Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Archiv für die Kategorie “Häkeln”

Häkeldeckchen from Hell

Musik: Trollfest – Kaptein Kaos

Eine weitere Nachwirkung der RPC ist mein Vorstoß in die Kunst des Filethäkelns. Auf dem dortigen Mittelaltermarkt begeisterte sich Isol für ein mit gehäkelten Ornamenten besetztes Kleidungsstück und beschloss spontan, dass die neuen Schattenweber-Auftrittsgewandungen auch so etwas brauchen. Und da ich zumindest schon mal erfolgreich ein paar Topflappen und eine Gehirnschnecke gehäkelt habe, erklärte ich mich bereit, es mal zu versuchen. Eigentlich sind Filethäkeldeckchen die Domäne meiner Mutter, aber so schwer kann das ja nicht sein. Ich grub eine uralte Diana-Handarbeitszeitschrift und einen Rest schwarzes Baumwollgarn aus den Tiefen meines Fundus aus und startete einen ersten Versuch.

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Beim Rand ist noch Oprimierungspotential vorhanden, aber ansonsten bin ich zufrieden und das Deckchen darf nun auf meinem Couchtisch wohnen. Isol war von meinen Häkelkünsten auch überzeugt und wir wühlten uns bei einem Stadtbummel durch das Filethäkelgarnsortiment des örtlichen Wolle Rödel. Nach intensiver Ravelry-Recherche und kurzer Verwirrung durch eine nur auf Japanisch existierende Anleitung (zum Glück gab es ein Diagramm) ist der erste Schwung Ornamente fertig geworden.

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Dabei stellte sich heraus, dass das teurere Garn nicht immer unbedingt das bessere ist – die Wolle Rödel-Hausmarke ist wesentlich weicher und besser zu verarbeiten als das teure Markengarn von Karstadt.

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Notiz an mich: Halbschatten auf der Terrasse ist keine gute Foto-Umgebung. Ich übe das mit den schicken Blog-Fotos immer noch.

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Gehirnschnecken vom Gehirnschneckenplaneten

Musik: Gloryhammer – Angus McFife

Futurama ist eine der wenigen Zeichentrickserien, die ich mag. Und nachdem ich im Internet diverse gehäkelte Gehirnschnecken gesehen habe, wollte ich auch eine haben. Denn Gehirnschnecken machen glücklich.

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Wie der Zufall so wollte, tummelten sich in meiner Wollsammlung noch zwei Knäule hellgrüner Baumwolle, aus denen ich vor 15 Jahren oder so unbedingt einen Schlag für meine Cordhose häkeln wollte. Oh, die Modesünden der späten Neunziger und meine Classic Rock-Phase. Vermutlich zum Glück für die Augen der Öffentlichkeit wurde der Plan nie verwirklicht, und seitdem lag das Garn in einem meiner zahlreichen IKEA-Kartons herum und wartete auf weitere Verwendung.

Also häkelte ich ohne bestimmte Vorlage pi mal Daumen einfach drauflos und versuchte, die typische Form hinzukriegen, was zu meiner Freude auch im ersten Anlauf geklappt hat. Der Rand besteht aus so vielen Stäbchen wie ich nebeneinander gequetscht bekommen habe und die Fühler sind kurze Stücke aus einer Luftmaschenkette mit anschließend eingehäkelten festen Maschen, die ich mit dem überstehenden Faden in Form gebunden habe, um die Knubbel an den Fühlerenden zu bekommen. Der endlose Füllwattesack wurde nun auch wieder ein wenig leerer und unten geschlossen wurde das Ganze mit einem gehäkelten Kreis. Hier ist die Gehirnschnecke in ihrem neuen Habitat als Zierde meiner Spardose zu beobachten:

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Zudem ist die Gehirnschnecke das perfekte Kostüm für verkleidungsfaule Leute, die auf eine Kostümparty eingeladen werden: Gehirnschnecke auf einem Haareifen befestigen, aufsetzen, belämmert gucken, fertig.

Und da ich ja nun vorläufig auf The Witcher 3 verzichten muss, baute ich mir neulich einen neuen Skyrim-Charakter zusammen. Als ich ganz zum Schluss die Haarfarben durchging und bei weiß landete, ergab sich plötzlich eine frappierende Ähnlichkeit mit unserem allseits beliebten Hexer. Also habe ich den Kerl einfach Geralt getauft und probiere nun meinen Standard-Witcher-Spielstil (erst alles anzünden und das, was dann noch steht, mit dem Schwert erledigen) in Skyrim aus.

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