Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 3

Da viele meiner Leser The Witcher nicht gespielt haben, bzw. die Romane von Andrzej Sapkowski nicht gelesen haben, und das Let’s Play ungeplant immer gewaltigere Ausmaße annimmt, werde ich an dieser Stelle die wichtigsten Protagonisten des Spiels noch einmal kurz vorstellen:

 

1. Geralt von Riva

Geralt ist der Spielercharakter, ein professioneller Ungeheuerjäger, der zu Beginn von Spiel 1 nach fünfjährigem spurlosem Verschwinden mit komplettem Gedächtnisverlust wieder zu sich kam. Aufgrund verschiedener Mutationen, die an seinem Körper zur Vorbereitung auf seinen Beruf vollzogen wurde, besitzt er übermenschliche körperliche Eigenschaften und kann einfache Magie anwenden. Die Nebenwirkungen sind Verlust der Haarfarbe, gelbe Katzenaugen und Unfruchtbarkeit. Geralt ist ein nachdenklicher Typ, der viel über sich selbst, den Sinn seines Berufs, die Welt und seinen Platz darin nachgrübelt.

http://browse.deviantart.com/art/The-Witcher-2-Enhanced-Edition-wallpaper-War-290973471

 

2. Triss Merigold

Triss ist die ehemalige Beraterin König Foltests, dessen Inhumierung die Handlung des Spiels überhaupt erst losgetreten hat. Sie ist Magierin von Beruf und eine alte Freundin Geralts. Im Laufe des letzten Spiels wurden die beiden zudem ein Paar.

http://browse.deviantart.com/art/Triss-211407642

 

3. Rittersporn

Rittersporn ist ein Barde und sein Charakter erinnert gelegentlich stark an Elan aus Order of the Stick. Hinzu kommt bei Rittersporn eine starke Neigung zu fleischlichen Freuden, weshalb er meistens in der Nähe des örtlichen Bordells anzutreffen ist. Rittersporns größtes Talent besteht darin, sich regelmäßig in Schwierigkeiten zu bringen, aus denen Geralt ihn wieder herausholen muss.

Aus Rittersporns Feder stammen übrigens auch die Questlogs und Charakterbeschreibungen im Journal, was das Lesen desselbigen immer wieder zu einem amüsanten Erlebnis macht, da er nicht mit seiner Meinung über die Protagonisten hinter dem Berg bleibt.

http://daerdin.deviantart.com/art/Dandelion-211407571

 

4. Zoltan Chivay

Zoltan ist ein Zwerg und ebenfalls ein alter Freund Geralts. Er arbeitet mal in diesem, mal in jenem Beruf und nachdem kürzlich seine Verlobung an der Garstigkeit seines zukünftigen Schwiegervaters scheiterte, zieht er nun wieder mit Rittersporn durch die Gegend.

http://browse.deviantart.com/art/Zoltan-Chivay-326247289

 

5. Vernon Roche

Roche ist im Namen König Foltests Agent, Verhörexperte, Auftragsmörder, Hauptmann der Sondereinsatztruppe ‚Die Blauen Streifen‘, der Schrecken aller missgünstigen Elfen und die wohl meistgehasste Person des Landes. Einer seiner schmeichelhafteren Spitznamen lautet Foltests Hund. Als unehelicher Sohn einer Prostituierten nimmt er es äußerst übel wenn man ihn als Hurensohn bezeichnet und sein Gemütszustand schwankt zwischen leicht angefressen, ziemlich angefressen und gnadenlos rachsüchtig. Zudem ist er notorischer Kettenraucher, besitzt den wohl unflätigsten Wortschatz des Spiels und ist Besitzer eines schnieken Renaissance-Bidenhänders. Im Moment ist er zusammen mit Geralt und dem Rest der Gruppe auf der Jagd nach dem Mann, der seinen König inhumiert hat.

http://browse.deviantart.com/art/Witcher-2-Vernon-Roche-294055483

 

Der wahre Name der Terrororganisation der missgünstigen Elfen lautet übrigens Scoia’tael, was so viel wie Eichhörnchen bedeutet. Aber da ‚missgünstige Elfen‘ in meiner DSA-Gruppe schon ein geflügeltes Wort ist und es hier so hervorragend passt, verwende ich es immer.

 

 

So, das waren die Beteiligten. Nun geht es weiter mit den Zockbetrachtungen einer schlechten Spielerin mit der Episode ‚Jäger des verlorenen Briefkastens‘.

 

Da ich das Kayran-Problem doch so langsam mal angehen muss, habe ich in Gesellschaft von Triss die derzeit leere Lauer des Ungeheuers besucht. Triss hält anscheinend nicht viel von langen Fußmärschen und hat sich lieber teleportiert, während ich zu Fuß gehen musste. Unterwegs im Wald haben mir auch gleich erstmal ein paar Banditen aufgelauert, die aber auf die harte Tour lernen mussten, dass ein Hexer keine geeignete Beute darstellt. In der Kayranlauer wurden Triss und ich von ein paar alten Freunden aus Teil 1 angegriffen (Ertrunkene! Wie habe ich euch vermisst!) und während Triss den Ungeheuerschleim untersuchte und mir erklärte, dass ich einen starken Anti-Gift-Trank brauche um im Kampf überhaupt eine Überlebenschance zu haben, habe ich das in der Nähe liegende Wrack untersucht und einen interessanten Forschungsbericht mit Aussicht auf weitere Plünderungsaktionen gefunden mit der Bitte, ihn per königlicher Post an die Universität von Oxenfurt zu schicken. Triss teleportierte sich wieder von dannen und auf dem Heimweg begann ich, über die Frage des Briefkastens nachzusinnieren.

 

Jäger des verlorenen Briefkastens: Teil 1

Ich meinte, in der Residenz des Hafenkommandanten Loredo eine verdächtig aussehende Kiste gesehen zu haben, die mit einem Questmarker markiert war, sich aber nicht öffnen ließ. Wider Erwarten brauchte ich dieses Mal keine persönliche Einladung um in den Innenhof des Geländes zu kommen und nachdem ich beim letzten Mal noch eine nervenzerreißende Schleichpartie hinlegen musste, konnte ich auf einmal ungehindert durch sämtliche Hinterhöfe spazieren (und den Rest des Zeugs einsacken das da noch herumlag). Nur in das Gebäude kam ich nicht rein und keine der Wachen war ansprechbar. So entgegenkommend, dass ich seinen Briefkasten benutzen darf, hätte Loredo doch mal sein können, nachdem ich ihm schon versprochen habe, mich um das Problem mit Iorveth und seinen missgünstigen Elfen zu kümmern. Damit macht sich dieses unsympathische Ekel bei mir auch nicht beliebter.

 

Jäger des verlorenen Briefkastens: Teil 2

Mein nächster Gedanke war, dass Roche vielleicht wissen könnte, wo es hier noch einen Briefkasten gibt, denn als Offizier des Königs mit eigener Truppe vor Ort hat er doch sicherlich öfter mal Depeschen zu verschicken. Denkste. Als ich mich ihm in der Taverne mit fragendem Blick näherte, starrte er mich nur mit gewohnt grimmiger Miene an und machte sich sogleich wieder ans Rauchen in der Tavernenecke. Danke, Roche, ich dich auch.

 

Jäger des verlorenen Briefkastens: Teil 3

Nachdem sich mein blaugestreifter Freund nicht sonderlich auskunftsfreudig gezeigt hatte, machte ich mich auf eigene Faust auf die Suche und durchstöberte so ziemlich jede Ecke von Flotsam, leider ohne Erfolg. Immerhin habe ich so auch den Buchladen/das Friseurgeschäft von Einar Gausel gefunden, mich mit Büchern über diverse Monster eingedeckt und den komischen hohen Pferdeschwanz gegen die langen offenen Haare aus dem ersten Teil eingetauscht. Nur eine Tür ließ sich absolut nicht öffnen obwohl sie ein Öffnen-Icon anzeigte – die Tür zum Büro des Bevollmächtigten Ludwig Merse. Ich wette mein Silberschwert, dass sich der verflixte zweite Briefkasten da drin befindet und hoffe, dass sich die Tür öffnet sobald ich einen der beiden Ungeheuertötungsverträge erledigt habe (und es kein Bug im Spiel ist) und mir meine Belohnung abholen will. Fortsetzung in dieser Angelegenheit folgt.

 

Daraufhin musste ich mich erstmal eine Runde beim Armdrücken abreagieren und bin nun ungeschlagener Flotsamer Armdrück-Champion. Immerhin ein Erfolgserlebnis!

 

Als ich auf der Suche nach dem Briefkasten durch den Hafen lief, sprach mich zudem ein schmieriger Kerl an und fragte mich, ob ich ihm ein ganz spezielles Rezept vom örtlichen Räucherwerkhändler holen könnte. Da ich bei der Aussicht auf ein paar schnell verdiente Kröten und Erfahrungspunkte nie Nein sage, der Typ mir aber nicht ganz koscher schien, habe ich vom Händler ein leicht gefälschtes Rezept geschnorrt und mich von dem schmierigen Typen zu seinem Labor führen lassen, weil er das Rezept erstmal überprüfen wollte. Da war mir eigentlich schon klar, dass er Drogen kochen wollte. Im Labor wurde ich hinterrücks überfallen und in einen Verschlag gesperrt, aber einen Hexer sperrt man nicht so leicht ein – selbst ohne Waffen kann ich immer noch hexen, haha! Mit dem Aard-Zeichen habe ich die Tür gesprengt, mir ein herumliegendes Kurzschwert geschnappt und die Bande gehörig versohlt. Beim Durchsuchen des Labors sprang sogar noch ein neues Trankrezept für mich raus. Juchu!

 

Vor dem Laden des Räucherwerkhändlers hatten sich mittlerweile mehrere erboste Damen der örtlichen Gesellschaft versammelt und forderten dessen Schließung. Ich erbot mich, mit dem Händler zu reden und holte mit Hilfe des Axii-Zeichens, das erstaunliche Ähnlichkeit mit dem guten ‚Das sind nicht die Droiden die ihr sucht‘ hat, aus ihm heraus, dass er niemandem verbieten kann, das Kraut zu kaufen und es die Schuld der Leute ist, wenn sie es sich reinziehen. Da ich schon eine gewisse Ahnung hatte, worum es ging, habe ich den Händler in Ruhe gelassen und den Zorn der Damen riskiert. Ich kann es Roche einfach nicht antun, seine mutmaßliche Tabakquelle versiegen zu lassen – Der ist eh schon grummelig genug und auf akutem Nikotinentzug wird er sicherlich absolut unausstehlich.

 

Nach meinen mehr oder weniger produktiven Beiträgen zur Entnarkotisierung des Ortes habe ich mich schließlich aufgemacht um mit dem seine Brücke vernachlässigenden Brückentroll zu reden. Der Aushang vor der Taverne forderte zwar ausdrücklich seinen Kopf, aber nachdem mich mehrere Leute darauf ansprachen, den Troll bitte nicht zu töten, habe ich beschlossen, es erstmal auf die vernünftige Tour zu versuchen. Bei der Untersuchung der Umgebung der Trollbrücke stieß ich auf mehrere mit Pfeilen gespickte Leichen von Angehörigen der Flotsamer Stadtwache – Die missgünstigen Elfen hatten also wieder mal zugeschlagen. Außerdem wurde ich ziemlich hinterrücks von einer Gruppe Banditen angegriffen, die dort ihr Lager hatten. Nachdem selbige erledigt hatten, stand ich vor ihrer Hütte, zu der mir allerdings trotz gründlicher Plünderung der erschlagenen Banditen der Schlüssel fehlte. Unbefriedigend. Bestimmt ist da irgendwas ganz Tolles drin. Außerdem musste ich mich wieder mit einigen Ertrunkenen und ertrunkenen Toten herumschlagen – die Pest aus The Witcher 1.

Im Gespräch mit dem Troll, der mich um Wodka anbettelte und den ich erstmal mit ein paar Schwerthieben ausnüchtern musste, stellte sich heraus, dass Trophäenjäger seine Frau geköpft und sich ihren Kopf an die Wand gehängt haben, woraufhin er aus Trauer zu trinken anfing. Armer Kerl. Ich habe ihm versprochen, es den Tätern heimzuzahlen und ihm den Kopf seiner Frau zu bringen, wenn er mit dem trinken aufhört und seine Brücke wieder repariert.

 

Die nächsten Pläne: Handgranaten organisieren um die Löcher der Neckertunnel im Wald zu sprengen, herausfinden, wer gesteigertes Interesse an Trollköpfen hat, die Zutaten für den Anti-Kayrangifttrank zusammensammeln und ein paar Leute im Faustkampf besiegen um meine Kasse aufzubessern.

Advertisements

Einzelbeitrag-Navigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s