Zum Anker und Oktopus

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Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 1

Da der Geist zwar willig, aber das Fleisch schwach ist, habe ich heute nach einem ziemlichen Igitt-Tag The Witcher 2 – Assassins of Kings angespielt.

Die Steuerung ist wirklich ziemlich gewöhnungsbedürftig wenn man sich an die einfache Maussteuerung aus Teil 1 gewöhnt hat. Deshalb habe ich für den ersten Kampf auch einige Anläufe gebraucht und es als Trainingskampf betrachtet. Was? Wie? Welche der vielen Tasten muss ich jetzt drücken? Hiiilfeee! Warum kommt beim Rechtsklick kein Zeichen mehr??? Ansonsten ist die fortlaufende Zeitlupe bei der Zeichenwahl wirklich gemein und ich vermisse den Gruppenkampfstil, vor allem wenn es in engen Räumen zur Sache geht. Dafür ist das Quen-Zeichen wesentlich sinnvoller geworden, weil man es nun auch während eines Angriffs einsetzen kann.

Es begann in einem Kerker. Warum sind Geralt und ich hier? Was haben wir verbrochen? Kaum konnten wir uns diese Fragen stellen, wurden wir schon in ein Verhörzimmer geschleift und ein Mann mit bösem Blick namens Vernon Roche begann uns auszuquetschen wie eine Zitrone. Und so blieb uns gar nichts anderes übrig aus die Ereignisse, die anscheinend zu unserer Festnahme geführt haben, zu erzählen. Offenbar hat sich König Foltest, dem wir bereits in Teil 1 geholfen haben, mit seiner Geliebten überworfen und führt deswegen Krieg gegen sie. Und da wir zum persönlichen Leibwächter des Königs befördert wurden, stecken wir und unsere Geliebte Triss Merigold mittendrin. Soweit die Ausgangssituation. An der Seite des Königs erleben wir die Eroberung der Burg Schritt für Schritt mit, bis zum im wahrsten Sinne des Wortes bitteren Ende, während Roche gespannt unseren Ausführungen lauscht, selbst wenn wir regelmäßig viel Zeit damit verbringen, jeden Winkel des Geländes zu untersuchen (inklusive totem Assassins Creed-Assassinen, der leider den rettenden Heuhaufen um einen halben Meter verfehlt hat) und jedes Haus und jede Truhe auf dem Weg zu plündern.

Die Kämpfe liefen bisher so teils-teils: Den ersten Kampf habe ich sowieso dazu genutzt, die Steuerung zu üben, der zweite Kampf, als sich plötzlich ein dahergeflogener Drache einmischte, lief erstaunlich glatt. Den dritten Kampf gegen den Sohn der Burgherrin konnte ich dadurch umgehen, dass Geralt und ich den Herrn zum Aufgeben überredet haben Der vierte größere Kampf war wieder ziemlich haarig – Es ging gegen fünf Kämpfer in einem Burghof, einer davon ein Schildträger und einer ein Ritter mit Hörnerhelm. Diese haben uns mehrere Male ziemlich unrühmlich erledigt bis ich mich auf meine Golem-Taktik aus dem ersten Teil besonnen habe: Schwalbe gegen unerwartete Passierschläge einwerfen, die leichten Gegner umknüppeln und ansonsten im Kreis rennen und den Gehörnten und den Schildträger immer wenn die Energieleiste wieder voll ist mit Igni flambieren bis sie umfallen. Und wieder bewahrheitete sich die alte Rollenspielerweisheit: Es gibt kein Problem das sich nicht mit genügend Feuerbällen lösen ließe.

Vernon Roche war übrigens so nett und hat uns den Schlüssel für die Handschellen gegeben, obwohl ich jede mögliche Beleidigung an ihm ausprobiert habe. Ich glaube, vor allem den Hurensohn hat er nicht so gut vertragen.
Aber ich habe den guten Roche trotz all seiner Fiesigkeiten schon in mein Herz geschlossen. Er scheint eine Art dunklere Version Sharpes aus der Romanreihe von Bernard Cornwell zu sein und ich habe ein großes Herz für Underdogs die sich von ganz unten nach ganz oben gearbeitet haben. Und seine trockenen Kommentare zum Geschehen sind einfach preislos.

Nächste Episode: Werden es der Mad Scientist und Geralt schaffen, aus dem Kerker zu fliehen ohne größere Kollateralschäden anzurichten? Wohin will Roche mit mir segeln? Und das Wichtigste: Kriege ich meinen massiven Loot aus dem Prolog irgendwann wieder?

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