Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 19

Episode 19: V wie Vernondetta

 

Bras von Ban Ard war so nett und bastelte mir noch meine letzten gewünschten Ausrüstungsteile. Nun war ich wirklich für alle Eventualitäten ausgerüstet und begab mich ins temerische Lager. Baron Kimbolt war höchst empört über die Anschuldigungen und behauptete, der Befehl zur Kursänderung wäre eine Fälschung. Das könnte sein Alchimist leicht nachweisen. Na gut, ich bin ja niemand, der Leute vorschnell verurteilt, also machte ich mich auf die Suche nach dem Alchimisten.

Dieser lag sturzbetrunken auf einer Pritsche vor seinem Labor und gab nur seltsames Gestammel von sich. Na gut, alles andere wäre ja auch zu einfach gewesen. Ich durchsuchte sein Labor und fand einen alten, an Kimbolt adressierten Bericht über die Folterung Aryan La Valettes, diverse Notizzettel und eine verschlüsselte Anleitung. Wenn das Dokument echt ist, also wirklich von Kimbolt stammte, sollte es sich nach alchimistischer Behandlung blau färben. Ich betrachtete eingehend den Tisch voller Chemikalien. Was solls, selbst ist der Hexer, pansche ich einfach mal was zusammen, was nach dem verschlüsselten Rezept sinnvoll klingt, und probiere es an einem der Notizzettel aus. Beim ersten Versuch war ich gleich erfolgreich – Das Papier färbte sich blau. Also unterzog ich den angeblichen Befehl des Barons der gleichen Prozedur – Dieser färbte sich orange. Das heißt, es ist eine Fälschung. Oder Kimbolt hat absichtlich ein anderes Papier genommen. Das hier ist immerhin The Witcher, da tut man gut dran, den Leuten grundsätzlich nicht weiter als von der Wand bis zur Tapete zu trauen. Also tat ich so, als würde ich den Beweis erst mal glauben, und berichtete Kimbolt von meinen Ergebnissen. Dieser zeigte sich hoch erfreut und lieferte mir gleich den Grafen Maravel mit dem unergründlichen Schuhregal als neuen Verdächtigen – Schließlich unterhalte Maravel einen regen Briefverkehr mit den Nilfgaardern. Am Rondell in der Mitte des Lagers würde jemand warten, der mir den Boten zeigen könnte. Als ich ging, verhandelte Kimbolt mit ein paar Gepanzerten, die sich eines Problems annehmen sollten.

Bevor ich mich in die Ermittlungen stürzte, wollte ich erst noch mal mit Maravel reden. Dieser wies jegliche Schuld von sich und erklärte mir, dass Kimbolt vor einiger Zeit einen Streit mit ein paar gedungenen Söldnern hatte, die Bezahlung von ihm wollten. Ich sollte doch mal mit den Söldnern reden.

Also suchte ich die Söldner und fand sie schließlich in der Nähe des Zaubererlagers beim Amphitheater. Kaum war ich mit ihnen ins Gespräch gekommen, wurden sie auch schon von den Gepanzerten angegriffen, mit denen Kimbolt gerade erst geredet hatte. Ich half den Söldnern, die Angreifer los zu werden, und zum Dank erzählten sie mir ihre Geschichte. Sie waren von Kimbolt angeheuert worden, einen Konvoi zu überfallen und alle zu töten, aber besagter Konvoi kam nie an, sodass die Söldner nach vier Tagen vergeblichen Wartens die Schnauze voll hatten und ihr Geld wollten. Ich überredete sie, als Zeugen auszusagen, und kehrte zu Maravel zurück. Dieser zeigte sich hoch erfreut und tratschte noch etwas aus dem Nähkästchen. Vor allem an Brigida Papebrock ließ er kein gutes Haar und war äußerst erstaunt, dass Roche mir noch nicht bei einem Bier davon erzählt hatte, dass er erst mit ihr geschlafen und sie dann für seine Zwecke genutzt hätte. Tja, nicht jeder ist so eine Klatschbase wie du, Maravel. Vernon hat im Gegensatz zu diversen anderen Leuten den Anstand, bei seinen Damengeschichten Diskretion zu wahren. Andererseits schade, dass ich nicht mit Brigida darüber reden konnte. Vielleicht hätte sie mir ja verraten, welche Frisur sich unter dem Chaperon des Todes verbirgt. Ich persönlich tippe ja auf schwarze, an den Schläfen leicht angegraute Haare im praktischen militärischen Kurzhaarschnitt – Roche ist nicht der Typ Person, der sich viel Gedanken um seine Frisur machen würde.

Die Geschichte wird immer interessanter. Wie es aussieht, hatten zwei Parteien unabhängig voneinander beschlossen, dass Anais und Boussy Loc Muinne nie erreichen sollten und sind sich dabei gegenseitig in die Quere gekommen. Was für ein Rattennest. Ich sprach Kimbolts Mann beim Rondell an und er führte mich aus dem Lager. Nach kurzer Wartezeit konnte er mir Maravels Boten zeigen, einen wegen schwarzer Magie von der Akademie geflogenen Zauberer. Ich folgte dem Mann, der gleich ein paar Söldner auf mich hetzte. Der hat auf jeden Fall Dreck am Stecken. Nachdem ich die Söldner los war, setzte ich mich wieder auf seine Fährte, nur um dieses Mal von einer Gruppe Nilfgaarder aufgehalten zu werden. Also scheint an Kimbolts Geschichte wirklich was dran zu sein. Ich ließ auch die Nilfgaarder mit Igni gut durchgebraten hinter mir und stellte den Magier schließlich in einem Hof, in dem ich mich schon einmal fleißig mit Gargoyles geprügelt hatte. Der Magier war gemein. Er teleportierte sich so schnell, dass ich gar nicht erst zum Zuschlagen kam, und warf die ganze Zeit mit Feuerbällen auf mich. Nach einer Weile fleißigen Ausweichens hatte ich raus, dass er sich immer nur zu bestimmten Stellen teleportiert und platzierte an einer dieser Stellen eine Yrden-Falle. Als der Magier erst einmal in der Falle zappelte, brauchte es nur drei Schwerthiebe um ihn zu erledigen. Bei ihm fand ich eine Botschaft von Maravel an Fitz-Oesterlen, die von der geplanten Kursänderung des Konvois berichtete, und dass die Kinder an Nilfgaard ausgeliefert werden sollten. Der Plan hat anscheinend sogar geklappt bis auf Boussys versehentlichen Tod und eine Frage. Wenn Anais an die Nilfgaarder gehen sollte, warum hat Detmold sie nun? Oder steht Detmold etwa auch mit den Nilfgaardern im Bund? Verwunderlich wäre es nicht, wenn man bedenkt, wie sie sich bei den Kaedwenern einquartiert hatten. Puh, so viele Verschwörungen überall. Ich verliere langsam den Überblick.

Mit meinen gesammelten Beweisen ging ich zum als ehrlich verschrienen Regenten John Natalis und klagte sowohl Kimbolt als auch Maravel der Verschwörung gegen die temerische Krone an. Natalis hörte mir geduldig zu und erklärte mir dann sein Problem – Sowohl Kimbolt als auch Maravel waren mit ihren eigenen Soldaten angereist und wenn er beide verhaften ließe, wären seine eigenen Leute in der Unterzahl. Wir kamen zu dem Schluss, dass Paktieren mit den Nilfgaardern schwerer wog als akute Gier nach dem Thron. Natalis erpresste Kimbolt mit der Beweislast, ihm in Zukunft bedingungslos zu helfen, und gemeinsam nahmen wir Maravel hoch. Zum Dank bekam ich eine Ehrenmedaille für besondere Dienste am Reich Temerien. Natalis ist eine anständige Haut und mir auf ähnliche Weise sympathisch wie Roche. Wenn die beiden zusammen arbeiten würden, könnten sie durchaus einiges auf die Beine stellen.

Ich schlenderte zurück zum Marktplatz und sah mir meine frisch erworbene Trophäe genauer an. Nicht übel, jetzt weiß ich auch, warum Roche seine Medaille die ganze Zeit trägt: Sie gibt 15 zusätzliche Lebenspunkte und 5 bis 11 mehr Trefferpunkte beim Zuschlagen! Geiles Ding, auch wenn es vom Nutzen nicht ganz an meine Draug-Trophäe heranreicht.

Vor dem Lager der Nilfgaarder stand der Botschafter Shilard Fitz-Oesterlen und redete mit seinen Wächtern. Als ich ihn ansprach, gab es die Option, das Gespräch auf Triss zu lenken. Ich verabschiedete mich auf später, denn ich musste gründlich nachdenken. Es war wieder Zeit für eine der großen Entscheidungen im Spiel.

Auf der einen Seite ist meine Triss die Gefangene der Nilfgaarder, die bestimmt nichts Gutes mit ihr vorhaben. Auf der anderen Seite ist ein kleines unschuldiges Mädchen, deren einziges Pech es ist, den falschen Mann zum Vater gehabt zu haben, der auch noch vor ihren Augen ermordet wurde, die Gefangene des Fieslings Detmold und wer weiß, was er mit ihr machen will. Außerdem verdanke ich es ihrer Aussage, dass ich in Temerien nicht mehr als Königsmörder gesucht werde. Und Roche ist fest entschlossen, sie auch ohne meine Hilfe raus zu holen, und wird sich dabei hundertprozentig auf irgendeine Weise ins Unglück stürzen. Ich kann nicht anders, ich werde meinem Freund helfen, Anais zu befreien. Die Beiden haben durch den Mord an Foltest und alles was darauf folgte schon genug gelitten. Es tut mir Leid, Triss, dass ich dich vorläufig zurückstelle, aber um sinngemäß Casablanca zu zitieren: Die persönlichen Probleme zweier Leute bedeuten einen Dreck in dieser verrückten Welt.

Ich schluckte noch vorsichtshalber einen Schwalbetrank und traf Roche am Eingang zum Lager der Kaedwener, das sich passender Weise in der Kanalisation befand. Schnell erzählte ich ihm, was sich im temerischen Lager abgespielt hatte, was er grimmig zur Kenntnis nahm. Dann schritten wir zur blutigen Tat. Roches Plan war wie immer relativ simpel: Er lautete einfach ‚Reingehen, Detmold abmurksen und Anais befreien‘. Na gut, machen wir es mit der berühmten Thorwaler Standardtaktik – Auf sie mit Gebrüll! So macht es eh mehr Spaß.

Der Eingang zum Lager war von einem Gitter versperrt, hinter dem zwei Wachen standen. Ich behexte den einen mit Axii, damit er keinen Alarm schlug, während Roche sich ganz einfach den anderen durch das Gitter hindurch krallte, ihm den Schlüssel vom Gürtel riss, ihn dabei KO schlug und uns dann aufschloss. Aus irgendwelchen Gründen konnte er es nicht lassen, die Tür dann einfach aufzutreten. Psst, Vernon, wir wollten doch leise sein! Aber Leisetreten war noch nie die Stärke meines blaugestreiften Freundes.

Wir stürmten eine Rampe hoch in das Lager und wurden von zwei Armbrustschützen unter Feuer genommen. Ich lenkte die Bolzen mit meinem Schwert ab und dann zeigte sich wieder die absolute Genialität des Vernon Roche. Und ich dachte schon, sein Hängebrücken-Stunt in Vergen wäre das Optimum an Coolness gewesen, aber das hier hat es noch mal geschlagen. Roche warf mit Anlauf zielgenau über den halben Hof seinen Zweihänder dem ersten Armbrustschützen in die Brust, kletterte dann ohne den Schwung des Anlaufs zu verlieren an meiner Räuberleiter hoch, griff den zweiten Schützen mit bloßen Händen an und warf ihn von der Mauer und zog dann, während ich den Kerl erledigte, ganz cool sein Schwert aus dem ersten Schützen. Einfach nur Wow. Vernon, es ist eine wahre Freunde, mit dir an meiner Seite zu kämpfen. Wir zwei Inglorious Basterds rocken einfach! Komm, jetzt machen wir sie alle platt!

Die erste Angriffswelle der Kaedwener ließ nicht lange auf sich warten. Roche blieb oben auf der Mauer und erledigte die Armbrustschützen, die hinterlistig auf mich schossen. Ich schoss den angreifenden Fußsoldaten erst einmal meine sechs Ladungen Igni entgegen und stürzte mich dann in den Nahkampf, während die Gegner, die das meiste Igni abbekommen hatten, wegen des zusätzlichen Einäscherungsschadens schon von allein umfielen. Ja, mit einem voll durchgesteigerten Geralt macht das Kämpfen so richtig Spaß. Und die Gruppen-Finisher sind eh das Beste – Wenn man genug Adrenalin angesammelt hat, drückt man einfach einmal X und Geralt erledigt in einer spektakulären Cutscene einfach so gleich mehrere Gegner auf ein Mal. Die erste Angriffswelle war geschafft und Roche öffnete für mich von oben das Tor zum zweiten Hof, wo er sich gleich wieder über die Armbrustschützen hermachte. Also der ganze Spaß noch mal von vorne. Igni bis nichts mehr geht und dann Nahkampf – meine liebste Taktik seit dem ersten Witcher. Roche hat anscheinend von mir gelernt und das Prinzip des Beute machens endlich begriffen – er klaute sich eine Armbrust und feuerte fleißig von oben auf meine Gegner. Gemeinheit. Es wäre so schön, selbst mal seine Gegner gemütlich aus der Ferne wegballern zu können. Aber dazu müsste ich mich wohl doch mal in die Gefilde des Egoshooters vorwagen. Nun fing auch noch ein Magier an, Ärger zu machen – Detmolds Schüler. Gut, dass ich die Schwalbe noch eingeworfen hatte. Nachdem auch die zweite Welle Angreifer erledigt war, kam Detmolds persönliche Leibgarde – schwer gepanzerte Krieger. Nun ja, dann grille ich sie halt in ihrer Rüstung. Roche waren zwischendurch wohl die Bolzen ausgegangen, denn er kam von der Mauer runter und half mir im Nahkampf. Um so besser – Ich wartete einfach ab, wer ihn angriff und fiel der betreffenden Person dann in den Rücken, was doppelten Schaden verursachte. Schließlich stand nur noch der Magier, der wie alle Magier in diesem Spiel bisher mit Feuer schmiss, einen magischen Schutzschild anwarf und sich immer wieder weg teleportierte. Aber mit Geduld und Quen war schließlich auch er erledigt. Der Weg zu Detmold war frei und wir stiegen die Stufen zu seinem Versteck hinab.

In einer magisch verriegelten Zelle saß die arme Anais und schaute traurig drein. Leider konnten wir nichts tun außer auf die Tür am anderen Ende des Raumes zuzugehen, hinter der sich Detmold befand…

Und das ist der Moment, in dem der Soundtrack von Sin City lautstark einsetzte und Quentin Tarantino auf dem imaginären Regiestuhl Platz nahm. Kurz gesagt – es kam nie zu einem wirklichen Kampf mit Detmold. Der Zauberer saß vor dem Spiegel, drückte Pickel aus und lästerte mit seinem Lustknaben über König Radovids Garderobe. Da flog die Tür auf und Roche und ich traten ein. Roche knallte Detmold sofort seine Faust gegen das Kinn, was den Zauberer quer über seinen Schreibtisch schleuderte. Ja, ich weiß aus eigener schmerzhafter Erfahrung, wie der Mann zuschlagen kann. Detmold griff nach einem Dolch und wollte zurück stechen, aber ich griff zu und brach ihm den Arm. Jammernd lag Detmold am Boden und Roche kniete sich neben ihn und zog seinen Dolch. Nun, Vernon. Ich habe dich im Namen unserer Glaubwürdigkeit als Jäger des Königsmörders von Henselt abgehalten, aber hier wünsche ich die viel Vergnügen. Mach was du willst, der Kerl hat es verdient.

Und Vernon Roche bewies wieder einmal, dass er seine Versprechen hielt. Er tat mit Detmold das, was Hartigan in Sin City mit seinem Erzfeind tat. Mit anderen Worten, er schnitt Detmold erst gewisse Teile seiner Männlichkeit ab und ihm dann die Kehle durch. Das Blut spritzte über die imaginäre Kamera alias den Monitor und blieb dort für einen Moment kleben. Boah. Das war der letzte Beweis für den lang gehegten Gedanken dass, wenn Quentin Tarantino jemals einen Fantasy-Film drehen sollte, das Ergebnis wohl The Witcher sein wird.

Ich konnte es natürlich nicht lassen, Detmolds Leiche zu plündern und sackte auch gleich seinen Tresorschlüssel ein.

Im Tresor fand ich ein Vermögen von 300 Orens, Detmolds Stab und ein weiteres richtig tolles Stahlschwert. Von den Werten her war es etwas schwächer als mein jetztiges, aber es bot eine zwanzig Prozent-Chance auf den Effekt Einfrieren. Das klingt interessant, ich stecke es mal in meine Schwertscheide um zu gucken, wie das funktioniert.

Mit Detmolds Tod war auch die magische Barriere, die Anais gefangen hielt, zusammen gebrochen und wir konnten die Kleine endlich befreien. Als Roche sich ihr vorstellte, bekam seine sonst so grimmige Stimme auf ein Mal einen ganz sanften Tonfall. Vertrauensvoll nahm sie seine Hand. Ich konnte es natürlich nicht lassen und stellte die Frage, ob es denn so eine gute Idee wäre, sie wirklich Radovid zu geben und Temerien somit zur redanischen Provinz werden zu lassen. Roche hielt dagegen, dass er sein Wort hält, aber ich war der Meinung, dass Natalis auch ein anständiger Kerl ist und als Regent mit Anais in der Hand die ganzen ehrgeizigen Adeligen bestimmt im Schach halten könnte. Das Schwein Maravel ist endgültig aus dem Verkehr gezogen. Und, außerdem, Roche, denk daran, was du gerade ohne mit der Wimper zu zucken mit Detmold gemacht hast. Wenn du verbreitest, dass das jedem, der Anais auch nur Böses denkt, auch passiert, hast du schon gewonnen. Außerdem kannst du bestimmt dafür sorgen, dass Kimbolt in absehbarer Zeit ein unauffälliger Jagdunfall zustößt.

Ich muss wirklich überzeugend gewesen sein, denn ich habe es tatsächlich geschafft, Roche seine Ehrenwort-Prinzipien auszuquatschen. Anais wird die zukünftige Königin Temeriens ohne Fremdeinmischung. Und wie schon erwähnt, wenn zwei ehrliche knallharte Männer wie Natalis und Roche sich zusammen raufen, kann eigentlich nur Sinnvolles dabei rauskommen.

Als wir Detmolds Versteck verließen, erwartete uns ein Kontingent des Ordens der Flammenrose, die uns zu Radovid eskortieren sollten und nicht erfreut waren, dass sich unsere Pläne geändert hatten. Roche schrie Anais zu, sich zu verstecken, und die Inglorious Basterds Temeriens stürzten sich wieder einmal in den Kampf. Obwohl Geralt als neutraler Hexer eigentlich keine wirkliche Nationalität hat und sich die Hexerfestung Kaer Morhen auf dem Hoheitsgebiet Kaedwens befindet, habe ich doch irgendwie immer eine Schwachstelle für Temerien. In Temerien bestritt Buch-Geralt sein erstes Abenteuer mit der Striege, in Temerien befindet sich der Tempel der Melitele mit Nenneke als Vorsteherin, die sich immer sowohl um Geralt als auch später um Ciri gekümmert hat, und in Temerien haben Geralt und ich auch die Handlung des ersten Witcher-Spiels bestritten. Und was Letzteres betraf, erlebte ich gerade einen akuten nostalgischen Rückfall – es geht also wieder gegen den Orden der Flamenrose, genau wie damals in Vyzima. Mit Igni und Schwert machten Roche und ich mit den Ordensrittern kurzen Prozess und verabredeten uns vor dem Eingang zum Amphitheater, wo das Gipfeltreffen gerade beginnen sollte.

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