Zum Anker und Oktopus

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The Number of the Beast

Musik: Die Hammerfall-Playlist auf youtube

Zuerst die schlechte Nachricht: Mein Rechner erfüllt die Hardware-Mindestanforderungen für The Witcher 3 nicht und Aufrüstung ist derzeit nicht drin. So ein Mist. Aber immerhin kommt im April ein neuer Geralt-Roman von Andrzej Sapkowski raus, mit dem ich mich vorläufig trösten kann.

Die gute Nachricht: Durch die wegfallenden Zock-Orgien habe ich viel Zeit für ein neues Großprojekt. Oder ich könnte mit der Assassin’s Creed-Reihe anfangen. Den ersten Teil gibt es gerade auf der Softwarepyramide im Supermarkt für unter 10 Euro. Oder ich mache einfach beides. Warum eigentlich nicht? Inhumieren und Nähen ergibt doch eine tolle Freizeitbeschäftigungskombination. Wie würden Manowar singen – Sew! Sew! Sew and Kill!

Aber zum eigentlichen Thema. Vor ein paar Jahren hatte ich, angesteckt vom allgemeinen Hype, mal fleißig Patchworkstoffe gehamstert und einen Sechseck-Quilt angefangen, der eine Lesedecke werden sollte. Aber der erste Ansatz hat mir nie wirklich gefallen, weshalb das ganze Projekt zusammen mit den Patchworkstoffen in eine Kiste wanderte und dort vor sich hin schmorte. Fazit: Die Idee war gut, aber ich noch nicht bereit.

Die Wiederauferstehung des Projekts ‚Lesedecke‘ begann, wie so oft, mit etwas ganz anderem, nämlich mit der kristallographischen Raumgruppe P6_3mc, deren Phasenumwandlung unter Hochdruck ich im Zuge meiner Promotion untersuche. Von oben, aus Richtung der c-Achse des Koordinatensystems betrachtet, hat sie die Form von Sechsecken. Tja, dann wurde ich von einem umherirrenden Inspirationspartikel getroffen, fing an zu kritzeln und am Ende kam dieser grobe Entwurf dabei heraus. Here There Be Dragons. Genau das richtige Motto für die Lesedecke einer begeisterten Fantasy-Leserin.

Projekt666_1

Nach der Uni habe ich die Patchwork-Kiste wieder ausgegraben, die Sechsecke ausgemessen und einige Berechnungen angestellt. 1,4 x 2 m erscheint mir für eine Lesedecke zum Einkuscheln auf dem Sofa eine gute Größe. Außerdem konnte ich es nicht lassen, die Ebenengruppe eines Sechseckquilts mitsamt ihrer Symmetrieelemente zu bestimmen und schon mal auf dem Papier einige mögliche Anordnungen der Beschriftung durchzuprobieren. Durch den berechneten Sechseckbedarf zementierte sich rein zufällig das bisher nur zum Spaß vorhandene Projektmotto. 660 Sechsecke. 666. The Number of the Beast. Was will mir mein Leben damit sagen? Dieser Quilt wird sowas von Trve mit v.

Projekt666_4

Der nächste Schritt war das Entwerfen der Schrift. Angesichts der Sechseckmaße erschien mir eine Buchstabengröße von 4 cm am günstigsten. Und ja, ich brauche eigentlich 3R. Das hatte ich bei der ersten Auflistung irgendwie verpeilt.

Projekt666_3

Meine Stoffwahl für die beschrifteten Sechsecke fiel schließlich auf Ditte in der freundlichen Farbgebung ‚Ewige Verdammnis‘. Davon habe ich noch mehr als genug und ich werde endlich mal die ganzen kleinen Reststücke los, die bei anderen Projekten so übrig bleiben. Die Schrift selbst wird für größtmöglichen Kontrast in weiß gehalten werden. Damit habe ich auch eine erste Verwendung für das Perlgarn aus dem Handarbeitszubehör-Erbe gefunden. Die wunderbar altmodische Schachtel mit Seidenpapier-Einlage lässt vermuten, dass das Garn möglicherweise sogar noch von der Mutter meiner angeheirateten Tante gekauft wurde. Jedenfalls musste ich den ersten Buchstaben auch gleich schon mal zu Testzwecken sticken. Hierzu habe ich den Buchstaben spiegelverkehrt auf weiche Vlieseline durchgezeichnet, auf die Innenseite des zukünftigen Sechsecks gebügelt und dann im Steppstich durchgestickt.

Projekt666_2

Jetzt werde ich erstmal in Ruhe die Buchstaben sticken und auf Papp-Sechsecke ziehen. Über die Anordnung kann ich mir immer noch Gedanken machen, wenn sie fertig sind. Ansonsten plane ich weitere bestickte Sechsecke mit diversen Motiven aus popkulturellen Phänomenen die ich mag. Und ich brauche definitiv ein Sechseck mit der Aufschrift ‚666 – The Number of the Beast‘. Außerdem sollte ich dringend mal den Stoff-Vorrat sichten und mir zumindest einen groben Plan machen, was ich eigentlich will. So ganz ohne Plan drauflos arbeiten hat beim letzten Anlauf nicht wirklich funktioniert. In zwei Wochen ist wieder Stoffmarkt Holland in Hannover (dieses Mal höchstwahrscheinlich ohne plötzliche Absage wegen des menschlichen Abschaums von HoGeSa) und falls ich doch noch was brauche… Eigentlich habe ich gerade nicht wirklich Geld für Shöpping-Eskapaden, aber… Stoff!

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Ein Gedanke zu „The Number of the Beast

  1. Schön, dass du deine Lesedecke wieder ausgegraben hast 🙂 viel erfolg!

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