Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 11

Episode 11: Baby, red‘ mir eine Frikadelle ans Ohr

 

Wenn Roche nicht will, räuchere ich die Bande halt alleine aus, püh! Aber da das nach Hauptquest riecht, wird die Sache erstmal ignoriert.

Vom Lager der Blauen Streifen aus erkundete ich weiterhin die Gegend und stellte fest, dass die Blauen Streifen sogar ihren Privatstrand haben. Was für ein Luxus! Leider fehlen die Sonnenschirme und die Cocktailbar, aber man kann ja nicht alles haben. Dafür lag dort ein Ruderboot, mit dem man zum Schiff der Blauen Streifen rudern konnte. Was ich auch prompt getan habe. Leider gibt es dort außer einer Truhe mit vergifteten Wurfmessern nichts Interessantes. Roche kennt mich und meine Gewohnheiten wohl gut genug um seine Achterkajüte plünderungsdicht zu verrammeln.

Also weiter durch die Landschaft. Am Strand entlang ging es zu der Stelle, an der Sabrina Glevissig verbrannt wurde. Ich beschloss, sie später zu untersuchen – das riecht mir derzeit auch zu sehr nach Hauptquest. Der nächste Weg führte an einigen nun nicht mehr lebenden Banditen vorbei zu einem Zwergentor, das leider abgeschlossen war. Notiz an mich – irgendwie den Schlüssel organisieren! Ein paar Harpyien später hatte ich dann die bespukte Hütte gefunden. Drinnen fand sich nichts Interessantes, aber hinter dem Haud gab es einen schmalen Durchgang zu einem Friedhof, wo angeblich der Heiler und seine drei Töchter begraben sein sollten. Die Grabsteine enthüllten aber die Namen zweier Männer und zweier Frauen, sowie einige seltsame Zeichen. Irgendwas passt da nicht. Hinter der Hütte befand sich ein Fässerstapel, der sich mit dem Aard-Zeichen wegschubsen ließ. Darunter kam eine Falltür zum Vorschein, die in einen Keller mit drei Altären führte. Die Zeichen auf den Altären entsprachen den Zeichen auf den Grabsteinen und nachdem ich die Kerzen auf den Altären in der richtigen Reihenfolge anzündete, glitt ein Teil der Mauer beiseite und enthüllte eine geheime Kammer. Dort fand ich einen Zettel mit sinnlosem Kauderwelsch. Egal, wer weiß, wozu man den noch brauchen kann, das Gesetz des Rollenspiels lehrt, dass solche verschlüsselten Nachrichten grundsätzlich wichtig sind. Also eingesackt, den Wisch.

Am Strand unter dem Haus tummelten sich drei weibliche Geister, die mir einreden wollten, dass der bespukte Soldat an ihrem Tod schuld sei. Ich werde noch einmal mit ihm reden und herausfinden, ob er mir die Wahrheit gesagt hat.

Auf dem Rückweg zum Lager erschlug ich auf der Wiese noch ein paar Moderhäute bis ich wieder eine Stufe aufgestiegen bin und probierte anschließend den letzten möglichen Weg aus. Dort kam ich nicht weit. Nach einigen Schritten kam mir ein zorniger Troll entgegen, der im Gegensatz zu seinem Artgenossen aus Flotsam auch nicht mit sich reden ließ, sondern gleich zum Angriff überging. Warum? Hat er zu lange in der Sonne gesessen? Auch Weggehen und erneutes Wiederkommen half leider nicht, den Troll von seiner Mordlust abzubringen. Deshalb habe ich ihn schweren Herzens erschlagen müssen, weil er meinem Geländeerkundungstrieb im Weg stand. Der Weg in dem er sich befand endete allerdings schon nach kurzer Zeit in einer Sackgasse. Seltsam. Ich hoffe, ich habe da nicht gerade aus Versehen eine Quest vernichtet.

Nachdem ich in der Truhe beim Zwergenhändler einiges an Zeug eingelagert und somit mein Inventar erleichtert hatte, kehrte ich ins Lager zurück und redete mit diversen dort herumsitzenden Soldaten. Wer weiß, vielleicht hat ja noch jemand eine Quest für mich? Da ich Odrin geholfen hatte, ließen mich die Wachen netterweise den gefangenen missgünstigen Elfen verhören. Ich bekam aus ihm heraus, dass Letho seine gesamte Scoia’tael-Einheit niedergemetzelt hatte, sich in der Gegend um Vergen versteckt hielt und mit seinen beiden Kumpanen, die ebenfalls Hexer sind, etwas plante, was eine redanische Gesandtschaft betraf. Was aus Triss geworden war, konnte er mir zwar nicht sagen, aber immerhin, jetzt weiß ich, dass der Königsmörder sich noch nicht sonstwo hin verpieselt hat. Unterwegs lief mir auch noch Zyvik über den Weg, den ich auch erstmal über alles Mögliche ausgequetscht habe.

Zyvik erwies sich als wahrer Quell der Redseligkeit. Nun weiß ich, dass ich zur Aufhebung des Fluches Henselts Amulett brauche, sowie Saskias Schwert und das Banner des Grauen Fähnleins. Dummerweise befinden sich letztere Artefakte auf der anderen Seite des Nebels in Vergen. Das heißt, ich muss irgendeinen Weg finden, um den Nebel herumzukommen oder durch. Letzteres dürfte sich als schwierig gestalten, da ich beim letzten Mal, als ich aus Versehen hineingeriet,, nach einigen Sekunden einfach tot war. Aber mal abwarten, die Wege des Plots sind unergründlich oder so. Für alle Fälle schenkte Zyvik mir schon mal seine Bärenfellmütze, damit ich sie bei den Gefallenen seiner alten Einheit ablege wenn ich mir das Artefakt hole.

In der Nähe von König Henselts Zelt fand ich den Söldner Adam Pangratt, den ich im Armdrücken schlagen muss. Da er anscheinend nicht gegen jeden armdrückt, nannte er mir erst einige Leute, gegen die ich vorher antreten soll. Schön, wenn du willst… Allerdings erzählte er noch einige interessante Details über das Söldnertum und vergangene Schlachten. Henselt saß in seiner Loge über der Arena und sah sich die Kämpfe an. Als er mich sah, wollte er mich überreden, sein Leibwächter zu werden und ich redete mich heraus. Ganz schlechte Idee, Henselt. Du weißt doch, was mit dem letzten König passiert ist, dessen Leibwächter ich war…

Da die Frikadelle an meinem Ohr immer noch nicht groß genug war, plauderte ich noch eine Weile mit weiteren Soldaten im Lager um die allgemeine Stimmung zu erkunden. Die Nilfgaarder kamen dabei nicht besonders gut weg und es ist interessant, was Roche unter den Kaedwenern für einen Ruf hat. Sie haben anscheinend Angst vor ihm und behaupten, er wäre ein Verrückter, der Elfen die Ohren abschneiden und sie zum Frühstück verspeisen würde. Ich frage mich, wie viele dieser Gerüchte er selbst in die Welt gesetzt hat, denn ein gewisser Ruf kann schon helfen – mit meinem Beinamen ‚Schlächter von Blaviken‘ habe ich ja auch in Flotsam schon mal erfolgreich jemanden eingeschüchtert.

Nach so viel Gerede stand mir der Sinn wieder nach etwas Schwertarbeit und ich forderte den Schlächter von Cidaris zum Partnerduell mit dem Sohn des verzweifelten Vaters heraus. Zwei gegen zwei. Gleich darauf standen wir auch schon in der Arena und wieder erwies sich der reine Schwertkampf als nicht tauglich. Also alles nochmal von vorne und ordentlich Igni reingebuttert. Zum Glück habe ich Energie mittlerweile gut gesteigert, sodass ich da ordentlich was reinhauen kann. Nach der Feuerballerei hat das Schwert dann den Rest erledigt und vom dankbaren Vater erhielt ich genau wie von Odrin die Information, dass der Verschwörer Vinston Traut sich unter dem Bordell versteckt hält. Nach dem Kampf forderte mich Proximo, der Aufseher der Arena, dazu auf, an einem richtigen Ritterturnier teilzunehmen. Klar doch, irgendwann gerne. Wo Ruhm und Erfahrungspunkte winken, bin ich nicht weit.

Dann nahm ich mir die Höhle noch mal vor und fand hinter einem Ausgang endlich das gut abgesperrte Lager der Nilfgaarder. Es gab zwar neue Moderhäute in der Höhle, aber keine Golems und Grallen. Dafür war die Beute so reichlich, dass ich gar nicht alles auf ein Mal abschleppen konnte. Da muss ich dann wohl noch mal runter – aber erst wenn die Moderhäute wieder da sind.

Jetzt hatte ich immer noch nicht mit dem bespukten Soldaten geredet – aber hey, dafür habe ich den Anfang der Würfelpokerquest gefunden.

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