin abchecken wollte, habe ich zugesagt, nach meinem ersten Durchgang in der Rolle bei der Mittelaltermensa im letzten Winter wieder zur Merchfee(räuberin – Eins dreiundsiebzig und fies!) zu werden.

Freitag:

Da der Schattenwebertreck nicht über ihre Heimatstadt führte, überfiel die Merchfeeräuberin noch für eine Nacht ihre Mutter in der alten Heimat, wo sie dann gegen 14:30 Uhr von Isol und Meister Bezius mit einem mit Instrumenten und sonstigem Musikerequipment vollgestopften Wohnmobil eingesammelt wurde. Nach einer weitestgehend ereignislosen Fahrt nach Krefeld plünderten wir noch einen Subway, bevor wir uns mit dem Rest der Band zu einer letzten Probe im Jugendraum des örtlichen Tennisvereins trafen. Dort machte mich Silva gleich auf die Existenz eines Trampolins aufmerksam, welches erstmal ausgiebig getestet werden musste. So kann man auch mit kleinen Sachen Merchfeeräuberinnen einen Freude machen. Da Krefeld von der Gewitterfront verschont blieb, saß ich, während die Schattenweber probten, noch gemütlich bis halb zehn draußen und las in J. K. Rowlings neuestem Metzelkrimi. Von links leise Mittelalterfolk auf dem Ohr, von rechts das, was das örtliche Hitradio aus der Vereinskneipe gerade so ausspuckte, vermischt mit den Geräuschen eines Tennisvereins mit steigendem Getränkepegel. Irgendwann war es dann doch zu kalt und dunkel draußen, sodass ich mir noch den Rest der Probe anhörte. Anschließend gab es, wie es sich für anständige Hobbits gehört, als Nachtmahl noch Karotten-Kartoffelstampf. Lecker. Das muss ich auch unbedingt mal ausprobieren.

Samstag:

Pünktlich um zehn saßen die Schattenweber und ich in den Autos und wir machten uns auf ins Nerdparadies. Mit vereinten Kräften fanden wir auch die Auffahrt zu Tor A ohne uns zu verfahren. Das Tor lag direkt hinter Bühne 1, sodass wir die Instrumente und das ganze andere Geraffel für das erste Konzert des Tages nicht weit schleppen mussten. Die Merchbude alias mein Arbeitsplatz entpuppte sich als luxuriöser Stand mit Sonnensegel und Bierbank. Da noch viel Zeit blieb, machten wir uns auf die Suche nach Bühne 2, auf der alle anderen Schatttenweber-Auftritte stattfinden sollten, konnten sie jedoch nicht wirklich finden. Eine Bude, die aussah wie der Merchstand vor Bühne 1, erregte unsere Aufmerksamkeit. Nach einiger Unsicherheit und ein paar Nachfragen bei anderen Bands erfuhren wir: Ja, das ist Bühne 2. Okay, dann darf es aber nicht regnen, denn dann wird es wirklich eng mit 4 Schattenwebern und dem ganzen Instrumentarium. Praios, hast du gehört, halt Rondra schön im Schach, bis die RPC vorbei ist! Die verbliebene Zeit bis zum Aufbau nutzte ich um herauszufinden, wo später am Tag der Workshop zur Phileasson-Saga stattfinden sollte. Kaum war ich 10 Minuten in der Halle unterwegs, sprang mich auch schon Ettark aus der Stadtwache an. Wächter sind wirklich überall. Der auf dem Plan groß als Workshop 2 angekündigte Raum entpuppte sich nach langer Suche schließlich als winziger Bretterverschlag ohne eigenes Dach, der einfach in die Halle hineingebaut worden war. Hoffentlich kriege ich da überhaupt noch einen Platz…

Pünktlich nahm die Merchfeeräuberin ihren Platz ein und beobachtete aus dem Schatten das Publikum, das in der Sonne briet, und bewunderte die verschiedenen Cosplays. Ciri, Triss, Yennefer, Gandalf, Endzeitler, diverse Superhelden und sogar eine Drakensang-Kladdis – alle waren sie da. Kundschaft war allerdings rar. Die allermeisten Leute waren viel stärker am Sonnensegel als an den CDs, Buttons und Patches interessiert. Bei über 25 Grad und strahlender Sonne muss es in einem Sith-Kostüm allerdings auch ziemlich warm werden. Etwas verwundert gewahrte ich die Menschentraube direkt vor dem Bühneneingang und erfuhr später, dass dort ein berühmter Youtuber namens Gronkh stand, dem später noch ein Geburtstagsständchen gespielt werden sollte. Immerhin zwei CDs konnte ich dann doch noch verkaufen, bis es hieß umziehen zu Bühne 2. Sich mit sperrigen Instrumenten durch eine Menschenmenge drängeln ist wirklich kein Spaß. Hinzu kam, dass der Bühneneingang mittlerweile von einer Traube Gronkh-Fans verstopft war, die alle ihr Idol knuddeln wollten, sodass dort kein Durchkommen mehr war und das ganze Equipment irgendwie hinter den Fressbuden durchgeschoben werden musste. Aber schließlich war es geschafft, ein Merchstand aus Equipmentkisten war improvisiert und meine Ablösung traf ein (Ein dickes Danke an dieser Stelle noch mal dafür!)

Vor Workshop 2 war es glücklicherweise längst nicht so voll wie befürchtet und mit etwas Glück ergatterte ich einen Sitzplatz in der Mitte der zweiten Reihe direkt hinter dem Beamer. Freie Sicht für mich, Yay! Es folgte eine Stunde hochinteressante, lustige und aufschlussreiche Diskussion mit einem sehr sympathischen Bernhard Hennen und einem Haufen Leute, die mindestens genauso große Phileasson-Nerds sind wie ich. Das kollektive hysterische Gelächter gequälter Spielleiter bei der Erwähnung DES Gongs sprach Bände. Natürlich habe ich mich auch mal wieder standesgemäß zum Horst gemacht, als Bernhard Hennen fragte, was denn so unsere schlimmsten Spieler-Fails gewesen waren. Erstmal meldete sich niemand und Schweigen breitete sich aus. Eine ganz ähnliche Situation hatte ich schon einmal vor einigen Jahren bei einer Lesung von Tad Williams, wo ich schließlich all meinen Mut zusammen genommen hatte und die erste Frage stellte. Also gut. Wenn sonst niemand reden will, Augen zu und durch. Dann sollte ich aber nach vorne kommen. Argh! Panik! Alle starren mich an! Unter zwei Mutsteigerungs-Bieren mache ich sowas normalerweise nicht! In ein Mikrophon sprechen ist auch so eine Kunst, die ich bisher nicht wirklich beherrsche. Aber irgendwie habe ich die Leiden des norbardischen Akrobaten und Tänzers Sajud Janeff, der auszog, eine Chimäre von hinten zu erstechen und sich dabei spektakulär das Schwert in den eigenen Bauch rammte, doch erzählt bekommen. Stand-Up Comedian ist definitiv kein realistisches Karriereziel für mich, ich bleibe besser bei chaotischen Blogposts. Sehr gefreut habe ich mich über die Nachricht, dass mittlerweile Verträge für die ersten sechs Bände unterzeichnet sind. Außerdem erfuhr das Publikum von der positiven Wirkung von Bananensaft auf Autoren. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren, dann geht das mit meiner Doktorarbeit möglicherweise etwas weniger zäh voran. Nach dem Seminar schnackte ich noch kurz mit einem anderen Meister. Lieber Unbekannter, ich hätte mich gerne noch viel länger mit dir über die Tücken der Saga, DSA5 und außerplotmäßige Spielerbespaßung unterhalten, aber ich musste wirklich wieder zurück zur Bühne, meinem eigentlichen Job nachgehen.

Da das zweite Schattenweberkonzert lief während ich auf dem Phileasson-Workshop war, blieb nur noch das Abbauen und die Erkenntnis, dass der arme Gronkh sich immer noch durch seine Fans knuddeln musste. Danach gab es erstmal ein Belohnungs-Kirschporter und ich schlenderte noch mal eine Runde durch die Hallen, wo ich auch die Artist Alley fand und endlich Ari Baker mal persönlich Hallo sagen konnte, nachdem ich ihr Blog schon seit einigen Jahren lese. Ich sammelte Ettark ein und wir gingen einen Met auf seinen Geburtstag trinken. Beim anschließenden Streife gehen passierten wir den Greifvogel-Stand, bei dem so gut wie nichts mehr los war. So konnten wir in Ruhe die Falken, den Uhu und die Schleiereule bewundern und sogar den Steinkauz streicheln. Ich musste gleich an Schuhu denken, den Kauz, der als Vertrautentier der bornischen Hexe Kalinka an der Seite Asleif Phileassons einmal um Aventurien reiste.

Eigentlich war der Plan, im Hotel noch gemütlich ein Gläschen Met zu trinken, aber dann bekamen wir spitz, dass es noch eine After-Show-Party für die Aussteller mit Freibier geben sollte. Also packten wir abends um neun wegen sich daraus ergebender veränderter Autokonstellation noch mal die Instrumente um (Gronkh knuddelte immer noch und wirkte mittlerweile ziemlich erschöpft) und stürzten uns ins Getümmel. Mit einem Metbier bewaffnet schlenderte ich durch die untere Halle, von der ich bisher noch nichts mitbekommen hatte. Da befanden sich also die groß angekündigte Nerfbattle-Arena, der Tie Fighter in Originalgröße und die Endzeit-Lager! Ich entdeckte unter anderem einen Pinup-Kalender der Armee des Stahls und musste mich sehr beherrschen, nicht einmal laut ‚Dinge die Brennen!‘ zu brüllen und dann schnell Hackengas zu geben. Schließlich landete ich vor der Bühne, wo Multitalent Tommy Krappweis und diverse Musiker diverser Bands fröhlich vor sich hinmusizierten, bis Krappweis‘ Hose dem nicht mehr stand hielt und eine Naht sprengte. Auf die Frage, ob Cosplayer da wären, die nähen können, karrten tatsächlich zwei Leutchen innerhalb von fünf Minuten eine Nähmaschine heran und machten sich live ans Flicken, während Tommy Krappweis fröhlich ohne Hose einfach weitermusizierte. Das ist wahrer Rock’n’Roll! Im Hotel angekommen war ich immer noch so high von all den Eindrücken (zugegeben, Met, Bier und Metbier hatten auch einen Anteil daran), dass die arme Isol mein begeistertes Gequatsche noch einige Zeit ertragen musste, bis ich dann endlich mal bereit war, an der Matratze zu horchen.

Sonntag:

Nach einem luxuriösen Hotelfrühstück brachen wir so zeitig auf, dass wir noch gute zwei Stunden zum Erkunden der Verkaufsstände hatten, bis wir aufbauen mussten. Und so machte ich mich auf den Weg, genauer unter die Lupe zu nehmen, was ich am vorigen Tag nur im Vorbeiflitzen kurz gesehen hatte: Das Nerdparadies. Ich blätterte mich durch die endgültige Version des DSA5-Basisregelwerks, nahm das Würfelangebot genau unter die Lupe (Metallwürfel sind so schick! Und man kann sie bei Bedarf nach nervenden Spielern werfen…), shoppte Mitbringsel (wäre ich keine arme Studentin, könnte ich mich mit all dem tollem Zeug totkaufen) und besuchte meine Mitnähkromantin Miaka von khaos kouture an ihrem Stand. Allerdings ist so mancher an Ständen arbeitender männlicher Nerd doch etwas ungeschickt im Umgang mit dem allein die Hallen durchwandernden weiblichen Nerd. Angefangen von Fragen wie ‚Weißt du, was Rollenspiele sind?‘ bis zu Zutexten plus Berührung am Arm (Das geht gar nicht, Junge!) habe ich so einiges erlebt. Und nein, wenn ich deutlich sage, dass ich weiß, wozu ein Panzerstecher gut ist, brauchst du es mir nicht trotzdem noch mal zu erklären. Obwohl, der eine junge Herr, der völlig ins Stottern kam, schon wieder irgendwie knuffig war. Und das Angebot einer DSA5-Testspielrunde hätte ich wirklich gern angenommen, aber die Arbeit rief. Bevor es die Merchfeeräuberin zurück zu den CDs zog, schaute sie sich noch das Konzert von The Dolmen an. Die gingen wirklich ab und Gandalf und Walter White einträchtig nebeneinander abrocken zu sehen war schon ein wahrhaft göttliches Bild.

Das erste Schattenweber-Konzert ging bis kurz vor Ende komplikationslos über die Bühne, bis die Technik die Funksignale von Bühne 1 auffing und plötzlich anstatt der Schattenweber ganz andere Musik aus den Lautsprechern kam. Großes ‚Häh?‘ bei allen Beteiligten. Glücklicherweise ließ sich das Problem schnell beheben. Faszinierend, was alles so geht. In der Pause zwischen den beiden Konzerten, in der einige Regentropfen kurzzeitig für hektische Instrumenten- und Merchandiserettungsaktionen sorgten, kamen wir endlich dazu, das Wikinger-Eis mal zu probieren. Die Dame am Stand guckte ziemlich sparsam, als ich Eis für eine ganze Band bei ihr holte. Beim zweiten Konzert gesellten sich noch zwei Tänzerinnen und Gronkh in Inkognito-Maskierung (anscheinend hatte er Knuddelfrei) dazu und dann war die RPC auch schon vorbei und die kleine Horatia musste das Nerdparadies mit dem W20-Bällebad leider wieder verlssen. Wir verluden die Instrumente und machten uns auf den Weg. Unterwegs gab es noch ein Abschiedsessen bei Mäckes, wo ich die karamellenen Abgründe des McSundae entdeckte. Der Abend klang in Meister Bezius‘ Wohnzimmer mit seiner Frau, Isol, zwei neugierigen Katern namens Snoopy und Fussel und diversen interessanten Schnäpsen aus. Und jetzt weiß ich auch, welches Geräusch eine kotzende Katze macht. Wieder was dazu gelernt.

Montag:

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit leckerer Erdbeer-Feigen-Marmelade brachte Meister Bezius Isol und mich zum Zug und ich lernte aus erster Hand kennen, was es heißt, mit einer Harfe im Gepäck Extreme Bahnfahring zu betreiben. Gegen drei am Nachmittag war ich schließlich nach einem aufregenden Wochenende wieder daheim.

Der Loot:

RPC

Im Zweifelsfall kaufe ich immer Bücher und ‚Lang lebe die Nacht‘ stand schon lange auf meiner Anschaffungsliste. Den KGIA-Sticker habe ich am Ulisses Spiele-Stand geschenkt bekomen, ich überlege, ihn vorne in meinen Terminplaner zu kleben. Der Würfel ist ein Mitbringsel für einen guten Freund und den Schattenweber-Flyer und meinen Ausstellerausweis (hach, was hört sich das hochtrabend an) habe ich der Vollständigkeit halber hinzugefügt.

Geil war’s. Falls ich Geld, Zeit und/oder eine sonstige Chance habe, nächstes Jahr wieder hinzufahren, count me in!

You can’t take the Sechseck from me.

Musik: Turisas – For your own good

Es gibt wieder einen neuen Schwung Sechsecke – in den letzten Tagen hatte ich einen echten Stickflash.

Aber beginnen wir mit zwei neuen Gastsechsecken. Noch mal ganz vielen lieben Dank dafür!

Links: Das Wappen der Sisterhood of the Radiant Heart aus der Serie ‚Sleepy Hollow‘, über die ich mich hier schon mal begeistert ausgelassen hatte. Gestickt von Sio.

Rechts: Ein Vampirgebiss, stellvertretend für den Klassiker Dracula und diverse andere unkuschelige und unglitzerige Vampirgeschichten die ich schon so gelesen habe. Gestickt von Anjulibei.

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Ich selbst begab mich mit dem linken Sechseck in das finstere Reich der Großen Alten. Behold! The Necronomicon Gate! Wer will, darf an dieser Stelle gern dem Wahnsinn verfallen.

Das rechte Sechseck ist eine Hommage an ein weiteres meiner Lieblingsbücher: ‚Die Abenteuer des Röde Orm‘ von Frans G. Bengtsson. Es erzählt die Lebensgeschichte eines Wikingers um das Jahr 1000. Rollenspielaffine Personen werden das von mir etwas umgezeichnete Motiv bestimmt kennen. Ich habe es mal ganz dreist vom Cover des Phileasson-Abenteuerbands geklaut. Der gute Asleif lässt mich irgendwie doch immer noch nicht so ganz los.

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Und zwei habe ich noch, ganz frisch von der Nadel gehüpft. Links The Deathly Hallows aus der Harry Potter-Reihe. Ich bin zwar kein so großer Potter-Fan, aber die Bücher waren die ersten, die ich vor langer, langer Zeit auf Englisch gelesen habe und damit läuteten sie eine neue Ära des Lesens für mich ein. Deshalb hat sich auch der zweite Zauberer namens Harry einen Platz auf der Decke verdient. Und die Erwachsenen-Krimis, die J. K. Rowling seit ein paar Jahren schreibt, finde ich richtig gut.

Rechts eine Erinnerung an die wohl am meisten betrauerte Fernsehserie aller Zeiten. Ich rede von Firefly, die Serie die neue Maßstäbe in Sachen Weltraumcowboys setzte. Als großer Han Solo-Fan war das natürlich ein gefundenes Fressen für mich. Deshalb: You can’t take the sky from me.

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Derzeitiger Stand: 88 von 660 Sechsecken. Das macht 13,33 Periode Prozent.

Einhornkotze in Fadenform

Musik: Van Canto – If I die in Battle

Manchmal juckt es einen einfach in den Fingern, und obwohl ich noch so viele angefangene Projekte herumliegen habe, musste ich unbedingt mal wieder was stricken. Glücklicherweise ist der Erbwollebestand immer noch schier unergründlich und eine Expedition in die Tiefen des Wollbergs förderte schließlich sieben Knäule Lace-Wolle zu Tage, deren Farbverlauf den Namen Einhornkotze mehr als verdient hat. Ich frage mich ernsthaft, was meine verstorbene Tante damit vorhatte. So schröcklich, dass es schon wieder geil ist, und wunderbar passend zu schwarzer Lederjacke, schwarzem Restoutfit und schwarzen Turnschuhen. Das Muster gibt es gratis hier (Lidia Tsymbal: Lighter than Perfume) und ich habe nach einigem Gewürge mit zu fest gezogenen Maschen nun auch erfolgreich gelernt, wie Noppen gestrickt werden.

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Mal wieder perfektes Timing von mir: Jetzt, wo der Frühling hoffentlich bald endgültig kommt, fängt sie wieder an, Schals zu stricken. Aber so ist er immerhin fertig, wenn es wieder kalt wird.

Büchernörgele: Bernhard Hennen, Robert Corvus – Nordwärts

Musik: Amon Amarth – The Way of Vikings

Nach viel zu langer Zeit kommt nun endlich wieder eine Folge ‚Horatia nörgelt sich durch Bücher‘.

 

Ich habe lange überlegt, ob ich wirklich eine Rezension schreiben soll, da ich die Phileasson-Saga schon einmal gemeistert habe und mit ganz anderen Voraussetzungen an das Buch herangehe als jemand, der oder die von Aventurien und DSA noch nie etwas gehört hat, aber mich dann doch dafür entschieden. Manchmal muss ein Text einfach raus, und die Phileasson-Saga ist eine Herzensangelegenheit.

Worum geht es? Zwei verfeindete Thorwaler Drachenschiffkapitäne, eine Wettfahrt in 80 Wochen rund um Aventurien, zwölf dabei zu lösende Aufgaben, sich einmischende höhere Mächte und einen Haufen zusammengewürfelter Abenteurer, die mit auf große Fahrt gehen.

Wer hat’s geschrieben? Bernhard Hennen, in der Deutschen Fantasyszene und darüber hinaus bekannt durch zahlreiche Elfen-Romane und Autor der ursprünglichen Phileasson-Kampagne für das DSA-Rollenspielsystem, und Robert Corvus, unter verschiedenen Pseudonymen Autor für unter anderem DSA und Perry Rhodan, sowie Verfasser der Schattenherren-Reihe (und außerdem ein Mensch mit sehr gutem Musikgeschmack).

Wie sieht das aus? So. Solche Fotos entstehen, wenn ich begeistert feststelle, dass das frisch erworbene Buch perfekt zum Nagellack passt.

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Und wie fand ich das nun? Vor der eigentlichen Geschichte steht ein etwa 80 Seiten langer Prolog, der einem mehrere der mitreisenden Abenteurer etwas näher bringt. Dieser hat mich zwiespältig zurückgelassen. Ich freue mich zwar immer über Charakter-Hintergrundgeschichten, aber der Prolog erinnerte mich eher an A Song of Ice and Fire als an Aventurien, bis hin zu einem Satz, an dessen Ende eigentlich nur noch ein ‚Valar Morghulis‘ gefehlt hätte. Außerdem hat mich irritiert, dass die ganze Zeit nur von Jungmannen die Rede war und Frauen nur zum Füllen des Methorns auftauchten und abfällig Weiber genannt wurden. Die Thorwaler sind zwar ein raues Völkchen, aber eigentlich sind bei ihnen Männer und Frauen komplett gleichberechtigt.

Dann ging es endlich mit der richtigen Geschichte los, die 10 Jahre nach dem Prolog spielt und ziemlich genau dem Abenteuerband folgt. Ich konnte immer mitblättern und hatte endlich mal keinen Grund, über fehlendes Kartenmaterial zu mosern. Da auf die meisten Meisterfiguren unter der Schiffsbesatzung verzichtet wurde, sind einige interessante neue Figuren dabei. Leider wurde ausgerechnet das Kernstück des ersten Bandes, die schon lange andauernde Fehde zwischen den rivalisierenden Kapitänen Asleif Phileasson und Beorn Asgrimmson, kaum thematisiert. Ein Satz, dass der Unfalltod von Beorns Schwester wohl der Auslöser der offenen Feindschaft war, das war es auch schon. Schade, da hätten die Autoren so viel mehr aus der Geschichte herausholen können. Was ist damals genau passiert? Was haben die beiden seitdem getan um sich gegenseitig das Leben schwer zu machen? Was hat Phileasson im Güldenland erlebt und war Beorn wirklich auch da oder hat er nur gelogen? Ich will Drama, Baby, Drama! Das wäre perfekter Stoff für den Prolog gewesen! Vielleicht bringen die weiteren Bände in der Hinsicht noch was, sonst wäre ich echt enttäuscht.

Sehr gut ausgearbeitet hingegen fand ich die Figur der Travia-Geweihten Shaya Lifgundsdottir, die als Schiedsrichterin des Wettkampfs mit auf die Reise geht und mit dem rauen Umgangston auf einem Drachenschiff und ihrer durch ihre Position bedingten Außenseiterrolle in der Mannschaft hadert. Shaya hat im Vergleich zum Abenteuer wirklich an Profil gewonnen, und es ist schön zu beobachten, wie sie nach und nach in ihre Rolle in der Schiffsgemeinschaft hineinwächst. Mein absoluter Liebling unter den Protagonisten ist allerdings Irulla, eine Waldmenschenfrau mit extrem morbider Weltsicht und einer besonderen Beziehung zu Spinnen. Leider trat sie im ersten Band nur am Rande in Erscheinung, ich würde mich freuen, in den Fortsetzungen mehr von ihr zu lesen.

Im Gegensatz zum Abenteuerband wird auch Beorns Geschichte viel Raum gegeben, was ich persönlich als gelungenen Schachzug seitens der Autoren empfinde. So bekommt zum Beispiel eine Stelle, die ich beim Vorbereiten des Abenteuers immer als sinnlose Meisterwillkür empfunden habe, plötzlich einen ganz anderen Kontext.

Der Phileasson von Hennen und Corvus kommt recht nahe an ‚meinen‘ Phileasson heran, den ich charakterlich ziemlich stark an Captain Jack Aubrey aus den Master and Commander-Romanen von Patrick O’Brian angelehnt hatte. Ehrenhaft, charismatisch, ein strenger aber gerechter Kapitän mit einer gelegentlichen Neigung zu tollkühnen Aktionen. Nur hoffe ich, wie schon geschrieben, noch auf mehr Hintergrundgeschichte. Aus dieser ikonischen Figur ist noch so viel mehr herauszuholen.

Trotz seiner Schwächen hat mir ‚Nordwärts‘ eine Menge Spaß und eine schlaflose Nacht beschert, und ich habe mich mit einem breiten Grinsen im Gesicht immer wieder daran erinnert, was meine Gruppe damals in der jeweiligen Situation so alles getrieben hat. Meine Rollenspielkonditionierung hat außerdem dafür gesorgt, dass immer wieder mitgerätselt habe, was die Protagonisten wohl gerade gewürfelt haben (Spontane Selbstentzündung beim Ignifaxius! Das war mindstens eine Doppel-20!). Lustigerweise erinnert die Lösung der ersten Aufgabe im Buch sehr stark an das, was meine Spieler ausgebrütet hatten. Nur der Nihilgravo und die angesengte Feder am Hut des Schwertgesellen fielen im Buch aus. Falls ich die Kampagne noch mal meistern sollte (worauf ich gerade so richtig Bock habe), werde ich definitiv auf einige der Anregungen aus der Romanfassung zurückgreifen.

 

***SPOILER***

Nun bin ich gespannt auf Band 2, der im August erscheinen soll. Das Abenteuer, in dem der von mir beim Witcher 2-Let’s Play inflationär gebrauchte Begriff ‚missgünstige Elfen‘ seinen Ursprung hatte. Wird jemand das Schwert aus dem Eisgrab einsacken und beinahe von einem für alle anderen unsichtbaren Monster erlegt werden?  Wird jemand auf DEN Gong hauen? Werden sie Pardonas Pantoffeln stehlen (und anschließend die Diebstähle von Borbarads Badelatschen, Rohals Rasiermesser und Nahemas Nagelschere planen)? Wird jemand beim hinterhältigen Abstechen einer andersweitig abgelenkten Chimäre patzen und einen schweren Eigentreffer landen? Werden sie überhaupt wieder lebend aus dem Himmelsturm rauskommen und wird Irulla auch dort, wie angekündigt, eine Spinne finden?

***SPOILER ENDE***

Neue Sechsecke

Musik: Sisters of Mercy – Lucretia my Reflection

Im Laufe der letzten Wochen haben sich wieder einige neue Sechsecke für die Lesedecke angesammelt.

Oben links: Der Flyte-Charm aus der Septimus Heap-Reihe. Manchmal lese ich auch gerne mal Kinderbücher, und diese Serie mag ich ganz besonders.

Oben rechts: Keine Panik. Der Reiseführer ‚Per Anhalter durch die Galaxis‘ hilft in den meisten Fällen weiter.

Unten links: Einige unbestickte Sechsecke aus verschiedenen Stoffen.

Unten rechts: Das Schwarze Auge. Ich spiele das System schon seit vielen Jahren mit großer Begeisterung, deshalb brauchte es auch ein Sechseck.

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Von aprilnärrin aus dem Grünen Forum habe ich im Tausch gegen ein Nadelbuch noch zwei weitere Sechsecke bekommen.

Links: Der Rattentod aus Terry Pratchett’s Scheibenwelt. Ich bin verliebt. Rattentod ist nämlich im Grünen Forum mein Nickname.

Rechts: Der weiße Baum von Gondor aus J. R. R. Tolkiens ‚Der Herr der Ringe‘. Mein absolutes Lieblingsbuch.

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Außerdem war ich über die Osterferien wieder böse. Bei Weltkartenstoff setzt nun mal einfach mein Hirn aus und ich musste es ausnutzen, dass es endlich mal wieder ein paar Patchworkstoffe gab, die nicht augenkrebserzeugend kreischbunt sind. Leider sind Patchworkstoffe so schweineteuer, dass ich mir nur 20 cm pro Stoff geleistet habe, schließlich wollte ich die neue Amon Amarth-Scheibe ja auch noch haben.

OsterLoot

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