Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Archiv für die Kategorie “Fantasy”

Ich kann auch Trapeze

Musik: Metallica – Murder One

Nach all den benörgelten Büchern möchte ich mal wieder was Handgearbeitetes zeigen. Die Sechseckmenge wächst nämlich im Hintergund langsam aber stetig.

Links: Die Bourbonenlilie. Ein besseres Symbol für ‚Die drei Musketiere‘ ist mir nicht eingefallen.

Rechts: Elfquest. Ein epischer Comic über einen Stamm wolfsreitender Elfen, die von einer Feuersbrunst aus ihrer Heimat vertrieben werden und bei der Suche nach einem neuen Zuhause viele Abenteuer erleben. Eigentlich bin ich kein Elfenfan, aber die Elfquest-Elfen sind so ganz anders als die üblichen hochnäsigen, ätherischen, nahezu perfekten Spitzohren.

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Links: Das Stadtwappen der südschwedischen Stadt Ystad und das mit Abstand fitzeligste Sechseck das ich bisher bestickt habe. Es steht Pate für die Wallander-Krimis von Henning Mankell, die größtenteils rund um Ystad spielen.

Rechts: Das Wappen der Blutlinie Rötgrafen aus dem Pen&Paper-Rollenspiel Vampire the Requiem. Die Blutlinie meiner Nerd-Vampirin Denna Harris, die ich über ein Jahr lang gespielt habe.

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Links: Die Dienstmarke von Kommandeur Mumm von der Stadtwache von Ankh-Morpork.

Rechts: Skull and Crossbones für Long John Silver und all die anderen literarischen Piraten mit denen ich schon die Meere vieler Welten unsicher gemacht habe.

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Um am Rand des Quilts eine gerade Kante zu bekommen, brauche ich als Füllstücke einige halbe und Viertelsechsecke. Mit den halben, alias den Trapezen, habe ich nun angefangen. Damit sie nicht so leer aussehen, werden sie die Göttersymbole aus DSA bekommen. Insgesamt brauche ich 14 bestickte Trapeze und 16 unbestickte.

Fuhre 1: Praios (Gott der Wahrheit und des Gesetzes), Rondra (Göttin des Donners und des ehrbaren Kampfes), Efferd (Gott der Meere)

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Fuhre 2: Travia (Göttin des Herdfeuers, der Gemeinschaft und der Ehe), Boron (Gott des Todes und des Schlafs), Hesinde (Göttin des Wissens und der Magie), Firun (Gott des Winters, der Wildnis und der Jagd)

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Das macht 103 von 660 ganzen Sechsecken oder 15,61 %.

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Büchernörgele: Tommy Krappweis – Mara und der Feuerbringer

Musik: Amon Amarth – As Loke falls

Tommy Krappweis lief mir bei meinem Einsatz als Schattenweber-Merchfeeräuberin zuerst als Musiker über den Weg, der sich mit den Schattenwebern die Bühnen teilte und dann auch bei der Ausstellerparty dadurch auffiel, dass er erstens mit der Conmusiker-Allstar-Band mit diversen Rock- Folk- und Bluesklassikern Feierstimmung verbreitete und zweitens dann nach einer Wardrobe Malfunction einfach ohne Hose weiterspielte. Das hat mich doch irgendwie nachhaltig beeindruckt und nach etwas Recherche fand ich heraus, dass der Mann nicht nur Bernd das Brot erfunden, sondern auch mehrere All Age-Fantasyromane geschrieben hat. Das musste ich im Zuge meines mehr Deutsche Autoren lesen-Projekts doch mal ausprobieren. Auch wenn All-Age wegen des üblichen Mädel-hängt-irgendwann-zwischen-zwei-Typen-fest-und-die-Handlung-dreht-sich-fast-nur-noch-darum-Klischees eigentlich nicht so meins ist, in diesem Fall galt, wenn das Buch nur halb so durch war wie sein Autor, konnte das eigentlich nur gut werden.

Worum geht es?

Mara Lorbeer hat zur Zeit mit einigen Dingen zu kämpfen – dem Erwachsenwerden, der Scheidung ihrer Eltern, dem Esoterikfimmel ihrer Mutter und der Tatsache, dass es unter Gleichaltrigen mal so gar nicht cool ist, lieber die Beatles als Justin Bieber zu hören. Als ihre Mutter sie eines Tages zu einem mit Bäumen reden-Seminar schleppt, bekommt sie im Gegensatz zu allen anderen Teilnehmerinnen tatsächlich eine Antwort. Ein sprechender Zweig offenbart ihr, dass sie eine Spákona ist, eine Seherin, und dass den alten Göttern und der ganzen Welt große Gefahr droht, wenn sie nicht hilft. Sigyn, die Frau Lokis, wurde von einem mysteriösen feuerbringenden Wesen entführt und es muss auf jeden Fall verhindert werden, dass sich der gefesselte Loki aus seinen Ketten befreit. Verwirrt sucht Mara Hilfe bei dem Geschichtsprofessor Weissinger, dem es zuerst schwer fällt, ihre Geschichte zu glauben, und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wie sie Ragnarök aufhalten können.

Wer hat es geschrieben?

Tommy Krappweis, Ex-Stuntman, Comedian, Produzent, Regisseur, Buchautor, Musiker und insgesamt ein Mensch mit vielen Talenten, der das meiner Meinung nach passendste Lied über die derzeitige Weltlage schlechthin geschrieben hat: Der Dunning Kruger Blues.

Wie sieht das aus?

Sehr rot. Und nein, es ist kein Buch zum Film, es gibt aber einen Film zum Buch, der es aufgrund der Aversion des deutschen Kinogängers gegen alle heimischen Produktionen die nicht a) ein Krimi, b) eine Beziehungskomödie mit wahlweise Til Schweiger oder Matthias Schweighöfer oder c) Vergangenheitsbewältigung in irgendeiner Form sind, im Kino sehr schwer hatte. Ich selbst habe die Verfilmung noch nicht gesehen, werde das aber bei Gelegenheit mal tun.

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Und wie fand ich das nun?

Wie schon gesagt, ich lese nur selten All Age-Fantasy, eben wegen des erwähnten Heldin-zwischen-zwei-Typen-Klischees. In diesem Punkt hat Mara und der Feuerbringer bei mir schon mal gewonnen – Es gibt keine Romanze für die Hauptprotagonistin. Wirklich keine. Im Bereich des Jugendbuchs wirklich eine sehr angenehme Überraschung. Und auch sonst war Maras Geschichte ein Spaß auf ganzer Linie. Man muss sich allerdings darauf einlassen, dass Tommy Krappweis‘ Hauptmetier die Comedy ist und der Roman an manchen Stellen etwas überzeichnet wirkt, vor allem was Maras esoterikverrückte Mutter betrifft. Allerdings gibt es auch nachdenkliche Stellen, die diese Überzeichnungen mehr als wett machen. Überhaupt gelingt Krappweis das Kunststück, einen Roman über die germanische Götterwelt zu schreiben, der ohne verstaubte Klischees auskommt, ganz im Gegenteil, sogar einige ironische Seitenhiebe auf eben diese enthält. Etwas, was diese eigentlich faszinierende, aber durch den ideologischen Missbrauch durch das Dritte Reich etwas verpönte Mythologie dringend nötig hat. Ein Jugendbuch, das sowohl lustig und unterhaltsam ist, bei dessen Lektüre man aber auch noch richtig etwas lernen kann – Warum gibt es davon nicht mehr? Es existieren zwei Fortsetzungen, die ich mir bei Gelegenheit definitiv auch noch zulegen werde. Bevorzugt auf einer Convention und dann auch gleich von Herrn Krappweis signiert. Weil der Typ einfach cool ist.

Nach ‚Nebenan‘ von Bernhard Hennen eindeutig mein zweites Highlight der eher humoristisch gelagerten Fantasy dieses Jahr. Außerdem soll Neil Gaiman 2017 ein Buch über nordische Mythologie veröffentlichen. Ich bin sehr gespannt auf diese Kombination. Und da der SuB mittlerweile nach hartem Kampf einen weiteren Zehner geknackt hat und bei 39 angelangt ist, darf ich mir, sofern die finanzielle Lage es zulässt, auch wieder ein paar Bücher leisten.

Büchernörgele: Bernhard Hennen, Robert Corvus – Die Wölfin

Musik: The Vision Bleak – She-Wolf  oder  Judas Priest – Pestilence and Plague

Teil 3 der Lesetherapie für geplagte DSA-Meister. Zugegeben, das Abenteuer gehörte nicht zu meinen liebsten Teilen der Kampagne, deshalb war ich doppelt gespannt, was die Autoren daraus gemacht haben und ob es ein paar Anregungen dafür gibt, so manche Stelle etwas griffiger zu gestalten.

Worum geht es?

Nach den Schrecken des Himmelsturms erwartet Kapitän Phileasson die dritte Aufgabe, die ihn in Gefilde führt, in denen der erfahrene Seefahrer mit seinem Latein (oder Bosparano) so ziemlich am Ende ist. Es gilt, eine heimtückische, tödliche Seuche zu bekämpfen, die unter den Nomadenstämmen des aventurischen Nordens wütet. Währenddessen kämpft sein der im Himmelsturm gefangener Konkurrent Beorn um sein Leben und das seiner Leute und bekommt schließlich ein Angebot, das er nicht ablehnen kann, und dessen Tragweite sich ihm erst langsam erschließt.

Wer hat es geschrieben?

Die tapferen Ritter vom Orden des Bananensafts, Bernhard Hennen und Robert Corvus.

Wie sieht das aus?

Plüsch-Karene gibt es leider nicht, deshalb durften die Elche als Deko einspringen. Der Trend zum Farbverlauf der Cover setzt sich fort. War ‚Nordwärts‘ noch in Türkistönen gehalten, besaß ‚Himmelsturm‘ ein blaues Cover. Nun also Lila. Allerdings ist mittlerweile das Vorschaucover zum vierten Band ‚Silberflamme‘ erschienen und es geht wieder in Richtung Blau. Einerseits schade, weil so ein kompletter Farbverlauf über 12 Bände im Regal sicherlich schick ausgesehen hätte, andererseits hatte ich schon befürchtet, dass ‚Silberflamme‘ in Rosaschattierungen erscheinen würde. Und Rosa ist ‚irghsbleibmirwegdamitböseundfürManowarkissenreserviert‘. Da hätte ich zum Erwerb des Buches wohl eine neutrale braune Papiertüte gebraucht.

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Und wie fand ich das nun?

Die Saga schreitet voran und der Trend aus Band 2, dass die Figuren langsam mehr Profil und Facetten bekommen, setzt sich fort. Dank Phileassons Schurkerei am Ende des letzten Bandes sitzt Beorn mit seinen Getreuen nun im Himmelsturm fest und ist den Grausamkeiten seiner Bewohner gnadenlos ausgeliefert. Hier zeigt sich wieder, dass er zwar skrupellos in der Umsetzung seiner Ziele ist, aber durchaus seine Prinzipien hat und genau wie Asleif alles für seine Leute tun würde. Eigentlich sind sich die beiden Kapitäne gar nicht so unähnlich. Und so hat Beorn für Asleifs Tat neben aller Wut auch eine gewisse Anerkennung übrig. Außerdem erfahren die geneigten Leserinnen und Leser, was sich hinter dem Portal befindet, an dessen Durchquerung Vascal della Rescati im letzten Band so spektakulär scheiterte, was der Blender über Intimrasur denkt, und dass nach einem vermeintlich erfolgreichen Plan der Catch 22 um so härter zuschlagen kann. Zudem gibt es erstmals nähere Hinweise darauf, was damals genau geschah, als Beorns Schwester starb und Freundschaft zu unversöhnlichem Hass wurde.

Währenddessen wird Asleif Phileasson von ganz anderen Sorgen geplagt: Die Hafenbürokratie in der nördlichen Handelsstadt Riva ist eine wahre Herausforderung für die Nerven eines Thorwalers der Probleme am lieber direkt löst als dem sprichwörtlichen Passierschein A38 hinterherzujagen (Hier laufen Ohm Follker und seine geschmeidige Zunge zu wahrer Höchstleistung auf), und auch die Bekämpfung einer Seuche ist nicht gerade eine Aufgabe, mit der ein zukünftiger König der Meere rechnet. Nichtsdestotrotz nimmt Asleif die Herausforderung an und findet sich in Situationen wieder, in denen seine Erfahrung als Seefahrer und Kapitän ihm rein gar nichts nützt. Um so mehr muss er sich auf seine mittlerweile auf einige neue Mitglieder angewachsene Schiffsgemeinschaft verlassen und kann sich glücklich schätzen, bei der Auswahl seiner Mannschaft nicht nur auf Kampfstärke geachtet zu haben.

Im dritten Band tauchen zwei neue Perspektivfiguren auf: Der aus dem Himmelsturm befreite Geweihte Praioslob und die Nivesin Nirka. Besonders Praioslob hat mir gut gefallen. Endlich mal ein Praiosgeweihter, der sich in eine Abenteurergruppe integrieren ließe, ohne dass ihn alle nach spätestens zwei Spielsitzungen hassen. Obwohl fest im Glauben, hadert er doch so manches Mal mit den radikalen Dogmen seiner Kirche. Ist es wirklich so abgrundtief schlecht, eine Lüge zu sprechen, wenn er jemandem dadurch in verzweifelter Stunde Trost zusprechen kann? Eine interessante Figur, von der ich gern mehr lesen möchte, allein schon weil er mit dem Praiosgeweihten-Klischee so schön bricht.

Leider ist die zunehmende Menge an Perspektivfiguren vor allem auf der Phileasson-Seite für mich auch der Schwachpunkt des Buches – im Mittelteil zerfasert sich die Handlung etwas und es fällt völlig hinten runter, was die eigentliche Hauptfigur während der Seuchenbekämpfung tut oder sich zu der ganzen Sache denkt. Das finde ich sehr schade, denn eigentlich ist er es doch, der diese Aufgabe erhalten hat. Dafür darf der gute Käptn später noch mal beweisen, dass er eigentlich doch die Seele eines Piraten hat: Die Szene in der er überlegt, dass der Wandteppich leider zu schwer zu Abtransport ist, aber man vielleicht doch zumindest einen der silbernen Kerzenleuchter mitgehen lassen könnte, war eins meiner persönlichen Highights. Auch der emotionale Abschied von seinem Schiff (vermutlich seine wahre Liebe) und das Gespräch, das Nirka davon überzeugt, selbst in die Welt hinauszuziehen, haben mir sehr gut gefallen.

Auch Beorns Ottojasko hat ihre schönen Momente, wobei mal wieder besonders Galayne heraussticht, der sich immer mehr in seinen eigenen Intrigen und denen anderer Mächte verstrickt, und nun den Maulwurf bei der Gemeinschaft spielen darf, die ihn als erste nach ewiger Zeit als einen der ihren zu akzeptieren beginnen. Ich werde immer mehr ein Fan dieser Figur, die sich eigentlich nur danach sehnt, irgendwo dazuzugehören, und dabei doch wieder über seine Agenda stolpert.

Insgesamt ein schönes Buch, bei dem das Lesen viel Spaß gemacht hat, wenn auch der Mittelteil ein paar leichte Hänger enthielt. Nun beginnt eine lange Durststrecke – Band 4 erscheint erst im Oktober nächsten Jahres.

 

SPOILER

 

Wie schon gesagt, der Plot mit der Nivesenseuche ist unbedingt mein Lieblingsabenteuer der Saga. Die Seuche auszuspielen hat mir persönlich nicht so viel Spaß gemacht, dafür gab es auf dem anschließenden Karentreck einige schöne Szenen und die Spieler lernten die Wichtigkeit von so oft verschmähten Talenten wie ‚Viehzucht‘ zu schätzen. Ein komödiantisches Highlight war das Goblin-Reitschwein, das sich die Zwergenkriegerin bei der Episode mit den Goblin-Viehdieben eingefangen hatte und das sie unbedingt zureiten wollte. Nun ja. Das war die Stelle wo das Abspielen des Benny Hill-Themes immer wenn jemand wus der Gruppe etwas wirklich Dummes tut, eingeführt wurde. Die anderen Charaktere hatten am Betrachten des regelmäßigen Zwergenrodeos jedenfalls sehr viel Spaß. Der notgeile Norbarde musste natürlich die Dryade im Feenwald anbaggern und in einer Kneipe am Wegesrand wurde fleißig Wässerchen verkostet, wobei der Swafnir-Geweihte zum absoluten Trinkkönig der Gruppe wurde. Und in einem waren sie sich alle einig, als sie endlich Festum erreichten: Sie wollten nie, nie wieder ein verdammtes Karen sehen!

Büchernörgele: Bernhard Hennen – Nebenan

Musik: Blind Guardian – Imaginations from the other Side

Hier nun Teil 2 des Tests, wie mir die beiden Phileasson-Autoren jeweils alleine so gefallen. Im Gegensatz zu Robert Corvus war mir Bernhard Hennen schon länger ein Begriff, einmal natürlich von der Abenteuerband-Version der Phileasson-Saga und zum anderen von dem Roman ‚Die Elfen‘, den ich vor vielen Jahren mal von einem Freund ausgeliehen und dann abgebrochen hatte. Dies lag nicht daran, dass er schlecht geschrieben gewesen wäre, sondern an meinem dringenden Bedürfnis, die weibliche Hauptfigur an die Wand zu klatschen. Ich glaube, Elfen sind einfach nicht mein Volk. Also musste ein Buch von Bernhard Hennen her, das nichts mit Elfen zu tun hat. Gibt es das? Ja, das gibt es. Zumindest beinahe. Ein Elf kommt vor, aber es ist kein typischer High Fantasy-Elf. Damit kann ich leben.

Worum geht es?

Germanistikstudent und Hobby-Mittelalterdarsteller Till ist mit seinem Leben gerade alles andere als zufrieden – Seine Zulassung zum Examen an der Uni Köln ist akut gefährdet, seine Nerd-WG beginnt, sich ernsthaft mit dem Thema ‚erwachsen werden‘ auseinanderzusetzen und in der Liebe sieht es auch nicht gerade rosig aus. Als Till sich bei einem keltischen Samhainritual in der Eifel aus Frust so richtig die Kante geben will, verpatzt er seinen Teil des Rituals und öffnet so versehentlich eine Pforte nach Nebenan, wo allerlei finstere Märchen- und Sagengestalten nur darauf lauern, in die reale Welt zurückzukehren, von wo sie einst verbannt wurden. Einer kleinen Gruppe bestehend aus dem Magier Cagliostro, dem Erlkönig und einem geistig herausgeforderten Werwolf gelingt der Übergang, was die Kölner Heinzelmänner, die seit vielen Jahrhunderten die Hüter der Pforten nach Nebenan sind, auf den Plan ruft. Mit immer größerem übernatürlichem Chaos konfrontiert, schmieden sie einen waghalsigen Plan um alles wieder in Ordnung zu bringen. Einen Plan, der eine Gruppe mit Schwertern bewaffneter Nerds beinhaltet…

Wer hat es geschrieben?

Bernhard Hennen, einer der bekanntesten Fanatsyautoren Deutschlands. Den allermeisten ist er wohl durch seine Vorliebe für spitzohrige Protagonisten ein Begriff. Ich hatte auf der RPC das Glück, einen von ihm moderierten Workshop besuchen zu können und es hat sich voll gelohnt. Der Mann kommt live sehr sympathisch rüber und hat außerdem echtes Stand Up Comedy-Talent.

Wie sieht das aus?

Weiß und ganz klassisch mit Schwert und schickem Spruchband. Die Totenköpfe in den Ecken sind ein nettes Detail.

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Und wie fand ich das nun?

Also, wo fange ich an? Ein computerverrückter, mafiafilmbegeisterter Heinzelmannboss, Ein Albenfürst, der den Ökoterrorismus als Betätigungsfeld entdeckt, Ein AKW-Mitarbeiter, der eigentlich ursprünglich nur das System unterwandern wollte, eine Reitmöwe mit Killerinstinkt, ein Securitymann der glaubt, vom Predator verfolgt zu werden, eine Star Trek-verrückte Friseuse, die Heilige Inquisition… Es würde den Beitrag sprengen, hier alle liebevoll-abstrusen Figuren aufzuzählen, die diesen Roman bevölkern. Auf 550 Seiten wird die Stadt Köln von einer wahrlich durchgedrehten, mit popkulturellen Zitaten gespickten extraterrestrischen Invasion der etwas anderen Art heimgesucht, und das zu lesen macht unheimlich Spaß und erinnert vom Setting her stellenweise stark an den Campusfantasy-Klassiker ‚Fool on the Hill‘ von Matt Ruff. Trotzdem geht ‚Nebenan‘ ganz eigene Wege, indem viel Gewicht auf den deutschen Sagenraum gelegt wird und wie sich seine Fabelwesen mit der modernen Welt arrangiert haben. Dass zum Beispiel die Heinzelmänner auf die Menschen sauer sind, weil diese irgendwann begannen, kleine, kitschige Stauten von ihnen in ihren Gärten aufzustellen, klingt sehr einleuchtend. Die Hauptfigur Till weist einige Parallelen zum Autor auf und in einem ausführlichen Nachwort erklärt Bernhard Hennen, dass ‚Nebenan‘ ein sehr autobiographischer Roman ist, und welche realen Begebenheiten und Orte in zu verschiedenen Buchszenen inspiriert haben (und dass das reale Leben manchmal noch verrücktere Dinge ausspuckt als die Fantasie eines Autors). Da bekomme ich richtig Lust auf eine etwas andere Köln-Besichtigungstour, nachdem ich schon in London auf den Spuren von Patrick O’Brian und Lycidas gewandelt bin. Vor allem den Übungsstollen unter der Uni würde ich gern mal besuchen. Für mich war es auch aus anderem Grund das richtige Buch zur richtigen Zeit. Genau wie bei Protagonist Till neigt sich auch meine Uni-Zeit endgültig dem Ende zu und das ominöse ‚Endgültig Erwachsen Werden‘ dräut am Horizont. Da ist es schön, von anderen Nerds zu lesen denen es genauso geht. Etwas schade fand ich, dass es manchem Handlungsstrang etwas an Erklärung mangelt, aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Ich habe mich köstlich amüsiert und weiß nun auch Bescheid, wie Schokopudding als Kriegswaffe eingesetzt werden kann und wie groß die Chancen für einen gewissen Heinzelmann sind, Jennifer Lopez zu heiraten.

Von mir gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle die ‚Fool on the Hill‘ von Matt Ruff mochten und mal wieder einen humorvollen Urban Fantasy-Roman lesen wollen. Bernhard Hennen kann definitiv mehr als nur Spitzohren (und einäugige Plünderfahrer). In diesem Sinne: Großhirn an Mund! Buch empfehlen!

Büchernörgele: Robert Corvus – Rotes Gold (Die Schwertfeuer-Saga Band 1)

Musik: Die Streuner – Söldnerschwein

Einer meiner Vorsätze für 2016 bestand darin, mehr deutsche Autoren zu lesen, und ich finde, ich habe mich bisher ganz gut geschlagen. Und als ich dann Phileasson 1 las und eine Menge Spaß mit dem Buch hatte, beschloss ich, mal herauszufinden, was die beiden Autoren Solo so drauf haben. Was Bernhard Hennen betrifft muss ich gestehen, dass ich vor vielen Jahren die Elfen mal angelesen, aber dann abgebrochen habe, weshalb ich für meinen Test dann auch ein Buch ausgewählt habe, das mit beziehungsneurotischen Elfen nichts zu tun hat (Testergebnis folgt). Robert Corvus hingegen war für mich bisher ein völlig unbeschriebenes Blatt. Aus dem Netz wusste ich, dass er eher düstere Fantasy schreibt. Da ich Andrzej Sapkowski, George R. R. Martin, Scott Lynch und Jim Butcher mit großer Begeisterung verschlungen und sowieso ein Faible für Hard Boiled-Geschichten habe, klang das schon mal gut. Als Testobjekt habe ich mir ‚Rotes Gold‘ besorgt, der derzeit aktuellste Roman.

Worum geht es?

Der Klingenrausch aus der Dämonen huldigenden Stadt Rorgator ist eine der berühmt-berüchtigtsten-Södnereinheiten der Welt. Als ihr Anführer Kester bei der Eroberung der Stadt Abidia einem Heckenschützen zum Opfer fällt, droht die Eliteeinheit zu zerfallen und nur dem Einfallsreichtum von Kesters Tochter Eivora und einem neuen Auftrag ist es zu verdanken, dass es vorläufig nicht soweit kommt. Der Klingenrausch soll einen machtgierigen König dabei unterstützen, die als uneinnehmbar geltende Stadt Ygôda zu erobern. Eivoras ganzer Einfallsreichtum ist gefragt, sich selbst als plötzliche Anführerin der schlachtentscheidenden Untereinheit zu beweisen, den Auftrag zu einem erfolgreichen Ende zu bringen und herauszufinden, wer innerhalb des Klingenrauschs Ränke gegen wen schmiedet…

Wer hat es geschrieben?

Robert Corvus, Autor mit (ich erwähnte es bereits) gutem Musikgeschmack (ich freue mich immer, wenn noch jemand The Vision Bleak kennt und mag, und er hat sogar das gleiche Bandshirt wie ich) und einem sehr sehenswerten Videoblog, in dem er über sein Leben als Schriftsteller, Schreibtheorie und die Hintergründe der Buchbranche plaudert, oder mit einer Kamera über Conventions läuft und alles interviewt was nicht rechtzeitig geflohen ist.

Wie sieht das aus?

Zuerst erinnerte mich das Cover an eine Kopie von Saurons Helm aus den Herr der Ringe-Verfilmungen, doch nach Lektüre des Buchs ergibt das Motiv eindeutig einen Sinn.

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Und wie fand ich das nun?

Ich habe ‚Rotes Gold‘ im Regionalzug von Göttingen nach Kassel angefangen zu lesen und habe nach zwei Seiten den lautstarken radwandernden Kegelclub einen Vierersitz weiter erfolgreich mental ausblenden können. Das spricht bei meinem leicht zu Reizüberflutung neigenden Ich schon mal eindeutig für ein Buch.

‚Rotes Gold‘ ist kein Buch für zartbesaitete Leserinnen und Leser. Es ist dreckig, brutal, fies und gemein. Und das ist gut so. Es zeigt, dass auch die Leute, die oft genug Antagonisten rechtschaffener, guter(TM) Helden sind, eigentlich nur ganz normale Leute mit ganz alltäglichen Sorgen und Nöten sind, auch wenn sie Feuerdämonen verehren. Ein interessanter Aspekt sind die jede Söldnereinheit begleitenden Avatare der Dämonen, eine Symbiose aus einem Menschen und einem dämonischen Homunculus, und das titelgebende magische Schwertfeuer, das sie entfachen können, quasi die virtuell zum Leben erweckte Schlachtfeldkarte der Fantasy. Der Avatar des Klingenrauschs, Chastro-Ignuto, ist jemand, den man als Leser gleichzeitig sowohl aufgrund seines notorischen Sadismus hassen als auch irgendwie bedauern kann, weil er damals so dumm war, sich auf diesen Pakt einzulassen, den er mittlerweile in den wenigen Momenten, in denen sein dämonischer Symbiont schläft, zutiefst bereut. Aber die Existenz als Avatar bedeutet Macht. Eine Macht, die auch eigentlich zutiefst rechtschaffene Personen anlockt, die mehr als genug Leid und Verzweiflung gesehen haben und nach einer Möglichkeit suchen, diesem endlich ein Ende zu bereiten.

Eivora als Hauptfigur ist eine interessante Protagonistin. Mit weiblichen Figuren tue ich mich oft schwer (die Gründe würden genug Stoff für einen eigenen Blogpost bieten). Aber Robert Corvus ist es mit Eivora gelungen, diverse gängige Klischees zu umschiffen. Sie hat ihre Stärken, ist aber keineswegs unfehlbar und auch nicht vollbusig und supersexy, aber trotzdem von allen gemobbt und so weiter. Außerdem hat sie mal ein echtes Hobby, das nichts mit ihrem Geschlecht zu tun hat. Und als ihr ein Mann begegnet der sie interessiert, ergreift sie die Initiative, schmachtet nicht ewig passiv in der Gegend rum und gibt auch anschließend nicht ihr Hirn an der Garderobe ab (was viel zu viele ach so kämpferische Protagonistinnen in Romanen, sobald sie ihrem evil bad boy Traummacker begegnet sind, leider tun…). Die daraus resultierende Sexszene kam zwar nicht an das kreative Meisterstück aus aus Andrzej Sapkowskis ‚Die Dame vom See‘ ran, war aber trotzdem mal was anderes als der übliche Quotensex.

Die im Buch enthaltene Karte zum Schauplatz Ygôda ist schön gezeichnet und half sehr dabei, die Situation anschaulich zu machen.  Was ich allerdings etwas vermisst habe, sind eine Weltkarte und eine genauere Weltenbeschreibung. So bleibt leider unklar, wo Rorgator, Ygôda und Abidia im Verhältnis zueinander liegen und wie die allgemeine Beschaffenheit der Welt aussieht, auf die scheinbar sowohl Götter als auch Dämonen Einfluss haben.

Der Schreibstil ist der rauen Welt der Söldner angemessen eher nüchtern, sachlich und präzise, große sprachliche Schnörkel sucht man vergebens. Manche Situationen und allgemein die Beschreibung der Stadt Ygôda kamen mir als Liebhaberin ausführlicher Beschreibungen allerdings etwas zu kurz.

Und an einer Stelle muss die Diplom-Geowissenschaftlerin in mir doch mal klugscheißen. Im Glossar wird Lava als Gestein beschrieben, was umgangssprachlich auch gerne mal so genannt wird. Nach der geologischen Definition bezeichnet Lava jedoch flüssiges Gestein, das an die Oberfläche getreten ist (im Gegensatz zu Magma, wie die gleiche Sache genannt wird, solange sie noch nicht an die Erdoberfläche gekommen ist). Das im Buch beschriebene Gestein heißt korrekt Basalt (zumindest gehe ich davon aus, dass es Basalt ist, wenn das Ursprungsmaterial eher dünnflüssig ist) und nicht Lava. Ja, was geologische Terminologie betrifft, bin ich immer sehr erbsenzählerisch, zu irgendwas muss mein Studium ja gut sein. (Immer wenn ich zum Beispiel den Schicksalsberg in den Herr der Ringe-Verfilmungen sehe, habe ich auch das dringende Bedürfnis, mit dem Kopf die Tischkante zu bearbeiten. Bei derartig flüssiger Lava entsteht nie und nimmer ein so steiler Vulkan. Aber im Kino hätte es vermutlich wesentlich weniger spektakulär ausgesehen, wenn Frodo und Sam gemütlich die sanften Hänge eines Schildvulkans hochgelatscht wären.)

Insgesamt ist ‚Rotes Gold‘ ein schönes Buch, wenn man auch mit der dreckigen, düsteren Seite der Fantasy etwas anfangen kann. Außerdem gefällt mir das Konzept des Schwertfeuer-Zyklus, aufeinanderfolgende aber in sich abgeschlossene Geschichten zu erzählen. Ich bin gespannt, wie es mit Eivora und dem Klingenrausch in der Fortsetzung ‚Weißes Gold‘, die Anfang 2017 erscheinen wird, weitergeht. Robert Corvus hat den Solo-Lesetest definitiv bestanden. Und wie ich herausgefunden habe, hat er auch ein paar völlig in sich abgeschlossene Bücher geschrieben. Lieber Ex-Mitbewohner, falls du das liest, deine jährliche Geburtstagsgeschenkchallenge (Ich wünsche mir einen in sich abgeschlossenen Fantasyroman) wurde hiermit sehr viel einfacher!

Büchernörgele: Bernhard Hennen, Robert Corvus – Nordwärts

Musik: Amon Amarth – The Way of Vikings

Nach viel zu langer Zeit kommt nun endlich wieder eine Folge ‚Horatia nörgelt sich durch Bücher‘.

 

Ich habe lange überlegt, ob ich wirklich eine Rezension schreiben soll, da ich die Phileasson-Saga schon einmal gemeistert habe und mit ganz anderen Voraussetzungen an das Buch herangehe als jemand, der oder die von Aventurien und DSA noch nie etwas gehört hat, aber mich dann doch dafür entschieden. Manchmal muss ein Text einfach raus, und die Phileasson-Saga ist eine Herzensangelegenheit.

Worum geht es? Zwei verfeindete Thorwaler Drachenschiffkapitäne, eine Wettfahrt in 80 Wochen rund um Aventurien, zwölf dabei zu lösende Aufgaben, sich einmischende höhere Mächte und einen Haufen zusammengewürfelter Abenteurer, die mit auf große Fahrt gehen.

Wer hat’s geschrieben? Bernhard Hennen, in der Deutschen Fantasyszene und darüber hinaus bekannt durch zahlreiche Elfen-Romane und Autor der ursprünglichen Phileasson-Kampagne für das DSA-Rollenspielsystem, und Robert Corvus, unter verschiedenen Pseudonymen Autor für unter anderem DSA und Perry Rhodan, sowie Verfasser der Schattenherren-Reihe (und außerdem ein Mensch mit sehr gutem Musikgeschmack).

Wie sieht das aus? So. Solche Fotos entstehen, wenn ich begeistert feststelle, dass das frisch erworbene Buch perfekt zum Nagellack passt.

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Und wie fand ich das nun? Vor der eigentlichen Geschichte steht ein etwa 80 Seiten langer Prolog, der einem mehrere der mitreisenden Abenteurer etwas näher bringt. Dieser hat mich zwiespältig zurückgelassen. Ich freue mich zwar immer über Charakter-Hintergrundgeschichten, aber der Prolog erinnerte mich eher an A Song of Ice and Fire als an Aventurien, bis hin zu einem Satz, an dessen Ende eigentlich nur noch ein ‚Valar Morghulis‘ gefehlt hätte. Außerdem hat mich irritiert, dass die ganze Zeit nur von Jungmannen die Rede war und Frauen nur zum Füllen des Methorns auftauchten und abfällig Weiber genannt wurden. Die Thorwaler sind zwar ein raues Völkchen, aber eigentlich sind bei ihnen Männer und Frauen komplett gleichberechtigt.

Dann ging es endlich mit der richtigen Geschichte los, die 10 Jahre nach dem Prolog spielt und ziemlich genau dem Abenteuerband folgt. Ich konnte immer mitblättern und hatte endlich mal keinen Grund, über fehlendes Kartenmaterial zu mosern. Da auf die meisten Meisterfiguren unter der Schiffsbesatzung verzichtet wurde, sind einige interessante neue Figuren dabei. Leider wurde ausgerechnet das Kernstück des ersten Bandes, die schon lange andauernde Fehde zwischen den rivalisierenden Kapitänen Asleif Phileasson und Beorn Asgrimmson, kaum thematisiert. Ein Satz, dass der Unfalltod von Beorns Schwester wohl der Auslöser der offenen Feindschaft war, das war es auch schon. Schade, da hätten die Autoren so viel mehr aus der Geschichte herausholen können. Was ist damals genau passiert? Was haben die beiden seitdem getan um sich gegenseitig das Leben schwer zu machen? Was hat Phileasson im Güldenland erlebt und war Beorn wirklich auch da oder hat er nur gelogen? Ich will Drama, Baby, Drama! Das wäre perfekter Stoff für den Prolog gewesen! Vielleicht bringen die weiteren Bände in der Hinsicht noch was, sonst wäre ich echt enttäuscht.

Sehr gut ausgearbeitet hingegen fand ich die Figur der Travia-Geweihten Shaya Lifgundsdottir, die als Schiedsrichterin des Wettkampfs mit auf die Reise geht und mit dem rauen Umgangston auf einem Drachenschiff und ihrer durch ihre Position bedingten Außenseiterrolle in der Mannschaft hadert. Shaya hat im Vergleich zum Abenteuer wirklich an Profil gewonnen, und es ist schön zu beobachten, wie sie nach und nach in ihre Rolle in der Schiffsgemeinschaft hineinwächst. Mein absoluter Liebling unter den Protagonisten ist allerdings Irulla, eine Waldmenschenfrau mit extrem morbider Weltsicht und einer besonderen Beziehung zu Spinnen. Leider trat sie im ersten Band nur am Rande in Erscheinung, ich würde mich freuen, in den Fortsetzungen mehr von ihr zu lesen.

Im Gegensatz zum Abenteuerband wird auch Beorns Geschichte viel Raum gegeben, was ich persönlich als gelungenen Schachzug seitens der Autoren empfinde. So bekommt zum Beispiel eine Stelle, die ich beim Vorbereiten des Abenteuers immer als sinnlose Meisterwillkür empfunden habe, plötzlich einen ganz anderen Kontext.

Der Phileasson von Hennen und Corvus kommt recht nahe an ‚meinen‘ Phileasson heran, den ich charakterlich ziemlich stark an Captain Jack Aubrey aus den Master and Commander-Romanen von Patrick O’Brian angelehnt hatte. Ehrenhaft, charismatisch, ein strenger aber gerechter Kapitän mit einer gelegentlichen Neigung zu tollkühnen Aktionen. Nur hoffe ich, wie schon geschrieben, noch auf mehr Hintergrundgeschichte. Aus dieser ikonischen Figur ist noch so viel mehr herauszuholen.

Trotz seiner Schwächen hat mir ‚Nordwärts‘ eine Menge Spaß und eine schlaflose Nacht beschert, und ich habe mich mit einem breiten Grinsen im Gesicht immer wieder daran erinnert, was meine Gruppe damals in der jeweiligen Situation so alles getrieben hat. Meine Rollenspielkonditionierung hat außerdem dafür gesorgt, dass immer wieder mitgerätselt habe, was die Protagonisten wohl gerade gewürfelt haben (Spontane Selbstentzündung beim Ignifaxius! Das war mindstens eine Doppel-20!). Lustigerweise erinnert die Lösung der ersten Aufgabe im Buch sehr stark an das, was meine Spieler ausgebrütet hatten. Nur der Nihilgravo und die angesengte Feder am Hut des Schwertgesellen fielen im Buch aus. Falls ich die Kampagne noch mal meistern sollte (worauf ich gerade so richtig Bock habe), werde ich definitiv auf einige der Anregungen aus der Romanfassung zurückgreifen.

 

***SPOILER***

Nun bin ich gespannt auf Band 2, der im August erscheinen soll. Das Abenteuer, in dem der von mir beim Witcher 2-Let’s Play inflationär gebrauchte Begriff ‚missgünstige Elfen‘ seinen Ursprung hatte. Wird jemand das Schwert aus dem Eisgrab einsacken und beinahe von einem für alle anderen unsichtbaren Monster erlegt werden?  Wird jemand auf DEN Gong hauen? Werden sie Pardonas Pantoffeln stehlen (und anschließend die Diebstähle von Borbarads Badelatschen, Rohals Rasiermesser und Nahemas Nagelschere planen)? Wird jemand beim hinterhältigen Abstechen einer andersweitig abgelenkten Chimäre patzen und einen schweren Eigentreffer landen? Werden sie überhaupt wieder lebend aus dem Himmelsturm rauskommen und wird Irulla auch dort, wie angekündigt, eine Spinne finden?

***SPOILER ENDE***

A very fond Farewell

Musik: Green Highland – The parting glass

Eigentlich wollte ich heute über meinen Fortschritt beim Besticken von Sechsecken und dem Verarbeiten rostfarbener Wolle schreiben, aber aus gegebenem Anlass wird es nun doch ein ganz anderer Post. Einer der für mich inspirierendsten Menschen überhaupt ist heute im Alter von 66 Jahren gestorben. Ich rede von Sir Terry Pratchett, der trotz Tolkien, Patrick O’Brian und einigen anderen doch immer mein absoluter Lieblingsautor geblieben ist. Ohne Pratchett, seine Scheibenwelt-Romane und die darum gewachsene Community wäre mein Leben definitiv anders verlaufen und ich hätte viele wunderbare Menschen nie kennen gelernt. Aber zurück zum Anfang.

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Meine erste Begegnung mit Terry Pratchett hatte ich vor über 15 Jahren nachts um halb eins Ortszeit nach 24 Stunden Flug in einem Hotelzimmer in Honolulu. Da ich aufgrund akuten Jetlags absolut nicht schlafen konnte, griff ich nach dem nächstbesten Buch und fing an, zu lesen. Zufällig handelte es sich bei ebenjenem Buch um den Sammelband ‚Die Scheibenwelt‘, den der Heyne-Verlag in der glorreichen alten Zeit der schrottigen Fantasybuchdesigns mal herausgegeben hatte. Und obwohl das Buch gefühlt mitten in der Handlung begann (ich frage mich bis heute, was den Verlag bei der Aufteilung der Sammelbände geritten hat), war ich gefesselt. Wieder zurück in Deutschland begann ich dann, mich durch das damalige Gesamtwerk zu arbeiten, und meine Mitschüler hatten einen weiteren Grund, mich für bekloppt zu halten, als ich plötzlich nur noch von flachen Welten redete.

Schon seit ich Kind war, habe ich mich mehr oder dilettantisch am Schreiben von Geschichten versucht, und inspiriert von Pratchett griff ich mit 16 zum ersten Mal so richtig in die Tasten. Die resultierende Geschichte war grauenhaft schlecht. Wirklich. Sie liegt noch ausgedruckt irgendwo in den Tiefen meines Schreibtischs und wenn ich sie beim nächsten Umzug wieder finde, wird es mindestens eine sehr unterhaltsame Stunde inklusive ausgiebigen Fremdschämens. Aber immerhin, ein paar Aspekte jenes textgewordenen Grauens haben überlebt, unter anderem der Name meines langlebigsten Rollenspielcharakters. Araghast Breguyar, ich rede von dir.

Nachdem ich eingesehen hatte, dass meine schriftstellerischen Künste doch noch nicht so der Bringer waren, vergingen ein paar Jahre und ich stellte mich der Herausforderung namens Abitur. Anschließend jobbte ich im Bremer Planetarium und hatte zwischen den einzelnen Vorführungen eine Menge Zeit totzuschlagen. Diese nutzte ich, um sämtliche bis dahin erschienenen Scheibenwelt-Romane wieder einmal zu lesen, und nachdem ich durch war, machten sich gewisse Entzugserscheinungen breit. Ich begab mich in das damals noch recht neue Internet und entdeckte das höchst interessantes Phänomen namens Fanfiction. Nun ja, einiges davon wirkte recht verstörend. Ausführlicher heißer Sex zwischen Mumm und Vetinari? Warum?????

Dann begann im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Kapitel meines Lebens, als ich beim Surfen im Netz auf die Stadtwache von Ankh-Morpork stieß. Ein textbasiertes Online-Rollenspiel auf der Scheibenwelt – besser konnte es gar nicht kommen. Nachdem ich mich anderthalb Monate gründlich eingelesen hatte, grub ich einen alten Charakter aus der Geschichte des Grauens aus, machte einen Wächter aus ihm, meldete mich an und schrieb die ersten Geschichten, die erstaunlicherweise gar nicht schlecht ankamen.

Im Laufe der Zeit wurden die Texte länger und mündeten schließlich in einem wahnwitzigen 250.000 Wörter-Epos, das bisher immer noch den Gipfel meines Fanfiction-Schaffens darstellt. Dazu kamen zahlreiche wunderbare Treffen mit weiteren Pratchett-Fans, aus denen sich viele gute Freundschaften ergeben haben, ohne die ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen kann und für die ich mich auch einfach spontan mal stundenlang in den Zug setze. Ich kenne mehrere Ehepaare, die sich über die Stadtwache und die Pratchett-Community kennen gelernt haben. Erst vorgestern wurde der jüngste Spross der Pratchett-Community geboren.

Ich mag mir gar nicht vorstellen, was wäre, wenn ich damals ein anderes Buch mit auf den Hawaii-Urlaub genommen hätte.

In diesem Sinne erheben der Kommandeur und ich ein Glas Untervektor-Rum auf einen der besten Autoren aller Zeiten. Lebewohl, Sir Terry, wohin auch immer dich deine Wege nun führen werden. Vielleicht triffst du irgendwo da draußen ja einen gewissen Vulkanier…

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The Number of the Beast

Musik: Die Hammerfall-Playlist auf youtube

Zuerst die schlechte Nachricht: Mein Rechner erfüllt die Hardware-Mindestanforderungen für The Witcher 3 nicht und Aufrüstung ist derzeit nicht drin. So ein Mist. Aber immerhin kommt im April ein neuer Geralt-Roman von Andrzej Sapkowski raus, mit dem ich mich vorläufig trösten kann.

Die gute Nachricht: Durch die wegfallenden Zock-Orgien habe ich viel Zeit für ein neues Großprojekt. Oder ich könnte mit der Assassin’s Creed-Reihe anfangen. Den ersten Teil gibt es gerade auf der Softwarepyramide im Supermarkt für unter 10 Euro. Oder ich mache einfach beides. Warum eigentlich nicht? Inhumieren und Nähen ergibt doch eine tolle Freizeitbeschäftigungskombination. Wie würden Manowar singen – Sew! Sew! Sew and Kill!

Aber zum eigentlichen Thema. Vor ein paar Jahren hatte ich, angesteckt vom allgemeinen Hype, mal fleißig Patchworkstoffe gehamstert und einen Sechseck-Quilt angefangen, der eine Lesedecke werden sollte. Aber der erste Ansatz hat mir nie wirklich gefallen, weshalb das ganze Projekt zusammen mit den Patchworkstoffen in eine Kiste wanderte und dort vor sich hin schmorte. Fazit: Die Idee war gut, aber ich noch nicht bereit.

Die Wiederauferstehung des Projekts ‚Lesedecke‘ begann, wie so oft, mit etwas ganz anderem, nämlich mit der kristallographischen Raumgruppe P6_3mc, deren Phasenumwandlung unter Hochdruck ich im Zuge meiner Promotion untersuche. Von oben, aus Richtung der c-Achse des Koordinatensystems betrachtet, hat sie die Form von Sechsecken. Tja, dann wurde ich von einem umherirrenden Inspirationspartikel getroffen, fing an zu kritzeln und am Ende kam dieser grobe Entwurf dabei heraus. Here There Be Dragons. Genau das richtige Motto für die Lesedecke einer begeisterten Fantasy-Leserin.

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Nach der Uni habe ich die Patchwork-Kiste wieder ausgegraben, die Sechsecke ausgemessen und einige Berechnungen angestellt. 1,4 x 2 m erscheint mir für eine Lesedecke zum Einkuscheln auf dem Sofa eine gute Größe. Außerdem konnte ich es nicht lassen, die Ebenengruppe eines Sechseckquilts mitsamt ihrer Symmetrieelemente zu bestimmen und schon mal auf dem Papier einige mögliche Anordnungen der Beschriftung durchzuprobieren. Durch den berechneten Sechseckbedarf zementierte sich rein zufällig das bisher nur zum Spaß vorhandene Projektmotto. 660 Sechsecke. 666. The Number of the Beast. Was will mir mein Leben damit sagen? Dieser Quilt wird sowas von Trve mit v.

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Der nächste Schritt war das Entwerfen der Schrift. Angesichts der Sechseckmaße erschien mir eine Buchstabengröße von 4 cm am günstigsten. Und ja, ich brauche eigentlich 3R. Das hatte ich bei der ersten Auflistung irgendwie verpeilt.

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Meine Stoffwahl für die beschrifteten Sechsecke fiel schließlich auf Ditte in der freundlichen Farbgebung ‚Ewige Verdammnis‘. Davon habe ich noch mehr als genug und ich werde endlich mal die ganzen kleinen Reststücke los, die bei anderen Projekten so übrig bleiben. Die Schrift selbst wird für größtmöglichen Kontrast in weiß gehalten werden. Damit habe ich auch eine erste Verwendung für das Perlgarn aus dem Handarbeitszubehör-Erbe gefunden. Die wunderbar altmodische Schachtel mit Seidenpapier-Einlage lässt vermuten, dass das Garn möglicherweise sogar noch von der Mutter meiner angeheirateten Tante gekauft wurde. Jedenfalls musste ich den ersten Buchstaben auch gleich schon mal zu Testzwecken sticken. Hierzu habe ich den Buchstaben spiegelverkehrt auf weiche Vlieseline durchgezeichnet, auf die Innenseite des zukünftigen Sechsecks gebügelt und dann im Steppstich durchgestickt.

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Jetzt werde ich erstmal in Ruhe die Buchstaben sticken und auf Papp-Sechsecke ziehen. Über die Anordnung kann ich mir immer noch Gedanken machen, wenn sie fertig sind. Ansonsten plane ich weitere bestickte Sechsecke mit diversen Motiven aus popkulturellen Phänomenen die ich mag. Und ich brauche definitiv ein Sechseck mit der Aufschrift ‚666 – The Number of the Beast‘. Außerdem sollte ich dringend mal den Stoff-Vorrat sichten und mir zumindest einen groben Plan machen, was ich eigentlich will. So ganz ohne Plan drauflos arbeiten hat beim letzten Anlauf nicht wirklich funktioniert. In zwei Wochen ist wieder Stoffmarkt Holland in Hannover (dieses Mal höchstwahrscheinlich ohne plötzliche Absage wegen des menschlichen Abschaums von HoGeSa) und falls ich doch noch was brauche… Eigentlich habe ich gerade nicht wirklich Geld für Shöpping-Eskapaden, aber… Stoff!

You’re a bad man, Silk!

Sicherlich habt ihr den Mangel an Beiträgen in den letzten Wochen bemerkt. Das lag daran, dass mein Router einen massiven Wackelkontakt entwickelt hat. Zuerst half noch das gute alte Rein-Raus-Spiel mit dem Stecker, doch irgendwann ging dann gar nichts mehr. Und was treibt man so, wenn man temporär von der schönsten Zeitverschwendung die es gibt abgeschnitten ist? Man könnte mal wieder so richtig die Wohnung auf Vordermann bringen. Man könnte an seinen zahlreichen UFOs weiterarbeiten. Man könnte sich ausgiebiger als sonst mit der Doktorarbeit beschäftigen. Man könnte seine sozialen Kontakte gründlich pflegen. Man könnte die Zeit aber auch nutzen um sich mit Unmengen von Tee und ausgewählten Alnatura-Weihnachtsleckereien aufs Sofa zu verkrümeln und sich mal wieder eine seiner absoluten Lieblings-Fantasyreihen reinzupfeifen.

Und so kam es, dass ich in Gesellschaft eines auserwählten Teenagers mit Superkräften, eines alten weisen Magiers, seiner temperamentvollen Tochter und diversen anderen schrägen Gestalten ausgezogen bin, um zwei Mal hintereinander die Welt zu retten. Die Rede ist von der Belgariad- und Malloreon-Saga von David Eddings, die ich jedem ans Herz legen kann, dem mal so sichtig der Sinn nach klassischer Fantasy aus den Achtzigern steht. Leider wird die Serie, wie ich von einer befreundeten Buchhändlerin erfahren habe, auf Deutsch nicht mehr verlegt, aber auf Englisch kommen der trockene Humor und die wunderbaren Dialoge sowieso viel besser rüber. Obwohl die Geschichte eigentlich so ziemlich jedes Genre-Klischee mitnimmt, hat sie doch etwas ganz Eigenes, was sie auch über 30 Jahre nach ihrem Erscheinen noch vom durchschnittlichen Fantasy-Einheitsbrei abhebt. So kommt Eddings zum Beispiel völlig ohne Elfen, Zwerge, Orks und das ganze übrige Fantasy-Gesocks aus, und der obligatorische alte weise Magier zieht als diebischer Landstreicher durch die Gegend und interessiert sich oft größtenteils dafür, wo er das nächste Bier herbekommt. Da ich eine sehr protagonistenfixierte Leserin bin, komme ich bei den ganzen wunderbar schrägen Figuren der Reihe voll auf meine Kosten. Auf den ersten Blick wirken sie zwar oft wie wandelnde Klischees, aber im Laufe der Lektüre entwickeln sie alle verborgene Tiefen, und man muss sie mitsamt ihrer herrlichen Schrullen einfach gern haben. Und es ist schon eine Kunst, eine auf den ersten Blick absolut unauffällige Figur zu schreiben, die aber insgeheim die lebenserfahrenste und weiseste Person der Gruppe ist und am Ende sie schönste Belohnung von allen bekommt. Hach. Schnüff. Wo waren noch mal die Taschentücher?

Deshalb: Auch wenn ich immer mal wieder über auserwählte, weltrettende Teenager mit Superkräften lästern mag, kommt es immer darauf an, was der jeweilige Autor aus der Sache macht. Selbst Andrzej Sapkowsis absolut geniale Geralt-Saga ist, auf den Kern heruntergekocht, eine Geschichte über einen auserwählten Teenager mit besonderen Kräften, der die Welt retten soll. Fantasy-Autoren müssen das Rad nicht zwanghaft neu erfinden um eine wirklich gute Geschichte zu schreiben, sondern nur ein Rad basteln, das ein unverwechselbares Aussehen hat.

Außerdem enthält die Belgariad-Saga in einem Kommentar der nähbegeisterten Zauberin Polgara eines der meiner Meinung nach schönsten Zitate über das Handarbeiten:

Sewing keeps the hands and the eyes busy, but leaves the mind free for other things. It’s very relaxing.

Auch wenn es bei mir im Zeitalter der Nähmaschine eher aufs Stricken zutrifft, es steckt eine Menge Wahrheit darin. Handarbeiten ist eine wunderbar entschleunigte Tätigkeit und nachdem ich mich jetzt in gut zwei Wochen durch zehn Bücher gefräst habe, werde ich mich nun mal wieder mehr der Textilverarbeitung zuwenden.

 

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 29 und endgültiges Ende

Episode 29: Die Jungfrau töten und den Drachen befreien – oder so ähnlich…

 

Nur aus reinem Interesse stattete ich, bevor ich zu Philippa schritt, noch mal dem Eingang des Lagers von Kaedwen einen Besuch ab und wurde auch prompt von zwei Soldaten angegriffen. Zum Glück hat niemand gesehen, wie ich sie kalt gemacht habe, sonst hätte ich bestimmt ziemlichen Ärger am Hals.

In der Kanalisation war weit und breit kein Iorveth zu sehen. Na gut, dann schleiche ich halt alleine zu Radovids Knast. Einige nun verstorbene Moderhäute und Geheimgänge später stand ich schließlich vor dem Eingang des Zellentrakts. Radovid war gerade in Gesellschaft Shilards dabei, Philippa so richtig fertig zu machen. Irgendwie nachvollziehbar, dass der König Redaniens einen Groll gegen sie hegt, hat sie doch, solange er noch minderjährig war, Redanien faktisch regiert und hielt sich für die graue Eminenz hinter dem Thron. Radovid hatte endgültig die Schnauze voll von ihren Ränken und ließ ihr vom Folterknecht mit Hilfe eines Löffels und unter Begleitung ziemlich ekliger Geräusche die Augen ausstechen. Warum fühlte ich mich gerade an den alten Robin Hood-Streifen mit Kevin Costner erinnert? Irgendwann hatte Radovid genug und ließ die nun blinde Philippa in ihrer Zelle zurück. Auch Shilard wollte gehen, ließ aber noch die Umgebung von seiner Garde absuchen. Natürlich hatten sie mich auf meinem Lauschposten entdeckt, sodass ich erstmal eine Runde Nilfgaarder erschlagen durfte. Dann pirschte ich mich zu den Zellen. In einer saß Philippa, in der anderen hatte sich Shilard mit seinem letzten Bewacher verschanzt. Ich trat in die Zelle des letzteren, erledigte die Wache und verpasste Shilard einen ordentlichen Kinnhaken, der ihn vorläufig ruhig stellte. Dann wandte ich mich Philippa zu.

Die nun blinde Zauberin schien einiges von ihrem Schneid eingebüßt zu haben und erklärte sich bereit, mir den Gegenzauber für Saskia zu geben, wenn ich sie nur aus dem Knast holen würde. Nun stand ich wieder vor dem Dilemma – Schnappe ich mir Shilard und presse mir mit ihm als Geisel den Weg zu der gefangenen Triss frei, oder nehme ich Philippa mit zu ihrem Haus, wo der Gegenzauber für Saskia lagern soll?

Ich entschied mich für Philippa, da ich ja schon wusste, dass Letho am Ende dafür sorgen wird, dass ich Triss unversehrt zurück bekomme. Also schleifte ich die blinde Zauberin in die Kanalisation, wo ich auf den sich mit Moderhäuten herumprügelnden Iorveth stieß. Nett, dass du dich auch mal wieder blicken lässt, Spitzohr. Ich drückte Iorveth Philippa aufs Auge und widmete mich der Extermination diverser Moderhäute, bis wir schließlich vor dem Eingang zu Philippas Haus standen. Der Gang endete im Arbeitszimmer, wo sich erstmal mehrere Gargoyles auf mich stürzten. Immer diese Zauberer und ihre Sicherheitsvorkehrungen…

Ich plünderte mich einmal quer durch Philippas Räumlichkeiten und entdeckte Aufzeichnungen, sie eine Art magischen Kreis darstellten. Dann folgte ich Iorveth und Philippa zur Dachterrasse, wo eine magisch verschlossene Truhe stand, vor der ein Kreis mit Kerzen aufgestellt war. Laut Philippa enthielt die Truhe einen Dolch, auf dem der Gegenzauber zu Saskias Kontrollband lag. Ich sollte nur die Kerzen in der richtigen Reihenfolge entzünden, sie würde dann einen Zauber sprechen, der die Truhe öffnet, nur müssten wir ihr dazu die antimagischen Fesseln entfernen, die ihre Hände banden. Iorveth schien der Zauberin nicht zu trauen und hielt ihr nach der Entfesselung in einer dramatischen Geste eines seiner Schwerter von hinten gegen den Hals. Richtig so! Wetten, die probiert irgendwelche dummen Tricks.

Ich probierte die Anweisungen zur richtigen Kerzenreihen aus und war mit der zweiten Kombination erfolgreich. Philippa entzauberte wie versprochen die Truhe, warf dann Iorveth mit einem Zauberspruch gegen die Wand und verschwand schließlich durch ein Portal, während ich mich unversehens gefangen in einem magischen Kreis wieder fand, in dem ein ziemlich wütender Golem lauerte. Ich hab’s doch geahnt, dass Philippa Eilhart nicht einfach klein beigibt und noch ein paar Gemeinheiten auf Lager hat. Ich prügelte mich mit dem Golem, während gleichzeitig feurige Geschosse auf mich niederprasselten. Zumindest hatte Iorveth den magischen Schuss halbwegs unbeschadet überstanden und als der Golem erledigt war, ging auch die Truhe endlich auf, sodass ich den Dolch an mich nehmen konnte. Iorveth und ich verabredeten uns vor dem Eingang des Amphitheaters, wo in Kürze das große Gipfeltreffen beginnen sollte, und gingen dann unserer Wege. Immerhin gab es da noch ein paar komische schwingende Kristalle, deren Geheimnis ich noch lüften musste.

Ich muss gestehen, ich habe geschummelt und nach ein paar weiteren vergeblichen Versuchen die Lösung im Netz nachgeschaut – Man muss die anderen beiden Kristalle mit Igni anschubsen! Das tat ich dann auch, und Sesam öffne dich. Hinter der Tür befand sich ein Raum mit diversen Särgen, aus denen immer wieder Geister aufstiegen, und eine Truhe mit vielen vielen Orens. Die habe ich natürlich gleich eingesackt. Einen Gang weiter stieß ich auf einen weiteren Raum, der durch eine Treppe zweigeteilt war. In die Mitte der Treppe war eine Statue einer auf zwei Beinen stehenden Echse eingelassen. Ein Vran? Irgendwie sehen sie aus wie die Achaz aus DSA. Gerade als ich ein tolles Schwert aus dem Sockel der Statue gezogen hatte, materialisierte sich ein verschleierter Magier vor mir und griff mich an. Ich stürzte mich in den Kampf und nachdem er ein paar Schläge eingesteckt hatte, verschwand er hinter eine Schutzwand, beschwor einige Erscheinungen und deckte mich gleichzeitig mit Brandbomben ein. Argh. Also fleißig Quen benutzen, ausweichen und feste drauf auf die Erscheinungen! Zum Glück wird durch einen brennenden Ring immer angezeigt, wo die nächste Brandbombe niedergehen wird, sodass man sich noch rechtzeitig verdrücken kann bevor man gegrillt wird. Nachdem der Magier erledigt war, öffnete sich eine weitere Tür, die mich wieder auf die unterste Etage des Turms führte, wo zuvor nur eine Sackgasse gewesen war. Na gut, dieser Dungeon hat sich auf jeden Fall gelohnt, das Vran-Schwert frostet die Gegner nämlich gerne mal ein und lässt sie zu Eis zerspringen.

Dann kümmerte ich mich noch um die Gargoyle-Nebenquest und stattete dem mysteriösen Kerl mit dem Nanna-Kampa-Zi-Uddu-Manuskript einen weiteren Besuch ab. Dieses Mal wollte ich wissen, was passiert, wenn man behauptet, nicht der Auserwählte zu sein – Und ich hatte es schon irgendwie erwartet, man wird angegriffen und pausenlos mit Feuerbällen bombardiert. Das Ganze erinnert irgendwie an den Kampf gegen Letho im ersten Akt, nur dass man nach ein paar erfolgreichen Schwerttreffern gleich noch von zwei Super-Gargoyles angegriffen wird, die einen schneller umhauen als man Quen sagen kann. Hrmpf. Im Questhandbuch stand was vom Löschen der Fackeln, damit man die Gargoyles umgehen kann, aber auch das ist wahnsinnig schwer, wenn man unter magischem Dauerfeuer steht. Zumal man für jede Fackel offensichtlich auf einer ganz bestimmten winzigen Stelle stehen muss um das entgegengesetzte Igni auslösen zu können. Nach zehn vergeblichen Versuchen hatte ich die Schnauze voll – mittlerweile hatte ich Stufe 35 erreicht und hätte sowieso keine Erfahrungspunkte mehr für den Kampf bekommen. Also behauptete ich nach dem nächsten Exitus wieder, dass ich der Auserwählte wäre und verteilte meine Punkte neu. Da ich dieses Mal etwas anders geskillt hatte und festgestellt hatte, dass ich manche Talente doch nicht brauchte, habe ich beim Umskillen noch mal 120 zusätzliche Lebenspunkte rausgeholt. Alles, was gegen den Drachen hilft, wird gerne genommen…

Würfelpoker und Armdrücken habe ich mir geschenkt, wie gesagt, bei Stufe 35 ist leider Ende im Gelände, was Erfahrungspunkte betrifft. Also ließ ich mir von Bras von Ban Ard noch das Schwert aus der Gargoyle-Quest bauen und machte mich dann auf zum Amphitheater. Mal sehen, wie der Gipfel verläuft, wenn man mit Iorveth unterwegs ist.

Unterwegs lief mir ein Soldat aus Aedirn über den Weg und ich erfuhr, dass Stennis mittlerweile in Vengerberg zum König von Aedirn gekrönt worden war und Stabilität in der Land gebracht hatte. Na meinetwegen. Der Kerl war zwar ein arrogantes Schwein, aber besser so, als wenn ein weiteres Land im Chaos versinkt.

Iorveth wartete vor dem Eingang des Amphitheaters auf mich, neben ihm lagen die beiden erschlagenen Wachen. Meine Güte, Iorveth, du musst auch wirklich jeden umbringen. Gegen dich ist Roche ja noch geradezu zivilisiert, der bringt immerhin nur Leute um, die ihn wirklich annerven. Aber egal, gehen wir rein.

Drinnen wurden wir Zeugen, wie Radovid und Henselt den armen Jan Natalis verbal in die Ecke drängten und Temerien schon mal provisorisch unter sich aufteilten. Dann betrat die von Philippa beherrschte Saskia als Königin des Pontartals die Bühne und stellte ihre Bedingungen: Anerkennung des souveränen Staates von allen Herrschern und Philippa Eilhart als ihre Beraterin. Radovid und Henselt pöbelten daraufhin etwas herum und dann trat auch schon Shilard auf den Plan und zog sein Spielchen mit dem gefangenen Letho ab. Iorveth bemerkte, dass Königin Saskia sich anscheinend die Nase pudern gegangen war und dann rückte auch schon der Orden der Flammenrose vor, verhaftete die Magier und Saskia in Drachenform setzte mal wieder alles in Brand und nahm Sile mit.

Dieses Mal steckte Iorveth hinter dem Flammenvorhang fest und wieder rannte ich zum Turm und dopte mich kurz vor dem Betreten noch mit einer Runde Tränke. Nun wusste ich ja, wie das mit der Treppe funktionierte, ließ mich nicht von der Möglichkeit verwirren, die Fackeln zu löschen, und kam heil oben bei Sile an. Da ich wissen wollte, was passiert, ließ ich sie zur Abwechslung mal am Leben und erfuhr im Gegenzug von ihr, dass Nilfgaard hinter allem steckte und ich Yennefer dort suchen sollte. Aber obwohl ich so nett war, sie zu retten, griff mich der Drache alias Saskia an. Da ich schon wusste, was mich erwartete, war der Kampf geradezu lächerlich einfach und dann sprang ich auch schon auf Saskias Rücken und gemeinsam legten wir unsere spektakuläre Bruchlandung hin.

Ich benutzte Philippas Dolch und wenig später stand Saskia in Menschengestalt mit einer klaffenden Wunde in der Brust vor mir. Sie war wieder komplett sie selbst und wir unterhielten uns noch ein wenig. Leider konnte sie mir auch nicht sagen, was aus ihrem Vater geworden war. Schade, ich hätte gerne erfahren, wie es Borch und seinen beiden serrikanischen Kriegerinnen so ging, denn seine Geschichte gehörte zu den humoristischen Glanzstücken der Buchreihe. Und Saskia ist durchaus eine praktisch denkende Person. Es war ihr klar, dass Iorveth ein gesuchter Terrorist ist, und er sollte sich seinen Platz in Vergen erst durch seine Taten verdienen. Außerdem scheinen seine Gefühle ihr gegenüber nicht erwidert zu werden – Saskia findet Zwerge faszinierend. Am Ende erklärte sie mir noch, dass ich als Gast in Vergen jederzeit willkommen sei, und machte sich davon, um ihre Wunden zu lecken. Mach’s gut, Saskia. Du bist ein echter Lichtblick in diesem ganzen korrupten Sumpf.

Ich marschierte zurück nach Loc Muinne und quälte mich die Mauer hoch. Dieses Mal war es Iorveth, der auf mich gewartet hatte und mir seine hilfreiche Hand entgegenstreckte. Als er mir auf die Schulter schlug, grinste er sogar. Ich erzählte ihm, dass es Saskia gut ging und er war sichtlich erleichtert und bezeichnete mich als den anständigsten Menschen, den er je getroffen hätte. Als ich darauf erwiderte, ich wäre kein Mensch, stellte ich fest, dass ich zumindest für einen kurzen Augenblick seinen unversöhnlichen Hass auf Menschen ins Wanken gebracht hatte. Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung für dich, Iorveth. Wenn du mit allen anderen Spezies zusammen in Vergen leben willst, solltest du wirklich dringend an deiner Einstellung arbeiten.

Ich erwähnte, dass Nilfgaard hinter allem steckte und konnte mir auf Spielerseite ein wenig Schadenfreude nicht verkneifen. Zu Beginn des ersten Aktes hatte Iorveth noch großspurig behauptet, sich nie wieder von Nilfgaard ausnutzen zu lassen, und was war passiert, indem er Letho geholfen hatte – Genau das.

Letho wartete wieder im ehemaligen temerischen Camp auf mich, also machten wir uns an diversen getöteten Magiern vorbei auf den Weg. Anscheinend ist es in dieser Hinsicht egal, ob man sich für Roche oder Iorveth entscheidet, das große Magiermassaker findet auf jeden Fall statt. In der ehemaligen Würfelpokerhölle trafen wir auf zwei Soldaten, die gerade eine Magierin vergewaltigen wollten. Nicht mit mir, ihr Schweine. Also das tolle Vran-Schwert gezogen und mal wieder eine Runde draufgehauen und herumgehext. Mein spitzohriger Begleiter brachte es natürlich fertig, genau in meiner Schusslinie herumzukämpfen. Iorveth, steh da nicht im Weg rum! Hier wird scharf mit Feuerbällen geschossen! Ich habe meine magische Artillerie natürlich trotzdem abgefeuert, was Iorveth nicht sonderlich zu jucken schien. Immunität des Verbündeten oder so.

Außerhalb der Spielhölle lauerte noch eine Horde Nilfgaarder auf uns, keine Ahnung, was die so dringend von uns wollten. Aber egal, komm Iorveth, plätten wir die auch noch.

Im ehemaligen temerischen Lager wartete Letho mit Triss auf mich. Ich schickte Iorveth und Triss nach draußen und redete ausgiebig mit dem massigen Königsmörder. Und dieses Mal habe ich es nicht übers Herz gebracht, ihn zu töten. Es war zwar nicht nett von ihm, Foltest umzubringen, aber durch die darauf folgenden Ereignisse gab es ein freies Vergen und diverse Leute haben zumindest einen Teil ihrer Ziele erreicht. Und ich hatte Roche zwar versprochen, Letho zu zur Strecke zu bringen, aber da ich bei selbigem vermutlich eh bis an mein Lebensende verschissen habe, spielt es auch keine Rolle mehr. Darum, trinken wir noch einen zusammen und dann geh, Letho. Wenn du Glück hast, hält die silberne Flamme, die auf den Gräbern ihrer Feinde tanzt, sogar ihr Wort dir gegenüber.

Ich sah Letho nach, wie er in den metaphorischen Sonnenuntergang verschwand und gesellte mich dann zu Iorveth und Triss, mit denen ich Loc Muinne verließ. Und das war dann auch das Ende dieses Durchgangs.

– Da ich in Flotsam die Elfenfrauen vor dem Verbrennen gerettet hatte, war Loredo davon gekommen und verkaufte Flotsam an Kaedwen. Die gesamte Zivilbevölkerung wurde vertrieben.

– Vergen wurde zu einem freien Staat, in dem alle Spezies friedlich nebeneinander leben konnten und selbst Zoltan musste zugeben, dass mal etwas Gutes bei dem ganzen Krieg herumgekommen war.

– Radovid und Henselt teilten Temerien zwischen sich auf und besiegelten die Aufteilung mit einer herzhaften Umarmung und einer Menge Wein. Was aus Vernon Roche wurde, blieb im Dunklen, aber ich nehme an, dass er und die Blauen Streifen an der Jaruga fleißig einen Guerrillakrieg gegen die anrückenden Nilfgaarder führen.

– Und schließlich entbrannte im Norden wieder eine Hexenjagd auf alle magisch begabten Individuen, während Rittersporn die ganze Geschichte aufschrieb und sich mit halbnackten Musen amüsierte und Nilfgaard in den Norden einmarschierte.

 

Tja, das war nun auch der Iorveth-Pfad aus meiner Sicht. Natürlich habe ich auch auf beiden Pfaden ausprobiert was passiert, wenn ich Triss rette, anstatt meinem jeweiligen Begleiter zu helfen, und es geht beide Male nicht gerade gut für denjenigen aus. Wenn ich mir statt Philippa Shilard schnappe und ihn als Geisel ins Lager der Nilfgaarder schleife, schleicht sich Iorveth in Philippas Haus, holt den Dolch aus der Truhe und wird dabei von ihren magischen Sicherheitsvorrichtungen so schwer verletzt, dass man ihn am Ende halbtot auf der Straße findet und Triss ihn wegteleportiert um ihn zu retten, was Monate dauert. Lässt man Roche für Triss hängen, stürmt er alleine das Kaedwener Lager, richtet ein fürchterliches Blutbad an und befreit Anais, aber Detmold entkommt. Daraufhin erklärt Natalis Roche auf dem Gipfeltreffen vor allen für vogelfrei und am Ende auf dem Weg zu Letho trifft man auf Vernon, der gerade dabei ist, Anais mit seinem Leben gegen einen Haufen Soldaten zu verteidigen. Wenn der Kampf geschlagen ist, fliehen die beiden in eine ungewisse Zukunft und Roche hofft darauf, dass wir uns irgendwann mal in besseren Zeiten wieder sehen. Dafür gibt es kein Massaker an der magischen Zunft und der Rat der Magier wird nach dem Ende der Loge der Zauberinnen neu einberufen. Es ist halt wie immer im Sapkowski-Universum – Jede Lösung hat sowohl ihre Vor- als auch ihre Nachteile.

Aber was (um mal den Twilight-Jargon zu verwenden) Team Iorveth versus Team Roche betrifft: Beide Pfade haben ihren ganz eigenen, völlig unterschiedlichen Charme und objektiv betrachtet ist keiner von ihnen besser oder schlechter. Nur mein persönlicher Geschmack wird mich für meinen Canon-Durchlauf auf den Roche-Pfad ziehen, weil Vernon Roche einfach, was meinen Lieblingsfigurengeschmack betrifft, voll ins Schwarze getroffen hat. Mein Figuren-Beuteschema ist nun mal der Archetyp des abgebrühten, grimmigen Film Noir-Privatdetektivs, der flucht, Kette raucht, Verdächtige auch mal windelweich prügelt, eine fragwürdige Vergangenheit hat und eine Flasche harten Fusel in der untersten Schublade seines Schreibtischs aufbewahrt. Und Vernon Roche ist nun mal der Dirty Harry des Pseudomittelalters.

Tja, das war es nun endgültig mit meiner etwas ungewöhnlicheren Form des Let’s Plays. Ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß beim Zocken und Schreiben und bin nun bereit für neue Schandtaten in beiden Disziplinen. Skyrim steht schon im Regal neben mir, obwohl ich dort wohl kein Let’s Play zu schreiben werde. Aber mal sehen, was The Witcher 3 so bringen wird und ob ich da wieder Lust auf eine Schreibaktion habe. Dummerweise fällt der Releasetermin ziemlich genau auf den voraussichtlichen Endspurt meiner Doktorarbeit, aber andererseits hat es sich bei den ersten beiden Witchern ja auch schon gelohnt, auf die jeweilige Enhanced Edition zu warten. Und für The Witcher 3 werde ich mir sowieso erstmal das ultimative Savegame aus den ersten beiden Spielen zusammenzocken. Wie sagte Aragorn in der Buchversion des Herrn der Ringe noch so schön: And then we shall see what we shall see.

 

***** E N D E *****

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