Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 22

Episode 22: In Vergen hinter den Bergen bei den mehr als sieben Zwergen

 

Und wieder schlüpfte ich in die Haut einer hochwohlgeborenen Person – dieses Mal Prinz Stennis von Aedirn, der sich von Saskia der Drachentöterin Rückhalt für seinen Anspruch auf den Thron erhoffte. Gemeinsam marschierten wir durch das Brachland in Richtung Verhandlung, wo die Adeligen Aedirns gerade dabei waren, Ober-Aedirn an Henselt zu verschachern. Ah, fein, dieses Mal erlebte ich die schon bekannte Szene also von der anderen Seite. Saskia und ich erklärten Henselt, dass er sich seine Invasionspläne sonstwo hin stecken könnte und ließen den Anführer der aedirnischen Adeligen abführen. Das fand Henselt gar nicht lustig und schließlich kam es zum Kampf zwischen allen Beteiligten. Als Stennis briet ich Henselt ordentlich mit dem Schwert eins über und gerade als sich so richtig gut dabei war, kam die Cutscene. Stennis und Henselt verwundeten sich gegenseitig und Stennis ging zu Boden. Als der Priester dazwischen ging, schlug ihn Henselt wie schon beim letzten Mal am Stein tot und der Geisternebel begann zu wallen…

Dann war ich endlich wieder Geralt und marschierte in Gesellschaft meiner Freunde Rittersporn und Zoltan auf Vergen zu. Kurz vor den Toren der Stadt begrüßte uns mit zwergischer Herzlichkeit Yarpen Zigrin, der Rittersporn und Zoltan zur Begrüßung erstmal kräftig drückte und ziemlich irritiert war, dass ich ihn nicht wieder erkannte. Tut mir Leid, Yarpen, ich habe mein Gedächtnis verloren… Schließlich wagte sich auch Iorveth heran und das Klima wurde sogleich frostiger. Anscheinend sind auch die Zwerge nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen. Dann vibrierte auch schon mein Medaillon und der Geisternebel verdunkelte die Sonne. Iorveth und ich machten uns auf den Weg um herauszufinden, was dort los war, während Yarpen rief, jemand sollte die Zauberin holen.

Im Geisternebel erwarteten uns die üblichen Geisterkrieger und Drauguren. Dieses Mal hatte ich es mit dem Kämpfen schon wesentlich besser drauf, sodass es mir gelang, beide von ihnen zu erlegen. Sile de Tansarville öffnete übrigens beim ersten Anblick der Geisterkrieger ein Portal, durch das sie, Detmold unf Henselt sich einfach aus dem Staub machten. Na super, hätte sie das nicht schon letztes Mal machen können? Das hätte Roche und mir eine Menge anstrengender Schwertklopperei erspart. Nun waren Saskia, Iorveth und ich auf uns allein gestellt, denn Stennis lag immer noch mit Schmerzen am Boden. Nachdem die Drauguren erledigt waren, erschien eine weiße Eule und wob einen Schutzkreis um uns herum, der langsam in Richtung Vergen driftete. Saskia half Stennis auf und gemeinsam folgten wir der Eule. Zwischendurch wurden wir immer wieder von Geistern angegriffen, die im Gegensatz zur Tour mit Detmold auch immer noch einen Drauguren mitbrachten. Schließlich erreichten wir den Ausgang des Nebels, wo wir von einem besorgten Yarpen Zigrin erwartet wurden. Die Eule verwandelte sich in die Zauberin Philippa Eilhart, derzeit Vergens residierende Magierin und aus den Büchern als intrigantes Miststück bekannt. Saskia und sie riefen einen dringenden Kriegsrat im Kastell zusammen, an dem ich auch teilnehmen sollte.

Skalen Burdon, der Neffe des Bürgermeisters, führte mich zur Taverne und zeigte mir mein Zimmer. In einer Ecke des Schankraums sah ich die üblichen Faustkämpfer. Gut, die erste Möglichkeit zur sportlichen Betätigung ist also schon mal gefunden. In meinem Zimmer fand ich meine Lagertruhe mit all meinem gesammelten Krempel aus Flotsam wieder. Sehr schön. Jetzt muss ich nur noch einige Brocken Silbererz finden, dann kann ich mir endlich das tolle blaue Meteoriten-Silberschwert schmieden lassen, für das ich in ganz Flotsam nicht genug Silber auftreiben konnte. Nun sollte ich eigentlich zum Kriegsrat, aber was solls – ich plünderte das Schwarze Brett vor der Taverne nach Aufträgen und erkundete erstmal gründlich Vergen. Die Stadt ist wirklich beeindruckend und überall laufen bärbeißige Zwerge herum, die sich tolle Dialoge liefern. Vor dem Eingang zur geschlossenen Mine saß tatsächlich ein Zwerg und sang das berühmte Heihi Heiho-Lied. Gold Gold Gold Gold…

Ich habe es auch gewagt, die berüchtigte Hängebrücke zu betreten, von der Vernon Roche im letzten Durchlauf seinen spektakulären Absturz-Stunt hingelegt hat. Und oh Wunder, ich konnte sie unbeschadet überqueren. Fasziniert lief ich gleich mehrmals auf und ab. Schade, dass man nicht zur Probe auch mal kräftig hopsen kann. In Philippa Eilharts Quartier vibrierte mein Medaillon und auf einem Tisch stand eine kleine Figur, die dem Nilfgaarder Botschafter Shilard Fitz-Oesterlen sehr ähnlich sah. Hm. Was das wohl zu bedeuten hat?

Nachdem ich jeden Winkel Vergens erkundet, eine Menge Zeug geklaut und mit jeden verfügbaren Zwerg geredet hatte, lief ich zum Kastell und besuchte den Kriegsrat. Henselts Armee war fünf zu eins in der Überzahl, was nicht gut für Vergen und Aedirn aussah – alle waren eigentlich froh, dass der Nebel ihnen noch etwas Zeit gab, sich vorzubereiten. Als Saskia Iorveth und seine Truppe vorstellte, war die Reaktion gemischt und vor allem die Menschen unter den Ratsmitgliedern akzeptierten den Anführer der Scoia’tael nur zähneknirschend, weil kein anderer Ausweg blieb. Nachdem alles geklärt war, stießen die Ratsmitglieder an. Saskia trank aus ihrem Pokal und stürzte zu Boden. ui. das ist überhaupt nicht gut. Philippa eilte zu Saskia und ließ sie eilig in ihr Quartier bringen.

Iorveth und ich warteten draußen, bis Philippa schließlich zu uns trat. Saskia war vergiftet worden und nur mit einem Gegengift könnte ihr geholfen werden. Dieses Gegengift bräuchte eine starke magische Komponente, einer der zwanzig Ringe der Macht könnte helfen. Iorveth murmelte etwas davon, sie alle ins Dunkle zu treiben und ewig zu binden und Geralt erklärte, dass er keine Lust hätte, am Ende barfuß einen Vulkan hochzulaufen, woraufhin Philippa die Idee mit den Ringen glücklicherweise wieder fallen ließ. Eine der Zutaten für den Trank war eine Rose der Erinnerung. Und die einzige Rose der Erinnerung, von der ich weiß, befindet sich bei Triss. Das heißt wohl, dass ich irgendwie versuchen muss, Triss zu finden bevor die Nilfgaarder es tun, sie schrumpfen und durch den Nebel verschleppen. Aus dem letzten Durchgang weiß ich ja noch, dass Philippas Assistentin eine Agentin aus Nilfgaard ist… Ich sollte mich vor ihr hüten.

Ansonsten brauchte ich noch eine unterirdische Pflanze, königliches Blut, das starke magische Artefakt, sowie zur Aufhebung der Geisterschlacht das Banner des Grauen Fähnleins und das Schwert. Die anderen beiden Artefakte, die ich auf Roches Seite auch noch mühsam erjagen musste, wollte Philippa mir beschaffen. Nun gut, jage ich mal wieder Questgegenstände. Pass mir derweil gut auf Saskia auf, Iorveth!

Wie zu beginn jedes neuen Kapitels ging es erstmal an die Informationsbeschaffung. Vor der Taverne redete ich mit Iorveths Adjutanten Ele’yas, der eine Belohnung für denjenigen ausgeschrieben hatte, der einige brutale Mordfälle an jungen Elfen- und Menschenmännern aufklärt, die in letzter Zeit geschehen waren. Gerne, immer doch! Dazu sollte ich mich entweder nachts im verfallenen Dorf vor den Stadttoren umsehen oder die Opfer in der örtlichen Gruft untersuchen.

In der Taverne stieß ich auf Rittersporn, Zoltan, Cecil und Skalen Burdon, sowie Sheldeon Skaggs, einen weiteren Freund aus Prä-Gedächtnisverlusttagen. Gemeinsam tranken wir erstmal einen auf die alten Zeiten und ich erwähnte, dass ich die unterirdische Pflanze für Saskias Trank bräuchte. Cecil meinte, dass das Kraut in der alten Mine wachsen würde, die wäre aber geschlossen, weil die Zwerge zu tief gegraben und dabei Ungeheuer aufgeweckt haben. Aha. Das klingt irgendwie vertraut. Aber wozu bin ich ein Hexer? Ich kümmere mich um euer Problem, schließlich habe ich Klein-Moria ja schon mal im letzten Durchgang ohne Probleme leer geräumt. Die Zwerge wollten sich den Monstermetzelspaß nicht entgehen lassen und verabredeten sich mit mir beim Mineneingang. Ich quatschte noch eine Runde mit Rittersporn, der mir unbedingt seine frisch gedichtete Nationalhymne für das freie Ober-Aedirn vorsingen wollte, und begab mich auf die Suche nach meinem nächsten Gesprächspartner.

Philippa Eilhart ließ sich gerade von Cynthia mit einer erotischen Massage beglücken, war aber bereit, mit mir zu reden. Sie erzählte mir von der Schlacht vor drei Jahren, Sabrina Glevissig und dem Fluch, und dass sie eventuell einen Hinweis auf Triss‘ Aufenthalt hätte. In der Taverne gäbe es einen betrunkenen Kerl, der behauptete, er hätte eine Frau aus dem Himmel fallen sehen. Danke, Philippa. Das hilft mir schon mal weiter.

Ich lief weiter zu Prinz Stennis um mit ihm zu überreden, etwas von seinem Blut für Saskias Trank zu spenden. Im persönlichen Gespräch entpuppte sich Stennis als Arschloch erster Klasse. Ich entlockte ihm einige Informationen über den Verlauf der Geisterschlacht, aber als ich mit ihm über Politik reden wollte, wurde er richtig eklig, würgte das Gespräch ab und warf mich raus. Ja, du kannst mich auch mal, Stennis. Der Spitzname, mit dem Yarpen dich bedacht hat, ist definitiv passend. Mal sehen, vielleicht habe ich später noch mal Glück bei ihm.

Nächstes Gespräch: Iorveth. Seine Leute mögen mich übrigens immer noch nicht wirklich. Jedenfalls pöbeln sie mich immer unfreundlich an, wenn ich vorbei laufe. Missgüstiges Elfenpack. Aber was brauche ich euch, wenn es hier so viele coole Zwerge gibt, die mich tatsächlich zu mögen scheinen.

Iorveth schlief schon, aber ich warf ihn einfach aus dem Bett. Er hatte sein Kopftuch zur Abwechslung mal hochgeklappt, so dass ich seine fiese Narbe und sein fehlendes Auge in voller Pracht bewundern konnte. Da tat er mir irgendwie doch etwas Leid. Der arme Kerl muss mal ziemlich eins aufs Maul bekommen haben. Ich zog Iorveth noch ein paar Informationen über die Königsmörder aus der Nase und fand auch heraus, warum er so versessen darauf ist, Vernon Roche zu töten – Roche hatte eine komplette Abteilung seiner Einheit erfolgreich bis auf den letzten Elfen aufgerieben. Zudem ist Vernon der einzige originale Anführer einer Spezialeinheit, der noch am Leben ist, was laut Iorveth bedeutet, dass er seinen Job verdammt gut macht, und je länger er lebt, immer besser darin wird. Deshalb soll er so schnell wie möglich sterben. Tja, Iorveth. Wir beide mögen zwar zur Zeit zusammen arbeiten, aber ich weiß genau, auf wessen Seite ich mich stellen werde, wenn es zwischen euch beiden zu einem entscheidenden Kampf kommen wird.

Da es nun eh Nacht war, stattete ich dem abgebrannten Dorf einen Besuch ab, fand dort aber bis auf ein paar Geister, die mich angriffen, und einen toten Zwerg nichts, was mich bei den Mordfällen weiter gebracht hätte. Auf dem Weg in den Nebel standen einige Elfen und Zwerge Wache. Die Elfen pöbelten mich mal wieder an, als ich vorbei lief. Schade, dass es nicht möglich ist, mit Iorveth diesbezüglich mal ein Wörtchen zu reden. Ich lief durch die Schluchten zum Steinbruch, holte mir in der Hütte die Harpyien-Quest des Hühnchen-Cosplayers ab und erschlug auch gleich die ersten Flatterviecher. Dann spähte ich noch den Weg aus, auf dem Roche und ich damals nach Vergen gekommen waren, und sah in der Ferne den Troll vor seinem Kochtopf sitzen. Da ich noch nicht mit ihm reden wollte, kehrte ich wieder um, lief zum Vergener Markt und meditierte dort bis zum Morgen. Anschließend machte ich mich daran, sämtliches verfügbares Silbererz aufzukaufen und das blaue Meteoritenerz aus meiner Truhe zu holen. Auf dem Weg zum Schmied sprach ich noch mit dem Trinker, der die fliegende Frau gesehen haben wollte. Es war tatsächlich Triss. Anscheinend hatte sie sich beim Teleport verletzt und Letho hatte sie einfach liegen gelassen. Dann hatte ein Troll sie gefunden, beschnüffelt und mitgenommen. Oh je. Hoffentlich ist sie nicht im Kochtopf gelandet. Notiz an mich: Doch bald mal mit dem Troll reden.

Ich ließ mir mein schönes neues Silberschwert schmieden und machte mich auf den Weg zum Mineneingang, wo meine Zwergenfreunde auf mich warteten. Der Abstieg nach Klein-Moria kann beginnen.

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