Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 4

Heute: Geralt der Waldläufer

 

Meine erste Tat war das Verkaufen diverser im Verlauf der letzten Spielsession gesammelter Beutestücke, da ich mich schon wieder haarscharf an der Grenze zur Überlastung befand. Derart erleichtert und mit Geld ausgerüstet machte ich mich auf die Suche nach einem Rezept für Kartätschen, das ich schließlich, nachdem ich vergeblich jeden Händler in ganz Flotsam abgeklappert hatte, bei Cedric dem dauerbetrunkenen Elfen auf dem Wachturm bekommen konnte. Cedric und sein Freund Seherim sind die einzigen Elfen der gesamten Gegend, die nicht missgünstig sind. Seherim ist nur leider nicht besonders gesprächig, weil vor einem knappen Jahr seine Geliebte Moril spurlos verschwand. Ich hoffe, dass er noch mal mit mir darüber redet, denn ich wittere dort eine Quest.

 

Mit dem Rezept ausgerüstet habe ich mir erstmal 15 Bomben gebaut, in der Hoffnung, dass das zum Sprengen der Necker-Tunneleingänge reichen müsste. Jetzt musste ich besagte Tunneleingänge nur noch finden – Also machte ich mich mit dem Silberschwert in der Hand auf einen ausgiebigen Waldspaziergang. Um es schon mal im Voraus zu sagen – ich habe alles Mögliche gefunden, nur keine Neckertunnel die ich hätte in die Luft jagen können.

Fundsache Nummer 1 war eine Elfenruine mit einer Statue zweier Liebender und einem prächtigen Rosengarten. Ein schmaler Gang führte zu einer brüchigen Mauer, die sich mit dem Aard-Zeichen einreißen ließ und hinter der ein ziemlich opulent wirkender Raum lag. Leider lief ich beim Versuch, den Raum zu betreten, ständig gegen eine unsichtbare Wand. Das schreit geradezu danach, dass die Anlage noch mal für eine Quest wichtig wird.

Mehr zufällig fand ich noch eine Höhle hinter einem Wasserfall, in der sich eine Menge Necker herumtrieben. Juchu, Erfahrungspunkte! Ein langer Gang führte immer tiefer in den Berg und immer wieder sprangen mich Necker an. Da ich es ja nun halbwegs drauf habe, habe ich sie Ratz-Fatz mit meinem Silberschwert erledigt. Am Ende erwartete mich ein Ungeheuer namens Moderhaut, das zwar zäh war, aber meinen starken Schwerthieben letztendlich doch nichts entgegen setzen konnte. Leider explodierte es am Ende des Kampfes in einer ekligen Wolke, der ich, geübt von den Bloedzuigern im ersten Spiel, gerade noch ausweichen konnte. Hinter der Moderhaut erwartete mich – Jippie! – die fehlende Zutat für den Anti-Kayrangifttrank. Damit wäre das auch gleich erledigt.

Wieder raus aus der Höhle beschloss ich, noch zu gucken, was sonst noch so im Wald zu entdecken ist, und habe unterwegs noch einige Endriagen erschlagen. Das sind skorpionartige Tiere, die einen mit Gift bespucken. Gegen Selbige helfen wieder die starken Schwerthiebe. Und während ich noch gemächlich durch den Wald spazierte und die Fauna schädigte, wurde ich plötzlich hinterrücks von missgünstigen Elfen mit Pfeilen beschossen. Die Mistkerle sind wirklich noch penetranter als Necker! Leider konnte ich die Baumkuschler im nächtlichen Dickicht nicht entdecken und sie das Füchten lehren, deshalb habe ich einfach mein Schutzzeichen angeschmissen und bin weiter spazieren gegangen. Nun kenne ich vermutlich jeden Waldweg rund um Flotsam. Als ich gerade mal wieder den missgünstigen Bogenschützen entgangen war, traf ich auf einen Mann, der einsam im Wald herumstand und mich bat, seinen Kollegen zu retten, der im abgebrannten Irrenhaus in der Nähe verloren gegangen ist. Erfahrungspunktegeil wie ich bin, sagte ich natürlich zu und prompt wurden wir von einer Schar verrückter Necker angegriffen. Ist die Ruine etwa ein Haus, das Verrückte macht? Was wird mich darin erwarten? Ein schreckliches Ungeheuer, das alle in den Wahnsinn treibt, oder eine nervenzerfetzende Jagd nach dem Passierschein A38? Ich bin gespannt…

PS: Immer noch kein Briefkasten in Sicht.

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