Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 28

Episode 28: Liebesgrüße aus Nilfgaard

 

Akt 3 begann mit einer Cutscene. Shilard Fitz-Oesterlen traf sich mit der aus den Büchern hinreichlich bekannten Nilfgaarder Zauberin Assire var Anahid in Loc Muinne, wo Assire Triss wieder aus ihrem Statuenzustand befreite und anschließend von Shilards Schergen umgebracht wurde. Und Exitus für eine weitere Buchfigur beziehungsweise ein weiteres Mitglied der Loge der Zauberinnen.

Schnitt zurück zu Iorveth und mir, wie wir einen Gebirgspfad entlang in Richtung Loc Muinne marschierten und uns mit einem Haufen Harpyien herumprügeln durften. Bei der ganzen Harpyienklopperei konnte ich auch zum ersten Mal in Ruhe Iorveths Kampfstil anschauen und ich muss sagen, der hat was – schnell, mit zwei kurzen, gebogenen Schwertern und ein paar Martial Arts-Einlagen. Cool aussehen tut es auf jeden Fall.

Vor dem Tor von Loc Muinne lagerten wieder die Ritter vom Orden der Flammenrose, die mich vermutlich, da ich den Elfendurchgang des ersten Spiels geladen habe, erst recht lynchen wollen. Zum Glück kannte Iorveth einen weiteren Schleichweg in die Stadt. Vorher holte ich mir aber noch das hinter den beiden Krabspinnen versteckte Silberschwert und schlich mich doch noch mal an die Flammenrosenritter an. Es kam, wie es kommen musste – Kaum dass ich mich hatte blicken lassen, kamen drei Ritter zornentbrannt auf mich zugestürmt und es blieb mir leider nichts anderes übrig, als sie zu erschlagen. Na gut, das Ausplündern des Lagers kann ich wohl vergessen. Also ab zu Iorveth in die Tunnel, die irgendwie in die Stadt führen sollen. Wie erwartet hatte sich allerlei aggressives Viechzeug in besagten Tunneln eingenistet, aber Iorveth und ich wussten uns zu wehren. Unterwegs erzählte mir mein spitzohriger Begleiter noch von den echsenartigen Vrans, die Loc Muinne ursprünglich erbaut hatten und denen das Klima irgendwann zu kalt wurde, sodass sie ausstarben.

Über ein niedriges Mauerstück kletterten wir in die Stadt und landeten prompt in einem der drei Gargoylenester, die man später in einer Quest entschärfen muss. Also war wieder mal Knüppelzeit. Anschließend pirschten wir uns von innen an der Haupttor heran und betraten den bewohnten Bezirk. Zufällig belauschten wir zwei temerische Wachen, die davon sprachen, dass Radovid Philippa Eilhart gleich bei ihrem Eintreffen in den Kerker geworfen hatte. Tja, Radovid, man muss dir lassen, manchmal bist du echt auf Draht. Also müssen wir irgendwie den Kerker infiltrieren um an Philippa ranzukommen. Iorveth wollte sich nach Philippas Haus umsehen und dann in der Kanalisation auf mich warten. Sprach’s und ließ mich stehen.

Na gut, dann arbeite ich erstmal alleine weiter. Und schon nach wenigen Schritten kam das erste böse Erwachen – Die temerischen Wachen gingen prompt auf mich los, nachdem ich auch nur meinen Kopf um die Ecke gesteckt hatte. Ich könnte mich zwar auch verhaften lassen um in den Kerker zu Philippa zu kommen, aber darauf hatte ich keine Lust, deshalb ergriff ich die Flucht und pirschte mich durch Gargoylenest Nummer zwei an den Wachen vorbei und direkt in die Arme der Kopfgeldjäger aus Nilfgaard. Na gut, also mal wieder eine Runde Gemetzel. Anschließend schaute ich noch kurz in die Würfelpoker-Spielhölle, wo ich auch gleich von Silgrat angepöbelt wurde und ihn ein zweites Mal mit meinen Fäusten auf die Bretter schicken musste. Der Junge lernt auch nicht dazu.

Nun war der Weg in die Innenstadt endlich frei und indem ich alle Wachen in großem Bogen umging, schaffte ich es auch unbehelligt zum Marktplatz.

Dort erweckte eine Debatte zwischen einigen Glücksrittern und den bereits aus Flotsam bekannten Alchimisten Farid und Gaspard meine Aufmerksamkeit. Die Glücksritter schlugen das Angebot, das ihnen gemacht worden war, aus und ich erkundigte mich, worum es dabei denn gegangen wäre. Es gab da einen Turm, unter dem ein legendäres Laboratorium eines Magiers vermutet wurde und es wurde noch Geleitschutz gesucht. Juchu, eine Quest! Natürlich bin ich dabei.

Im Turm führte eine mit Fackeln beleuchtete Wendeltreppe steil nach unten und aus Neugierde lief ich erstmal abwärts, bis es nicht mehr weiter ging. Zwei Türen lagen auf dem abwärts führenden Weg. Ich beschloss, einfach oben anzufangen. Nach Öffnen der Tür wurde ich gleich von einer ganzen Horde Erscheinungen und Bruxae angesprungen, woraufhin ich mal wieder das Silberschwert schwang. Im Raum befanden sich außerdem vier Resonanzkristalle und eine verschlossene Tür, die sich auch mit Aard nicht öffnen ließ. Die Kristalle wurden mir als Ziele angezeigt, also haute ich mit dem Schwert mal drauf und bekam auch gleich böse eins gebrutzelt. Na gut, dann also anders. Ich komme später noch mal wieder, wenn ich die Alchimisten und ihre geheimnisvolle Auftraggeberin gefunden habe.

Meine zukünftige Abenteurergruppe wartete hinter der zweiten Tür in einer Art improvisierter Mine auf mich und wurde von niemand anderem als Cynthia angeführt, Philippa Eilharts verräterischer Ex-Geliebter. Sie gab sich jetzt offen als Nilfgaarderin zu erkennen und versicherte mir, dass Triss beim Schrumpfen und wieder Vergrößern nichts geschehen war. Als Ausgleich für meine Hilfe bot sie mir Informationen über meine Vergangenheit. Na gut, Cynthia, ich bin mal so nett. Immerhin hast du mir in Vergen ja auch schon so einiges über die Wilde Jagd erzählt. Ebenfalls mit von der Partie war ein Kollege von Cynthia namens Abelard, der absolut unsympathisch war, sich über Triss und ihre mangelnde Widerstandskraft gegen die Folter lustig machte und sich deshalb erstmal eine Faust ins Gesicht von mir einfing. Nachdem die Hackordnung geklärt war, machten wir uns durch die frisch gegrabenen Gänge auf den Weg in die Kanalisation. Dort bekamen wir es mit einem ganzen Nest voller Endriagen samt Königin und diversen Moderhäuten zu tun. In einem Tunnel sahen wir in der Ferne einige redanische Soldaten – wie es aussieht sind wir nicht die einzigen, die hinter dem Labor her sind.

Schließlich löste Cynthia an einer völlig unscheinbaren Wand eine Illusion auf und enthüllte eine Tür, über der ein magisch belebtes Auge uns böse anfunkelte und ein Rätsel sprach. Gaspard antwortete vorschnell und falsch und wurde mit einem aus dem Auge geschleuderten Blitz zu Asche verbrannt. Au Backe, da müssen wir vorsichtig sein. Das Auge gab uns ein neues Rätsel auf und ich beriet mich mit meinen Mitstreitern, deren Lösungsvorschläge mich allerdings nicht so ganz überzeugten. Also probierte ich mein Glück mit der von mir favorisierten Lösung, die glücklicherweise richtig war, sodass wir nicht als Aschehäufchen endeten.

In der Kammer dahinter lauerte eine Gruppe Redanier, die sich von oben durch die Decke gegraben hatte und uns prompt angriff. Na schön, dann also auf die harte Tour. Der einzige Weg aus dem Raum heraus bestand aus einer Tür mit einem weiteren Wächterauge, das uns ein neues Rätsel aufgab. Im Raum gab es neun sehr detaillierte, an Tarotkarten erinnernde Wandfresken, unter denen eine Platte magisch aktiviert wurde, wenn sich jemand draufstellte. Die Kunst bestand darin, dass drei Personen sich auf die drei richtigen Platten stellen mussten, damit die Tür aufging. Nach einiger Herumraterei und Diskussionen mit meinen Mitstreitern glaubte ich, die Lösung gefunden zu haben, und Cynthia, Abelard und ich stellten uns auf die Platten. Farid weigerte sich, mitzumachen und blieb direkt vor der Tür stehen, was auch ihm zum Verhängnis wurde. Die Tür öffnete sich, aber der Alchimist wurde Opfer eines weiteren Blitzstrahls.

Um ein weiteres Gruppenmitglied dezimiert betraten wir das eigentliche Laboratorium und standen einem Golem gegenüber, der uns in ein philosophisches Gespräch über die Definition von Eindringlingen verwickelte. Ich versuchte mein Glück mit dem Axii-Zeichen zu bequatschen, was leider nach hinten los ging und wir in einen Kampf gegen den Golem und einige seiner plötzlich aufgetauchten Freunde verwickelt wurden. Diplomatie ist anscheinend doch nicht Geralts und meine Stärke…

Im nun golemfreien Labor löste Cynthia eine weitere Illusion auf und enthüllte eine merkwürdige Apparatur, mit der man schauen konnte, was Personen, zu denen man eine emotionale Bindung hat, gerade so treiben. Das Gerät war einer der Gründe gewesen, weshalb die Expedition gestartet worden war. Als Bezahlung für meine Hilfe verriet Cynthia mir noch, wo genau im Lager der Nilfgaarder Triss gefangen gehalten wurde, und dass ich laut Quellen aus Nilfgaard wohl für einige Zeit mit der Wilden Jagd geritten war. Ich fragte, ob ich den Apparat mal ausprobieren konnte, wogegen Cynthia nichts einzuwenden hatte. Abelard hingegen plusterte sich auf, dass das an Hochverrat grenzen würde und griff mich an, wobei er sich in mehrere Personen aufspaltete. Okay, dann gibt’s auf die Omme, du blöder Magier. Ich konnte dich en nicht leiden. Unerwartete Hilfe bekam ich von Cynthia, die anscheinend ebenfalls endgültig die Schnauze voll von ihrem Kollegen hatte. Ich versprach ihr, kein Wort über das zu verlieren, was wirklich passiert war – der Dungeon war ja auch ziemlich gefährlich, und da kann es nun mal Todesfälle geben.

Ich nahm mir den Apparat vor und ließ mir zeigen, was Vernon Roche gerade so trieb. Vernon besprach sich gerade mit einem Mann in Plattenrüstung, vermutlich John Natalis. Er berichtete, dass er Iorveth und mir gefolgt sei und ich mich nun endgültig den missgünstigen Elfen angeschlossen hätte. Ob er uns erledigen sollte? Au Backe, Roche, was soll das? Na ja, das erklärt zumindest, warum die Temerier mich nun nicht mehr mögen. Und eigentlich bin ich auch selbst schuld. Obwohl ich ihn in Flotsam habe hängen lasen, hat Vernon mir gegen die Nilfgaarder geholfen, und zum Dank ziehe ich nun wieder mit seinem Erzfeind durch die Gegend. Zum Glück wollte Natalis nichts von unseren Köpfen wissen und schickte die Blauen Streifen zur Aufklärung in Richtung Jaruga. Es gäbe da Gerüchte von einem sich sammelnden Heer aus Nilfgaard.

Dann war die Vision auch schon vorbei und ich stand wieder im Labor. Cynthia wollte gern noch etwas mit mir plaudern und erklärte mir, dass ich sie in der Taverne am Markt finden könnte. Dann teleportierte sie sich und die Apparatur davon. Ich machte mich daran, das Labor zu durchsuchen, und fand diverse Aufzeichnungen des Magiers, der offenbar entdeckt hatte, dass in Loc Muinne Experimente mit Echsen und einer Seuche stattgefunden hatten. Hm, ich glaube, ich sollte auch darüber noch mal mit Cynthia reden. Wer weiß, was sie alles eingesackt hat, während ich in den Apparat geglotzt habe. Aber zuerst wird der ganze Dungeon von vorne bis hinten auseinander genommen bis auch das letzte Monster erschlagen und das letzte Beutestück eingesackt ist.

Gemächlich prügelte ich mich wieder in Richtung Ausgang und fand unterwegs noch ein paar weitere Passagen und Räume in denen eine Kombination aus Drauguren und Bruxae lauerten. Interessant, was hier unten so alles kreucht und fleucht. Ob da mal irgendwer die Monster Mash-Karte aus Munchkin verloren hat?

Schließlich stand ich wieder im Raum mit den Kristallen und versuchte weiter, die Tür aufzubekommen. Draufschlagen half immer noch nicht, also versuchte ich, die Kristalle mit Aard zum Schwingen zu bringen. Und oh Wunder, zwei der Kristalle begannen zu brummen wie der Warp-Antrieb der Enterprise und grün zu leuchten, sobald ich sie anstieß. Auf die anderen beiden Kristalle hatte das allerdings keinen Effekt, ganz im Gegenteil, sobald ich sie mit Aard beschoss, hörten auch die anderen Kristalle wieder auf zu schwingen. Nachdem ich verschiedene Anschubsreihenfolgen ausprobiert hatte, aber immer noch nicht zum Erfolg gekommen war, ließ ich es fürs erste sein und beschloss, mit Cynthia zu plaudern. Aber ich werde wiederkommen, eine ungeöffnete Tür geht einfach nicht!

Cynthia lungerte wie versprochen in der Taverne herum und ich sprach mit ihr. Anscheinend glaubt sie, dass eine Welt unter Nilfgaarder Herrschaft tatsächlich das beste für alle Menschen wäre, da sie Zivilisation, Handel und Stabilität zu bieten hätten. Deshalb hat sie auch die Aufzeichnungen über die Seuche an sich genommen, damit kein Idiot aus dem Norden auf die Idee kommt, damit Unfug anzustellen. Ich frage mich zwar, welchen Unfug Nilfgaard mit den Aufzeichnungen anzustellen gedenkt, aber das ist letztendlich nicht mein Problem, denn als Hexer bin ich ja sowieso immun. Stattdessen habe ich Cynthia in den Arm genommen und wir landeten in ihrem Bett, wo unser Hexer Liebesgrüße aus Nilfgaard kennen lernte. Also wirklich, Geralt, du schläfst mit der Agentin eines Landes, das deine Freundin gerade im Kerker festhält? Du unverbesserlicher Schwerenöter, Tztztz.

Nachdem Cynthia und ich uns getrennt hatten, machte ich mich auf den Weg in die Kanalisation, um die Teile der Vran-Rüstung zusammen zu suchen, und schaute anschließend bei Bras von Ban Ard vorbei. So, nun bin ich auch für die Begegnung mit Philippa Eilhart bereit.

Advertisements

Einzelbeitrag-Navigation

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s