Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 15

Episode 15: Der Exorzist oder wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Ein Blick ins Questhandbuch zeigte mir: Der Moderhaut-Vertrag ist tatsächlich die letzte Nebenquest, die ich noch nicht erledigt habe. Nachdem ich dank gut angewachsener Barschaft noch einmal ausgiebig Bücher shoppen ging, machte ich mich an das Verbrennen der Leichen und erschlug dabei die letzten Moderhäute. Die letzte der neun zu verbrennenden Leichen habe ich allerdings ziemlich lange suchen müssen – sie war abseits gut versteckt. Ansonsten war es ein völlig unspektakuläres Hexer-Tageswerk. Proximo zeigte sich hoch erfreut und händigte mir meine Belohnung aus. Eigentlich müsste ich nun mit Henselt reden, aber ich war ja nun ein paar Tage in Vergen. Das hieß, die Moderhäute in der Höhle waren bestimmt wieder neu geschlüpft. Ein Besuch dort zeigte mir, dass Dieses der Wahrheit entsprach. Also habe ich schnell noch ein paar Erfahrungspünktchen eingesammelt, denn Kleinvieh läppert sich nach einer Weile ja auch.

Nun gab es wirklich keinen Grund mehr, die Hauptquest zu ignorieren und ich begab mich zu Henselt. Dieser zeigte sich erfreut, dass ich in Vergen erfolgreich war, und von einem Moment auf den anderen befanden wir uns auch schon am Ort von Sabrina Glevissigs Hinrichtung. Ich erklärte Henselt, dass er derjenige sein müsste, der Sabrinas beschworenen Geist im richtigen Moment mit der Lanzenspitze erstechen müsste, bevor sie es schafft, den Fluch fertig auszusprechen. Dann gab ich dem König den von Detmold erhaltenen magischen Staub und schickte ihn von einem Aussichtspunkt aus über das Gelände, um den in Detmolds Buch abgebildeten magischen Kreis zu ziehen. Dann warf ich noch schnell eine Schwalbe ein und entzündete dann den Kreis mit dem Igni-Zeichen. Sabrinas Geist erschien und brachte eine Horde Erscheinungen mit. Während Henselt vor der den Fluch brüllenden Sabrina stand, bereit im richtigen Moment zuzustoßen, schlug ich mich mit den Erscheinungen herum, was dank Quen und viel Schwertklopperei kein Problem war. Schließlich schrie ich Henselt zu, dass jetzt der richtige Moment wäre und der König von Kaedwen erledigte zu meinem Erstaunen das Ganze ganz ohne eines der gefürchteten Quicktime-Events bravourös. Sabrina und die übrigen Geister verschwanden und ich stieg mit einem Schlag zwei Stufen auf. Henselt lud mich zu einer Audienz in sein Zelt ein weil er sich bei mir bedanken wollte. Vielleicht bekomme ich ja nun endlich sein Amulett, das ich für das Loswerden der Geisterschlacht brauche! Da ich nun wieder steigern durfte, habe ich nun fünf Portionen Mana im Energiebalken. Und so habe ich auch gleich fröhlich die Ertrunkenen, die mir auf dem Heimweg auflauerten, mit Igni lässig weggekokelt ohne das Schwert ziehen zu müssen. Nun ist das gute alte Pyromanenfeeling aus dem ersten Witcher endgültig wieder zurück! Flieht vor Geralt von Riva, dem wandelnden Flammenwerfer, ihr Ungeheuer und sonstigen Gegner! Und das Beste – wenn ich noch mal steigere, habe ich sogar noch zwei Schüsse mehr in der Energieleiste… Hach…

Vor Henselts Zelt standen mehrere redanische Soldaten. Moment. Was hatte der Elf noch mal von den Königsmördern und einer redanischen Gesandtschaft gesagt? Vorsorglich suchte ich die ganze Umgebung um Henselts Zelt ab, fand aber nichts weiter Verdächtiges. Na dann weiß ich auch nicht, was ich sonst noch tun sollte. Ab zum König.

In Henselts Zelt traf ich außer dem König auch den redanischen Gesandten an. Dieser erklärte, dass Foltests Sohn Boussy unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen wäre und nun nur noch seine Zwillingsschwester Anais als Thronerbin in Frage käme. Er ließ anklingen, dass Redanien durchaus Interesse an Anais‘ Thronbesteigung hätte und Henselt gefälligst nicht gierig auf Temerien schielen sollte. Soso, Boussy, der kleine Junge aus dem Prolog, ist tot. Das würde mich ja interessieren, was da los war. Henselt fragte mich über Anais aus und ich versuche ihm zu erklären, dass sie bestimmt in ein paar Jahren eine gute Königin sein würde. Immerhin war Anais damals sofort mutig auf Foltest zugelaufen, während Boussy sich weinend hinter dem falschen Priester alias Letho versteckt hatte.

Das Gespräch wurde jedoch abrupt unterbrochen, als sich eine schattige schlanke Gestalt von hinten an den redanischen Gesandten anpirschte und ihm die Kehle durchschnitt. Unter einer Kapuze blitzten zwei Hexeraugen mit schlitzförmigen Pupillen auf. Verdammt, das ist einer der Königsmörder! Ich schleuderte ihn mit Aard rückwärts aus dem Zelt und stürzte mich in den Kampf. Sie waren zu zweit. Nun, ich habe gekämpft wie ein Hexer – Igni was der frisch gesteigerte Energiebalken hergab und zwischendurch fleißig ausweichen, bis ich wieder hexen konnte. Erstaunlicherweise hexten die beiden gar nicht, obwohl sie eindeutig Hexer waren. Selbst Schuld, ich war stärker, höhö! Nachdem ich mit ihnen fertig war, kamen Sile de Tansarville und Detmold hinzu und einer der Königsmörder konnte fliehen. Der zweite blieb tot am Ort des Geschehens zurück.

Detmold schlug vor, dass er mit einem Zauber die letzten Erinnerungen des Toten heraufbeschwören könnte um an Informationen zu kommen. Sile schmeckte das gar nicht, da sie Nekromantie ablehnte und es überhaupt verboten sei. Detmold schien das überhaupt nicht zu kratzen, zumal sich Henselt dafür aussprach, und beleidigt zog Sile ab. Da Detmold bei dem Ritual meine Hilfe brauchte, folgte ich ihm zum Sanitätszelt, wo der tote Assassine auf dem Obduktionstisch lag. Nachdem ich einen Vitalität spendenden Trank eingenommen hatte, schickte Detmold mich in die Erinnerungen des verhinderten Assassinen…

Die Welt wurde schwarz-weiß. Als Königsmörder Auckes wanderte ich zusammen mit meinem Partner Serrit durch die Schluchten in der Umgebung des Lagers und wurden auch gleich von einigen Harpyien angegriffen, die wir in Hexermanier erledigten. Allerdings stellte ich fest, dass ich keine Zeichen wirken konnte – das erklärt auch, warum der Kampf gegen die Beiden im Gegensatz zum Kampf gegen Letho so einfach war. Was sind denn das für Luschen-Hexer. Serrit und ich standen schließlich vor der verschlossenen Zwergentür, die ich als Geralt schon vergeblich zu öffnen versucht hatte. Nun ließ sie sich öffnen und wir traten in eine hübsche Zwergenmine. Serrit foderte mich auf, ihm genau in seinen Fußspuren zu folgen, weil überall auf dem Boden die gleichen Fallen lagen, die schon im Wald von Flotsam großzügig überall verteilt waren. Und in diesem Moment habe ich Detmolds Geduld und Zauberkraft wirklich strapazieren müssen. Immer wieder musste er mich zurück schicken weil ich eine dieser blöden Fallen erwischt und selbige mich sofort erledigt hatte. Erwähnte ich schon, dass Serrit und Auckes Luschen-Hexer sind? Geralt hat so eine Falle gerade mal etwas gezwickt… Na ja, das ist wohl Deux Ex Spielercharakter oder so. Nachdem ich das Fallen-Minenfeld doch noch erfolgreich navigiert hatte, trafen wir in einer Höhle auf Letho und ich erfuhr einige interessante Dinge. Die Auftraggeberin der Königsmörder war niemand anderes als Sile de Tansarville, die falsche Schlange! Kein Wunder, dass sie so dagegen war, dass Detmold die Erinnerungen beschwören wollte! Ich bin nun wirklich überzeugt, dass sie hinter der ganzen Quadratmünzerei steckt. Letho wollte sich auf den Weg nach Loc Muinne machen, während Serrit und Auckes sich um Henselt kümmern sollten.

Und so pirschten wir uns durch das Heerlager und die Höhle des endlosen Moderhautnachschubs bis wir schließlich vor Henselts Zelt standen. Und wer kam dort mit gezogenem Schwert heraus? Geralt von Riva höchstpersönlich. Wow. Als Königsmörder gegen den eigenen Spielercharakter kämpfen – wie schizophren kann dieses Spiel noch werden? Na dann mal los, mal schauen wie weit ich komme. Es gelang mir tatsächlich, durch fleißiges Ausweichen und Warten, bis Geralts Quen wieder unten war, ihm einige Hiebe zu verpassen, bis mich der unweigerliche Exitus ereilte.

Dann erwachte ich als Geralt wieder neben dem Obduktionstisch, die Welt erstrahlte wieder in schönsten Farben und erzählte Detmold, was ich gesehen hatte. Dieser gab mir den bei Auckes‘ Leiche gefundenen Schlüssel zur Zwergenmine und dann stürzte das Spiel ab…

Beim Neu laden fand ich keinen neuen Schlüssel im Inventar, aber da ich keine Lust hatte, die ganze Assassinengeschichte noch mal durchzuspielen, machte ich mich so auf den Weg zum Mineneingang. Unterwegs schaute ich noch mal in meinem WG-Zelt vorbei, wo Ves und Roche gerade schliefen. Ja, ich renne hier den Königsmördern hinterher und ihr verpennt alles.

Auch ohne sichtbaren Schlüssel im Inventar ließ sich die letzte verschlossene Tür des Gebiets nun endlich öffnen und ich betrat die Mine. Sofort stellte sich mir ein Gargoyle entgegen, der nach seinem Exitus in einem Feuerball explodierte und mich ziemlich ansengte. Notiz an mich für die Zukunft: Gargoyles nach dem finalen Hieb wie Moderhäute behandeln und mich mit einer Hechtrolle in Sicherheit bringen. In langwieriger Arbeit entschärfte ich die ganzen Fallen, die mir als Auckes so zugesetzt hatten und sammelte sie ein. Vor der Tür zu Lethos Lauer erwartete mich ein weiterer Gargoyle, der auch unter den Hieben des Silberschwerts fiel. Dann öffnete ich die Tür und fand mich einem Golem gegenüber. Das riecht geradezu nach dem Werk einer Zauberin! Ich knüppelte den Golem auch nieder und fand den im Sterben liegenden Serrit. Er erwähnte Sile und gemeinsame Erlebnisse bevor er starb. Sein Tod triggerte bei mir eine weitere Rückblende. Einsam durchstreifte ich die Welt auf der Suche nach Yennefer und der Wilden Jagd, die an verschiedenen Orten immer wieder Menschen entführt hatte. Bei Serrits Leiche fand ich ein Tagebuch in dem er schrieb, dass er mich eigentlich mochte und von mir noch etwas lernen konnte. Gemein, dass ich mich nicht erinnere, aber wie es aussieht, waren wir sogar für einige Zeit Reisegefährten. Um einige Erkenntnisse reicher kehrte ich zurück zum Lager und schmiss bei Sonnenaufgang noch Roche und Ves aus dem Bett. Mit Letzterem unterhielt ich mich noch über die derzeitige Stimmung im Lager. Wie es scheint, ist Roche über die derzeitigen Entwicklungen überhaupt nicht glücklich. Die sich vermutlich anbahnende Allianz zwischen Henselt und Nilfgaard bereitet ihm Magenschmerzen und er hofft von ganzem Herzen, dass Saskias Armee Henselt ordentlich eins auf den Deckel gibt. Ein geschwächter Henselt könnte dem ebenfalls durch den Königsmord geschwächten Temerien nicht so gefährlich werden. Ich hoffe ja auch, dass Saskia gewinnt, erstens weil sie und ihre Ideale wirklich sympathisch waren und zweitens um Zoltans Willen…

Wie sich bei Henselt herausstellte, war Sile des Tansarville geflohen, aller Wahrscheinlichkeit nach in Richtung Vergen. Ich bekam Henselts Amulett und erklärte, dass ich nun bereit wäre, der Geisterschlacht entgegenzutreten. Detmold warnte mich, dass sich Vandergriff allem Anschein nach in einen Draug verwandelt hätte. Ich nahm all meinen Mut zusammen und mit allen Artefakten bewaffnet und einer Schwalbe intus betrat ich tapfer den Nebel…

Der Geist eines Soldaten aus Aedirn übernahm meinen Körper. Ich stand mit mehreren Kollegen hinter einer Barrikade und ihr Gespräch überzeugte mich wieder einmal von der Sinnlosigkeit dieses Krieges. Eigentlich hatten sie gar nichts gegen die Kaedwener, ganz im Gegenteil, der nette Schwager eines Soldaten stammte aus Kaedwen, und nur die Umstände hatten sie auf dieses Schlachtfeld geführt. Ihr vorgesetzter Offizier stauchte sie ordentlich zusammen und schickte uns die Standarte des Gegners zu erobern. Wir stürmten los und auch ohne Zeichen gelang es mir, einen Drauguren niederzuschlagen und die Standarte zu schnappen. Da verließ mich der Geist des Aedirners und der Geist eines Kaedweners fuhr in mich. Meine Aufgabe: Vandergriff zu melden, dass das Banner des Grauen Fähnleins erobert worden war. Ich hetzte durch feindliches Pfeilfeuer von Barrikade zu Barrikade und stand schließlich vor Vandergriff, der keinerlei Ähnlichkeit mehr mit einem menschlichen Wesen hatte. Er war ein überdimensionales Ungeheuer aus Holzteilen, das eher wie ein Bossgegner aussah, der aus World of Warcraft ausgebrochen war. Neben Vandergriff stand Sabrina Glevissig und die Beiden stritten sich. Dann gingen Vandergriff und seine Eskorte um sich in die Schlacht einzumischen und Sabrina blieb allein zurück. Sie schien mich nicht wahr zu nehmen, rammte ihren Zauberstab in den Boden und vollführte ein Ritual. Daraufhin erschienen die Projektionen Philippa Eilharts, Sile de Tansarvilles und zweier Zauberinnen die ich nicht kannte. Die Zauberinnen waren sich einig, dass Henselt die Schlacht nicht gewinnen durfte, weil die Loge der Zauberinnen mit Ober-Aedirn andere Pläne hätte. Sabrina erklärte sich bereit, Henselts Sieg zu verhindern, auch wenn die anderen danach ihr danach nicht mehr helfen könnten. Aha, das erklärt natürlich, warum sie das ganze Schlachtfeld inklusive beider Armeen abgefackelt hat. Und da schlug das Metagaming auch schon voll zu – aus den Romanen weiß ich, dass auch Triss Merigold Mitglied der Loge der Zauberinnen ist. Au Backe. Das heißt, dass ich selbst meiner Triss nicht mehr trauen kann?

Viel Zeit zum Überlegen blieb mir nicht, da auch schon der aedirnische Kriegsheld Seltkirk meinen Körper übernahm. Als Seltkirk kämpfte ich mich zum mutierten Vandergriff vor, mit dem sich Seltkirk damals das entscheidende Duell geliefert hatte. Es gelang mir, Seltkirks Geist davon zu überzeugen, dass ich als Hexer besser geeignet wäre, das Monster zu bekämpfen und nach einigem Hin und Her lenkte Seltkirk schließlich ein.

Also begann es. Der augenscheinliche Bossgegner dieses Kapitels und ich. Beim ersten Anlauf war ich so schnell tot, dass ich befürchtete, einem zweiten Kayran gegenüber zu stehen. Bevor man überhaupt wirklichen Schaden macht, muss man zuerst die Rüstung des Vandergriff-Draugs knacken. Ich probierte alles Mögliche – Igni, Bomben, Wurfmesser – Alles zeigte kaum einen Effekt. Im sechsten Anlauf konzentrierte ich mich auf das Wesentliche. Quen anwerfen, hinlaufen, zwei, drei harte Schläge austeilen, einmal was aufs Quen gehauen bekommen was die Hälfte des Schadens auf den Draug zurückschmeißt, weglaufen, wieder Quen anwerfen, zwischendurch Pfeilen und Feuergeschützen ausweichen, wieder zwei, drei starke Schläge auf den Draug… Ich war wirklich dankbar für meine gut ausgebaute Energieleiste und habe in mühevoller fleißiger Schwertarbeit den Draug schließlich erledigt.

Dann wurde ich vom Geist eines Priesters übernommen, als der ich eine Gruppe Soldaten aus dem Inferno zu Henselt an den Rand der Schlacht führte. Dieser ließ gerade Sabrina Glevissig festnehmen und verurteilte die zum Tod durch Verbrennen. Dann wurde es schwarz um mich und ich bekam eine weitere Vision. Ich rettete Letho das Leben als er gerade kurz davor stand, von einem Ungeheuer gefressen zu werden, und gemeinsam mit Serrit und Auckes setzten wir uns auf die Spur der Wilden Jagd. Soso, wir waren also tatsächlich mal Freunde oder zumindest Kameraden. Aber warum wir uns getrennt hatten und ich schließlich ohne Gedächtnis kurz vor Kaer Morhen gefunden wurde, weiß ich immer noch nicht.

Ich erwachte im Bordellzelt, vor mir ein besorgter Rittersporn, der mich ohnmächtig auf dem ehemaligen Schlachtfeld gefunden hatte. Anscheinend war ich drei Tage lang weggetreten. Währenddessen hatte Henselt sich mit seinen Adeligen über Privilegien im hoffentlich bald besetzten Ober-Aedirn und seine angebliche Kollaboration mit Nilfgaard herumgestritten und Roche hatte eine Reise nach Kaedwen unternommen und herausgefunden, dass die Leute dort auch nicht sonderlich glücklich über Henselts freundliche Kontakte zu Nilfgaard waren. Wegen der ganzen Streitereien war Henselts Heer erst heute kurz bevor ich aufwachte nach Vergen ausgerückt. Aber noch etwas anderes war passiert – Da ich den Fluch von Henselt genommen hatte, hatte Detmold es geschafft, einige Quadratmünzenverschwörer zu erwischen und hängte und folterte nun fleißig diverse Leute. Rittersporn erzählte mir, dass er bei einem seiner zahlreichen Bordellbesuche ein Gespräch zwischen Whistling Wendy und einem der Verschwörer belauscht hatte – sie wollten sich heute bei der Spukhütte an den Klippen mit ihrem Anführer treffen. Ein Anführer, hm. Dann steckt wohl doch nicht Sile dahinter. Aber wer dann? Geralt schien es schon zu ahnen, weigerte sich aber, seine Gedankengänge mit mir zu teilen. Klar war jedenfalls, wenn Detmold sich gerade durch die Reihen der Verschwörer folterte, dass Rittersporn schleunigst von hier verschwinden musste. Schließlich stammte dieses dumme Anti-Henselt-Pamphlet aus seiner Feder. Ich überredete Rittersporn zu einer Reise nach Oxenfurt und machte mich auf zu neuen Abenteuern. Bevor ich irgendwas Weiteres unternehme, muss ich mir unbedingt die tolle Draug-Rüstung bauen lassen, für die ich nun endlich alle Teile zusammen habe. Leider standen vor dem Lagertor zwei Wachen, die mich auf Anordnung Detmolds nicht hinein ließen. Was soll das, ich will zum Schmied! Das Lager des Trosses war auch ausgestorben und auf dem nun nebelfreien Weg nach Vergen wurde ich ebenfalls von zwei Kaedwenern aufgehalten, die auf Befehl Detmolds niemanden durch lassen wollten. Menno. Dann wird es leider wohl doch vorerst nichts mit der Draug-Rüstung. Na ja, rede ich erstmal mit Roche, vielleicht mag der mir erzählen, wie seine Kaedwen-Reise war. Im Lager der Blauen Streifen erlebte ich die nächste unangenehme Überraschung. Alle meine Freunde waren spurlos verschwunden, stattdessen blockierten mehrere Kaedwener den Eingang zu unserem WG-Zelt und bedeuteten mir, zu verschwinden, während ein weiterer Kerl das Zelt durchsuchte. Was verdammt noch mal ist hier los? Hat Detmold sich auch Roche geschnappt und foltert ihn wohlmöglich gerade? Ich kann mir schon denken, dass er als temerischer Agent die Quadratmünzler nur zu bereitwillig mit Informationen versorgt hat. Und wo sind alle anderen? Vielleicht hat Ves ja einen taktischen Rückzug auf das Schiff angeordnet, das sich im Fall der Fälle leichter verteidigen lässt. Da werde ich beim nächsten Mal zuerst nachschauen. Und wenn ich so nicht ins Lager komme, muss ich erstmal mit den Verschwörern reden und mich dann irgendwie über die Höhlen und einen anderen Einfang einschleichen. Hoffentlich sind die Verschwörer gesprächsbereiter als Traut. Ich will ihnen doch nichts Böses. Und Roche darf nicht sterben! Nun, wo Rittersporn auch weg ist, ist er der einzige Freund den ich noch habe…

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