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Akute Konsumgeilheit oder: Die Glamour Shöpping Card und ich

Ich habe es getan. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich mir eine Glamour gekauft. Nicht, weil mich der Inhalt sonderlich interessiert hätte, sondern wegen der Shopping Card, mit der man vielerorts Rabatte bekommen konnte. Und wenn es sowieso mal wieder zum Messen nach Hamburg geht, kann man die 2,20 € auch mal investieren. Im Zug habe ich mir die Zeitschrift zu Gemüte geführt – Na ja. Mode und Kosmetik, die weit jenseits meiner Preisklasse liegen, merkwürdige Trends und Interviews mit Models, die ich nicht kenne, waren nun nicht das Nonplusultra einer erfüllten Lektüre, aber egal. Ich hatte die Shopping Card und eine äußerst liebe Finanzspende von der besten Oma der Welt mit dem Auftrag, mir etwas schönes zu kaufen. Har Har Har!!!!!

Und ja, es hat sich gelohnt – der Loot war reichlich. Ich weiß, auf Bloggersprech heißt es eigentlich Haul, aber ich bin halt akut rollenspielverdorben und da heißt es nun mal Loot.

HamburgBeute1

Seit gut zwei Jahren schleiche ich nun schon um den Kiko-Store im Elbe Einkaufszentrum herum, habe aber nie was gekauft. Irgendwie haben mich die perfekt geschminkten Verkäuferinnen immer abgeschreckt. Aber nun gab es 20% auf alles und da habe ich mal zugeschlagen. Nagelack und Lidschatten in – wie soll ich die Farbe anders beschreiben – Vernon Roche-Blau, dazu noch ein weiterer, ganz toll pigmentierter Lidschatten in Gelb und einen dunkelroten Lippenstift, bei dem ich erstmal fünf Minuten gerätselt habe, wie ich das Ding nun aus der Hülle befreit kriege. Und die Verkäuferin hat mich Make-Up-Dilettantin auch nicht verjagt, sondern mich sogar noch sehr nett beraten.

Den Intense Lip Balm von Manhattan habe ich auf diversen Make Up-Blogs gesehen und fand das Prinzip interessant. Mal ein echter Lippen-Stift. Und knallrot geht immer.

Ich finde ja, dass der Schmuck von H&M in den meisten Fällen ziemlich billig aussieht, aber manchmal finde ich doch etwas, wie dieses Mal das tolle Armband mit den Augen. Wer fühlt sich jetzt nicht beobachtet?

Noch mehr Modeschmuck gab es bei Six, wo ich zu meiner großen Freude eine Art Halloween-Kollektion entdeckte. Eine Fledermausbrosche! Und Kameen-Ohrringe mit Skelett-Dame! Da freut sich mein innerer Kindergrufti.

Zotter-Trinkschokoladenriegel. Omnomnomnom. Ohne weitere Worte.

Auf einem Herbstmarkt in der Innenstadt gab es eine Gewürzbude, wo ich endlich ein Tütchen Harissa gefunden habe. Scharf ist immer gut.

Netterweise galt die Shopping Card auch für die idee-Bastelläden – Für eine Frickelnase für mich ein Grund zu großer Freude. Mit den 20% habe ich mir endlich mal ein paar von den tollen Holzstempeln gegönnt, auf die ich schon lange scharf war. Windrose, Schlüssel, Taschenuhr und Piratenflagge – Steampunk Pirates Ahoi!

Ebenfalls aus dem Bastelladen gab es noch Glasfläschchen mit Korken für die stilvolle Aufbewahrung meiner gesammelten Asche vom Eyjafjallajökull.

Flohmärkte sind toll – Der, den ich besucht habe, hatte eine ganze Zigarrenkiste voller gestickter Original Wäscheetiketten von 1905 mit Monogrammen. Meinen Vor- und Nachnamen habe ich zwar trotz systematischer Durchsuchung der gesamten Kiste nicht gefunden, aber immerhin meine beiden Vornamen. Mal sehen, in welche selbst genähten Klamotten ich die guten Stücke einnähe.

Mit der Beauty Stories von p2 gibt es endlich mal wieder eine schöne Limited Edition in der Drogerie, und da ich gerade meinen Lidschattenbestand aufstocke, durfte die Magical Moment-Palette auch noch mit.

HamburgBeute2

Ich habe eine echte Schwäche für Ringelstrumpfhosen. Und nach langer, fruchtloser Suche bin ich nun endlich bei C&A fündig geworden. Und da ich schon mal dabei war, ist mir auch gleich noch eine Strumpfhose mit Burberry-Muster in die Tüte gehüpft.

Meine Winterstiefel haben sich Ende des letzten Winters halbwegs in ihre Bestandteile aufgelöst, deshalb musste dort auch Ersatz her. Es war gar nicht so einfach, welche zu finden, die außer der Passform auch noch folgende Kriterien erfüllten: a) schwarz, b) mit Schnürung, c) ohne komischen, ständig bei mir drückenden Reißverschluss an der Seite. Ich mag sie.

Ebenfalls vom Flohmarkt stammen die absolut genialen, knallroten Lederhandschuhe. Instant Diva-Gefühl!

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Zu guter Letzt habe ich vom Flohmarkt noch vier alte, verschnörkelte Metallbilderrahmen abgeschleppt, die bald im nächsten Schritt der Wandlung meiner Wohnung zur Steampunk-Entdeckerhöhle verbastelt werden sollen. Das teilweise sichtbare UFO im schwarzen Rahmen ist übrigens die Deckenlampe…

Ja, der Raubzug auf den Schwingen der Konsumgeilheit hat sich definitiv gelohnt. Und das hier habe ich eigentlich die meiste Zeit in Hamburg getrieben:

DESY2

DESY1

Wie man auf dem zweiten Bild unschwer erkennen kann, ist das nächste wollige Projekt schon in Arbeit.

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4 Gedanken zu „Akute Konsumgeilheit oder: Die Glamour Shöpping Card und ich

  1. OMG, das ist echt viel^^

  2. Ob es die Glamour noch gibt? Das ist echt verlockend – 20% im Bastelladen… Tolle Sachen hast du geshoppt. Ich bin so neidisch auf die Bilderrahmen!

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