Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 25

Episode 25: Rechts ist, wo der Daumen links ist

 

Da ich schon mal in der Taverne war, widmete ich mich dem Faustkampf, der auf mich geradezu lächerlich einfach wirkte. Die drei Gegner, die sich mit mir schlagen wollten, ließen sich mit wenigen einfachen Hieben auf die Bretter schicken. Aber auch in Vergen gab es noch einen weiteren Herausforderer – Silgrat, der Bruder des aedirnischen Kriegshelden Seltkirk, der sich unbedingt in Heldentaten beweisen wollte, auch wenn es nur darum ging, einen Hexer im proletarischen Faustkampf zu besiegen. Na ja, auch Silgrat war keine beonders große Herausforderung. Da war Roche als Endgegner schon ein ganz anderes Kaliber. Silgrat fühlte sich durch die Niederlage gegen mich in seiner Ehre gekränkt und wollte, dass ich ihn töte. Die spinnen die Ritter, würde ein gewisser Gallier dazu sagen. Der Junge hat wohl zu viele Geschichten über heldenhaften Zweitkampf gehört und versteht rein gar nichts von Sport. Nachdem ich mich geweigert hatte, ihm den Gnadenstoß zu geben, zog Silgrat tödlich beleidigt ab und erklärte, dass das Ganze noch ein Nachspiel haben würde. Na ja, wir werden sehen, Jüngelchen.

Ich machte mich auf den Weg zu Cecil um mir von ihm den Schlüssel zur Harpyienhöhle zu holen, den er erstmal nicht rausrücken wollte. Daraufhin versuchte ich es mit Erpressung und drohte ihm, ihn vor der ganzen Stadt lächerlich zu machen indem ich überall herum erzähle, dass er Antialkoholiker ist. Das scheint für Zwerge eine der ultimativen Peinlichkeiten zu sein. Grummelnd rückte Cecil den Schlüssel raus und ich konnte mich an die Traumbeschaffung machen. Also lief ich mal wieder durch den nun völlig harpyienfreien Steinbruch und schloss das Tor auf, das sich meinen bisherigen Öffnungsversuchen so eifrig widersetzt hatte. Drinnen erwartete mich eine verwinkelte Höhle, in der mich sogleich mehrere Harpyien angriffen. Ich machte die Probe aufs Exempel und legte eine der Harpyienfallen aus, die auch von einer der Harpyien eingesammelt wurde. Gleich darauf stieg der Zähler der zerstörten Nester. Juchu, dann ist die Frage, wie ich diese Quest zu Ende bringen kann, also auch beantwortet!

Ich arbeitete mich durch die Höhle vor, erschlug fleißig Harpyien, sprengte die letzten Nester und sammelte bunte Kristalle ein. Am Ende der Höhle fand ich einen Stein ganz ähnlich demjenigen, an dem König Henselt den Priester totgeschlagen hatte. Eine Harpyie kam angeflogen und legte einen violetten Kristall in die Mitte des Steins. Plötzlich sah ich in einem Wald Letho, wie er seinem Kollegen Auckes den Kopf König Demavends übergab mit dem Befehl, ihn als Beweisstück für den durchgeführten Mord Sile de Tansarville zu geben. Aha. Damit war Siles Schuld auf auf dem Iorveth-Pfad bewiesen.

Der Stein schien eine Art Abspielgerät für die Traumkristalle zu sein. Ich entnahm dem Stein Lethos Traum und wurde auch prompt von der Harpyienkönigin und ihrem Gefolge angegriffen. Also war mal wieder eine Runde Gemetzel angesagt. Nachdem das ganze Viechzeug erschlagen war, machte ich mich an die Betrachtung der einzelnen in den Kristalen gespeicherten Träume.

Der silberne Kristall zeigte mir einen Zwerg namens Baltimor, der vor unbekannten Verfolgern durch Vergen floh und schließlich vor einer Tür getötet wurde. Hm, Baltimor. Den Namen habe ich schon mal gehört. War das nicht der ehemalige Meister des Runenschmieds der so felsenfest behauptete, nichts mit Saskias Kelch zu tun gehabt zu haben?

Der grüne Kristall enthielt den Traum irgend eines Kerls, der von heißem Gruppensex mit seinen Freunden und Saskia auf dem Heuboden träumte. Die Sau.

Der rote Kristall war besonders interessant. Aus der Vogelperspektive sah ich die Brücke zur Einsiedelei auf der Burg La Valette und Foltest, Roche und mich, wie wir die Brücke überquerten. Nach einem Blick nach oben begannen wir zu rennen. Wow, der Traum muss dem Drachen gehören. Das heißt, dass er sich irgendwo in der Nähe aufhalten muss, wenn die Harpyien es geschafft haben, seinen Traum zu klauen. Aber egal wie – das ist garantiert der mächtigste Traum, also den, den Philippa haben will.

Der blaue Kristall zeigte mir Iorveth an einem reichlich gedeckten Tisch in einem Zimmer in Vergen, wo er gemütlich eine Pfeife schmauchte und auf elfisch vor sich hinbrabbelte, während ein ganzes Schwein über dem Feuer briet.

Nun gut. Jetzt weiß ich einiges über die geheimen Sehnsüchte diverser Vergener. Ich lief zurück in die Stadt und holte mir meine Belohnung für die Exterminierung der Harpyien bei Cecil Burdon ab. Dann spielte ich einige Runden Würfelpoker und schlug alle meine Zwergenfreunde im Armdrücken. Damit wäre mein Ruf im Tavernensport auch wieder verteidigt.

Aber die Geschichte mit Baltimor ließ mir immer noch keine Ruhe und ich schnorrte Runenschmied Thorak um den Schlüssel zu dessen Werkstatt an. Eine Durchsuchung selbiger führte mich zu einer brüchigen Wand im hinteren Bereich, die ich mit Aard einriss und dahinter einige sehr kryptisch klingende Notizen und einen Schlüssel fand. Anscheinend war es eine Art Wegbeschreibung. Vor der Werkstatt erwartete mich Thorak, der wissen wollte, was da drin so für einen Krach gemacht hatte. Ich log ihm vor, dass ich nur aus Versehen einen Stapel Kram umgeworfen hätte. Der Kerl verbirgt was, das ist klar wie Kloßbrühe. Und da ist auch noch das abgeschlossene Kästchen in seiner Behausung…

Die kryptischen Anweisungen führten mich aus der Stadt durch das abgebrannte Dorf über den Kreuzweg zum Steinbruch, wo ich einem Zeichen folgen sollte. Ah, nun weiß ich auch, wozu die komischen Steine, die immer aufleuchten wenn ich das Amulett benutze, gut sind. Ich muss in die Richtung laufen, in die die Spitze des Zeichens zeigt. Ich versuchte mein Glück und rannte erstmal einige Runden planlos in der Gegend herum. Irgendwie schienen die Zeichen auf den Felsen in der Mitte des Steinbruchs zu zeigen, an dem sich allerdings absolut nichts interessantes finden ließ. Hm. Ich lief ein Stück zurück, folgte einem weiteren Zeichen und stand schließlich vor der bisher immer verschlossenen Truhe. Ha, wieder ein Rätsel gelöst. Ich öffnete die Truhe und entnahm ihr einen weiteren Schlüssel.

Nun sollte ich am Kreuzweg rechts abbiegen. Aber war damit das Rechts gemeint wenn man aus Vergen kommt oder das Rechts wenn man aus dem Steinbruch kommt? Ich probierte es vom Steinbruch aus rechts und stand schließlich wieder vor der Tür von Roches und meinem Privat-Dungeon, auch bekannt als Klein-Moria Nummer eins oder der Geheimgang nach Vergen. Doch zu meinem Leidwesen passte der Schlüssel nicht. Nun war ich mit meinem Temerisch am Ende. Das war soweit ich wusste die einzige Höhle, die ich noch nicht mit meiner Anwesenheit beglückt hatte. Oder ob doch das andere rechts gemeint war, das heißt aus Vergener Richtung? Na gut, probiere ich es mal aus und suche da die Umgebung ab. In den kryptischen Anweisungen stand etwas von einem Schatten einer Kreatur, dem ich mittags folgen sollte. Die einzigen Kreaturen, die dort herumhängen, sind die Trolle. Also meditierte ich bis zum Mittag und schaute dann nach, in welche Richtung der Schatten des wieder glücklich vereinten Trollpaares fiel, was aber auch keine neuen Erkenntnisse brachte. Also suchte ich sämtliche Pfade bis zum Schiffswrack und dem Zweitlager der Trollin ab, fand aber weder eine Tür noch einen Eingang. Also wieder zurück zum anderen Rechts – hatte ich da an den Felsen vielleicht doch etwas übersehen? Auch der fleißige Einsatz des Amuletts zeigte mir keinen Eingang. Langsam wurde ich frustriert. Irgendwo musste der verdammte Schlüssel doch passen! Na gut, also noch mal wieder das andere Rechts. Dieses Mal suchte ich die gesamte Umgebung mit dem Amulett ab und gegenüber des Schiffswracks leuchtete schließlich eine mit Gewächsen verhangene Wand auf. Na toll, ohne das Amulett hätte ich das nie gefunden. Hinter dem Gestrüpp fand ich eine solide Zwergentür, die sich mit dem Schlüssel öffnen ließ, und ich betrat eine Mischung aus Werkstatt und Schatzkammer. Dort lauerten mir bereits Thorak und seine Spießgesellen auf, die Baltimor auf dem Gewissen hatten und dafür sorgen wollten, dass ich meine Erkenntnisse nicht ausplauderte. Nicht mit mir, Freundchen! Drei tote Zwerge später sicherte ich die Beweise, sammelte die Beute ein und kehrte zurück nach Vergen. Der Schlüssel, den ich bei Thorak gefunden hatte, passte zum Kästchen in seiner Behausung. Dort drin befand sich die Quittung einer Rechnung für die Herstellung eines Kelchs, welcher von Olcan dem Priester in Auftrag gegeben worden war. Na dann ist ja wohl klar, wer bei Saskias Vergiftung zumindest seine Hand im Spiel hatte. Ich lief zum Gefängnis um doch noch eine Runde mit Stennis zu reden, doch der einzige der dort mit mir reden wollte, war Adam Pangratt, der nur wiederholte, dass Sile ihm wirklich dringend eingeschärft hätte, sofort zu töten und nicht erst zu fragen.

Damit hatte ich nun auch alle Nebenquests erledigt und es blieb mir gar nichts anderes übrig, als mich mal wieder auf den Weg zu Philippa zu machen.

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