Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Archiv für den Monat “Dezember, 2014”

2014 aus produktiver Sicht

Musik: Iced Earth – Night of the Stormrider

Obwohl ich mich erfolgreich ums Bloggen gedrückt habe, war es nicht so, dass ich überhaupt nichts gemacht habe. Deshalb gibt es hier nun Horatia Aubreys produktiven Jahresrückblick 2014.

1. Ein UFO, das ich nun endlich fertig gestellt habe. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass seit 2 Jahren nur noch die Ärmelbesätze fehlten. Aber hier ist sie nun in voller Pracht: Die Luxus-Kuscheljacke für meinen inneren Hobbit.

HobbitBademantel2

2. Irish Eyelets, auch der Fußballschal genannt, gestrickt aus dem ersten Schwung der Erbwolle. Ich oute mich mal als begeisterte Guckerin internationaler Fußballturniere. Fußball ist für mich Multitasking-unfähige Person die perfekte Hintergrundberieselung – Es ist was los, aber man muss nicht dauernd aufpassen und wenn was Spannendes passiert, wird es eh wiederholt. Deshalb bin ich während WM und EM immer sehr produktiv. Das Strickmuster gibt es hier: http://www.ravelry.com/patterns/library/irish-eyelets

IrishEyelets1

3. Ein guter Freund von mir feierte dieses Jahr seinen 30. Geburtstag, und da er Veganer, Umweltaktivist und Punk ist, gabs zum Geburtstag den Vegan Riot-Schal. Aus 100% Baumwolle im Ska-Muster. Und Doubleface-Stricken habe ich bei der Gelegenheit auch gleich gelernt.

VeganRiot

4. Der Umbau der steampunkalyptischen Weste zur Metalkutte schritt mit einigen Metallteilen und Aufnähern voran. Aber es muss immer noch viel mehr Zeug drauf. Ich habe da vor der nächsten Festivalsaison noch einige Pläne. Dies ist übrigens schon das dritte Zuhause des Blind Guardian-Aufnähers. Er begleitet mich nun schon seit 15 Jahren.

Steampunkalypse3

5. Ein wenig gestickt habe ich auch. Das Lesezeichen habe ich zusammen mit ein paar anderen Sachen, die ich vergessen habe zu photographieren, für den Adventskalender-Swap im grünen Forum gemacht. Ich hätte es am liebsten selbst behalten…

Lesezeichen1

6. Und zu guter Letzt noch der Fail des Jahres:

Rockfail

Ich muss wohl damit leben, dass Burda Größe 40 nicht für den Umfang meines Schinkens gedacht ist. Ein neues Probeteil eine Nummer größer liegt seit einigen Wochen halb zusammengesteckt in meinem Wohnzimmer. 2015 sehen wir uns wieder, Burda. Das ist eine Drohung.

 

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Manchmal kommen sie wieder

Musik: Avantasia – The Metal Opera Part 2

 

Wie ihr sicherlich gemerkt habt, war es fast ein Jahr lang ziemlich still hier. Meine Motivation zum Bloggen rannte irgendwo nackt mit einem Cocktail über die Wiese und ich habe mich gefragt, warum blogge ich eigentlich überhaupt? Eigentlich habe ich nur damit angefangen, weil Laiza mich dazu genötigt hat, und in Folge habe ich einfach wirr über Handarbeiten, Fantasy, virtuelles Monsterverprügeln und allgemeine Herumnerderei drauflos geschrieben. Sämtliche Teilen-Buttons sozialer Netzwerke hatte ich deaktiviert, denn soziale Netzwerke sind ja sowieso bäh und überhaupt. Und da gerade einiges im Offline-Leben zusammenkam und ich kaum noch zum Handarbeiten kam, schlief die ganze Angelegenheit still und leise ein und wurde zu einem weiteren der vermutlich abertausenden aufgegebenen Blogs in den Weiten des Netzes. Was mich dann doch irgendwie frustriert hat. Deshalb musste eine Lösung her. Und da ich nur ungern halbe Sachen mache, schwankte ich zwischen der kompletten Löschung des Blogs und einem Neuanfang, und habe mich schließlich für Letzteres entschieden, da es da draußen doch einige Menschen gibt, die nicht um die Ecke wohnen und gerne öfter mal von mir hören würden.

 

Was ich während der Blog-Abstinenz so alles getrieben habe:

 

  1. Mir ein Pseudonym zugelegt, das mich wirklich repräsentiert.
  2. Diverse professionelle Blogs studiert. Nicht, dass ich vorhätte, in irgendeiner Form professionell zu werden, aber die Leute haben halt wirklich Ahnung von dem, was sie tun.
  3. Daraus zu der Erkenntnis gekommen, dass erfolgreiche Blogger sozial sehr vernetzt sind. Argh. Soziale Vernetzung und meine Wenigkeit, zwei Dinge, die sich eigentlich widersprechen.
  4. Mir nach ausgiebigem Quengeln des endemischen Zwergplattwurms, der gerade im Ausland lebt, trotz Punkt 3 einen Account im Fressenverzeichnis und beim zwitschernden Vögelchen zugelegt. Zumindest in ersteren Account schaue ich sogar fast täglich rein. Die Sozialisierung der Horatia Aubrey ist also in vollem Gange.
  5. Fleißig gestrickt.
  6. Diverse Aufnäher und andere Verschönerungen auf die Kutte genäht.
  7. Diverse Skyrim-Add-Ons, Deponia, The whispered world und Drakensang 1 und 2 gezockt
  8. Den letzten vergeblichen Flusenzuchtversuch aufgegeben und meine Haare in einer Radikalaktion auf 16 mm gekürzt. Vorteile: Jeden Morgen 10 Minuten mehr Schlaf und meine Ohrringe sind wieder sichtbar. Nachteil: Alle wollen einem den Kopf flauschen.
  9. Schließlich einen groben Plan gemacht und beschlossen, dass ich es noch einmal mit dem Bloggen versuchen werde.

 

Also: DER MASTERPLAN. Mit fünf Ausrufungszeichen. Selbiger beinhaltet erstmal einen anständigen Namen für den Blog. Angefangen habe ich mit Mad Scientist Utility Blog, weil Mad Scientist auch auf den Labeln steht, die ich in meine selbst genähten Klamotten einnähe. Aus einer Laune heraus änderte ich den Namen irgendwann in Nerdic Walking, weil ich es cool fand. Aber eigentlich ist es kein reiner Nerdblog. Und so bin ich nun wieder zurück zu den Wurzeln des Domainnamens und meinem Avatar gegangen. Zum Anker und Oktopus. So heißt die Stammkneipe der Hauptfiguren einer meiner Weltenbasteleien. Es ist eine Kneipe, in der die Beleuchtung aus schummrigen Gaslampen besteht, die Wände mit alten Seekarten tapeziert sind, ein verstimmes Klavier im Hintergrund unanständige Lieder zum Mitgrölen spielt und sich die verschiedensten seltsamen Gestalten treffen. Der ‚Anker und Oktopus‘ ist der Archetyp der abgewrackten Steampunk-Kneipe. Und genauso stelle ich mir auch die Zukunft des Blogs vor. Keine durchgestylte Profi-Angelegenheit in den im Handarbeitsbereich überdurchschnittlich oft vertretenen Pastellfarben, sondern ein Ort, an dem ich einfach frei nach meiner norddeutschen Schnauze schreibe und dem ungeschminkten Do-It-Yourself-Dilettantismus nach dem Trial and Error-Prinzip fröne.

Was DER MASTERPLAN (nur echt mit 5 Ausrufungszeichen!!!!!) noch beinhaltet:

 

  1. Eine Vorstellung diverser Bücher und Buchreihen, die mich nachhaltig inspiriert oder beeindruckt haben, egal wie alt und unbekannt sie sind.
  2. Regelmäßige Fortschrittsposts für Langzeitprojekte. Als virtuellen Tritt in den Ort an dem die Sonne nicht scheint für mich, weitere UFOs zu vermeiden.
  3. Gedanken zum Schreiben, Weltenbasteln und dem Fortschritt meiner Schreibprojekte, damit ich einen Ansporn habe, mich da mal produktiver reinzuhängen.
  4. Webcomics vorstellen, die ich mag. Es gibt so viele wirklich geniale Online-Comics da draußen.
  5. Insgesamt mindestens einmal pro Woche einen Post verfassen, egal über was.
  6. Neue Blogposts in den oben genannten sozialen Netzwerken ankündigen.
  7. Mir langfristig ein eigenes CSS-Theme basteln

 

Ich bin selbst sehr gespannt, ob das alles tatsächlich so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe. Wer sich mein vermutlich trotz MASTERPLAN (!!!!!) immer noch wirres Geschreibsel antun möchte, sei herzlich eingeladen, sich mit mir auf eine viele Welten umfassende Reise mit Näharbeiten, Knieweich und Musik mit Steinen (und Metall) drin zu begeben.

 

PS: Eigentlich wäre so ein mit guten Vorsätzen gefüllter Post eher zu Neujahr angemessen, aber was soll’s. Ich poste das mitten in der Woche ohne bedeutendes Datum. Weil ich’s kann.

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