Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Archiv für die Kategorie “Stricken”

Wenn dem Einhorn übel wird

Musik: Motörhead – Killed by Death

Der Schal aus der Wolle die ich liebevoll ‚Einhornkotze‘ getauft habe ist fertig. Und er sieht zur schwarzen Lederjacke richtig gut aus.

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Irgendwas hat meine Kamera gegen das Grün. Unten in der Nahaufnahme des Musters sind die echten Farben besser zu erkennen.

Die harten Fakten:

  • Anleitung: Lighter than Perfume
  • Nadelstärke: 4
  • Wolle: 2 Knäule ‚Daphne Lace‘ von Schöller, macht insgesamt 800 Meter.
  • Strickdauer: Da ich nur episodisch daran gestrickt habe, insgesamt 4 Monate.

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Als meine Mutter bei einem Besuch mein Strickzeug sah, haben ihr Wolle und Muster so gut gefallen, dass ich ihr nun auch einen Schal stricke. Damit wären dann vier von den sieben Knäulen verarbeitet. Was ich mit den restlichen drei mache, weiß ich immer noch nicht.

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Einhornkotze in Fadenform

Musik: Van Canto – If I die in Battle

Manchmal juckt es einen einfach in den Fingern, und obwohl ich noch so viele angefangene Projekte herumliegen habe, musste ich unbedingt mal wieder was stricken. Glücklicherweise ist der Erbwollebestand immer noch schier unergründlich und eine Expedition in die Tiefen des Wollbergs förderte schließlich sieben Knäule Lace-Wolle zu Tage, deren Farbverlauf den Namen Einhornkotze mehr als verdient hat. Ich frage mich ernsthaft, was meine verstorbene Tante damit vorhatte. So schröcklich, dass es schon wieder geil ist, und wunderbar passend zu schwarzer Lederjacke, schwarzem Restoutfit und schwarzen Turnschuhen. Das Muster gibt es gratis hier (Lidia Tsymbal: Lighter than Perfume) und ich habe nach einigem Gewürge mit zu fest gezogenen Maschen nun auch erfolgreich gelernt, wie Noppen gestrickt werden.

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Mal wieder perfektes Timing von mir: Jetzt, wo der Frühling hoffentlich bald endgültig kommt, fängt sie wieder an, Schals zu stricken. Aber so ist er immerhin fertig, wenn es wieder kalt wird.

Kleine wollige Dinge für zwischendurch

Musik: Hammerfall – Dark Wings, Dark Words

Ich hatte mir im Herbst ja einen braunen Lace-Schal gestrickt, und mein inneres Fashion Victim verlangte dazu passende fingerlose Handschuhe. Dazu musste ich zwar 50 Gramm Wolle nachkaufen, aber insgesamt ist die Wollbilanz nach Schal und Handschuhen negativ. Der Sockenwolle-Abbau läuft also erfolgreich weiter. Nervig ist nur, dass Wolle Rödel anscheinend jedes Jahr einen Teil des Sockenwollesortiments ändert, sodass ich nun die dritte verschiedene Braun-Kombination im Set habe. Aber was solls, meine übrigen braunen Klamotten haben auch nciht ale den gleichen Farbton.

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Und wieder zeigt sich meine Foto-Legasthenie: Hat sich auf das Bild doch die Halteschlaufe meiner Kamera geschmuggelt.

Amsonsten nähe ich gerade mal wieder Geschenke, die ich erst zeigen kann wenn sie bei ihren neuen Besitzern angekommen sind. Freut euch unter anderem auf Metalkissen (beziehungsweise in diesem Fall Pagan Folk-Kissen) Nummer drei.

Norddeutsches Schietwetter is coming.

Musik: Iron Maiden – The Evil that men do

Still und heimlich habe ich während einer Shadowrun-Session und dem darauf folgenden Wochenende den Wolle statt Wacken-Schal fertig gestrickt. Infolgedessen konnte man in meinem Wohnzimmer erstmal für ein paar Tage wieder nicht mehr zutreten, weil an die 100 Stecknadeln im Teppich steckten.

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Ganz lebensecht und anti-Hochglanzblog-mäßig neben Klopapier und einem vollgerümpelten POÄNG fotografiert. Die Bilanz dieses Schals: Dreieinhalb Knäule Sockenwolle verstrickt, sieben verschiedene Muster (Na gut, eins war nur schlicht rechts hin links zurück, das zählt nicht so wirklich) ausprobiert und auf die in der Anleitung vorgesehenen Mäusezahnborten- und Spitzendetails verzichtet. Da auf dem Übersichtsfoto nicht sonderlich viel zu sehen ist, habe ich noch mal ein paar Nahaufnahmen von den einzelnen Mustern gemacht.

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Muster Nummer 3 hat mir im Nachhinein nicht so wirklich gefallen, aber die anderen sind soweit nett und aufgrund des recht kurzen Rapports konnte ich sie auch schnell auswendig stricken. Allerdings habe ich mit der Anleitung ein kleines Hühnchen zu rupfen. Erstens waren einige Muster auf dem Kopf stehend abgebildet und zweitens stimmte die Strickschrift stellenweise nicht. Nach einigem Fluchen suchte ich die Website des Verlags heim und ich bin wohl nicht die erste, die auf das Problem gestoßen ist – Es wird eine korrigierte Version der Strickschriften zum Herunterladen angeboten. Wer den Schal von Seite 21 aus ‚Die Kunst der feinen Fäden‘ von Eva-Maria Maier stricken will, zieht euch die Errata aus dem Netz, sonst ist Frust vorprogrammiert. Und so sieht es aus, wenn Iron Girl zur Probe kuschelt:

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Jetzt brauche ich passende Handstulpen. Eine farblich abgestimmte Garderobe ist ein endloser Prozess, sprach die ehemalige Fast-nur-Schwarz-Trägerin.

Order of the Stick

Musik: Ghost – I’m a marionette

In den letzten Wochen war es mal wieder etwas stiller hier, was daran liegt, dass ich über den August viel unterwegs war und außerdem weiter vor mich hin promoviere. Aber so ganz untätig war ich nicht. Der Schal ist mittlerweile über einen Meter lang. Auf ein Fortschrittsfoto habe ich allerdings verzichtet, weil ein Haufen ungespanntes Lace-Muster einfach nicht sonderlich fotogen ist.

Nun aber zum eigentlichen Grund dieses Posts. Hiermit präsentiere ich Popkultur-Hexagon Nummer eins für die Lesedecke: Das Wappen des Order of the Stick.

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The Order of the Stick ist ein Webcomic, der seit 2003 vom dem US-amerikanischen Grafikdesigner und Spieleautor Rich Burlew geschrieben und gezeichnet wird. Ursprünglich als Parodie auf die Regelmechanismen des Rollenspiels Dungeons&Dragons begonnen, entwickelte sich die Handlung schnell zu einer epischen Fantasygeschichte, in der eine mäßig kompetente, dysfunktionale Abenteurergruppe gegen den untoten Hexenmeister Xykon antritt um zu verhindern, dass dieser die Weltherrschaft an sich reißt. Die Handlung ist meistens lustig, manchmal aber auch tief tragisch, und gewinnt im Laufe der Geschichte immer mehr an Vielschichtigkeit. Auch wenn der Plot klischeehaft klingt, gehört dies zum Konzept des Comics, der sich auch gern der ironischen Betrachtung eben dieser Klischees widmet. Außerdem sind die Prota- und Antagonisten, vom psychopathischen Halbling-Waldläufer über den genderqueeren Elf bis zum bösen Goblin-Kleriker, der eigentlich nur das Beste für sein Volk will, herrlich verschroben und viele Strips beziehen ihre Genialität einfach nur aus ihrer Interaktion. Von den vielen kleinen Nebenfiguren und Running Gags wie den dämonischen Kakerlaken darf ich gar nicht erst anfangen, sonst wird dieser Blogpost noch viel länger.

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Hier wurde mit einem Haufen Strichmännchen etwas geschaffen, was diverse in Romanform erschienene Fantasywälzer in den Schatten stellt. Für alle, die etwas mit Fantasy und/oder Pen&Paper-Rollenspielen anfangen können, und auch keine Probleme mit dem regelmäßigen Brechen der vierten Wand und anderen eher ungewöhnlichen Stilmitteln des Erzählens haben, gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Ein Link zum Comic ist auf der Webcomic-Unterseite dieses Blogs zu finden.

Wolle statt Wacken

Musik: Kataklysm – Thy serpent’s tongue

Anfang August befand sich zum ersten Mal seit langem eine Lücke in meinem Terminkalender – Horatia fuhr aus mehreren Gründen dieses Jahr nicht nach Wacken. Es war besser so, auch wenn ich das jährliche Wattwandern beziehungsweise Staubschlucken (je nach vorherrschender Witterung) in Schleswig-Holstein doch vermisst habe. Aber zum Glück hat arte Concert einen Teil der Konzerte als Stream übertragen, sodass bei mir auch daheim ein bisschen Wacken-Gefühl aufgekommen ist. Das Reunion-Konzert von Savatage muss in voller Länge wirklich episch gewesen sein und auch von Sabaton war ich mal wieder sehr begeistert. Warum In Flames sich nun seltsames Hipster-Bartgestrüpp gezüchtet haben, hat sich mir allerdings nicht so ganz erschlossen.

Ich schrieb ja schon davon, dass ich für das Wachetreffen noch ein Strickprojekt brauchte, und habe mich schließlich für einen braunen Lace-Schal entschieden. Der Nachteil davon, seine Garderobe auf andere Farben als Schwarz auszuweiten besteht darin, dass das modebewusste Fräulein von Welt natürlich auch Accessoires in passenden Farben braucht, und einen braunen Schal vermisse ich schon seit Jahren. Also ran an die Nadeln bevor das Motto der Familie Stark wieder Wirklichkeit wird.

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Der Wollvorrat gab noch gut dreieinhalb Knäule Sockenwolle in verschiedenen Brauntönen her. Die kühler gefärbte Wolle ist noch ein Rest von dem Schal, den ich mal für meine Mutter zu Weihnachten gestrickt hatte (siehe hier), bei der wärmer gefärbten Wolle weiß ich selbst nicht mehr, was ich ursprünglich mal damit vorhatte. Und so soll das Ganze mal aussehen, wenn es fertig ist (natürlich nicht in rosa):

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Auf die Tasche und die Borte werde ich allerdings verzichten, da die Kombination von dehnbarem Gestrick und unelastischer Webware mich nicht sonderlich überzeugt. Aber das Praktische am selbst machen ist ja, dass Anleitungen lediglich Vorschläge sind und man letztendlich daraus machen kann, was man will.

Trotz hitzebedingter Strick-Unlust in den letzten Tagen bin ich mittlerweile schon mit Muster Nummer 2 von 7 durch. Ich verstricke die beiden Farben immer abwechselnd.

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Außerdem habe ich mich endlich mal daran gemacht, meine CD-Sammlung zu digitalisieren, und habe dabei einige schon fast vergessene Scheiben wieder zu Tage befördert, unter anderem meine allererste selbst gekaufte CD. Das war ‚Version 2.0‘ von Garbage. Es könnte schlimmer sein.

Einmal Kranfreich und zurück

Musik passend dazu aus dem Repertoire bekloppter Coverversionen: Blind Guardian – To France

Es war mal wieder soweit: Horatia macht Urlaub. Allerdings nicht alleine, sondern mit der Nerdgang ihres Vertrauens machte sie sich auf, um den endemischen Zwergplattwurm in ihrer zeitweiligen Heimat Clermont-Ferrand zu besuchen. Auf der Hinreise wurden wir kurz nach der Grenze standesgemäß durch ein brennendes Auto am Straßenrand begrüßt und eine unpräzise Fahranweisung auf dem Google Maps-Ausdruck bescherte uns eine unfreiwillige Stadtrundfahrt durch Lyon. Aber ich kann stolz verkünden, dass wir es auch ganz oldschool nur mit einem 10 Jahre alten, von der CDU/CSU herausgegebenen Autoatlas und einem fürs Wandern optimierten GPS-Gerät bis ans Ziel geschafft haben. Um es mit DSA zu sagen: Das gab jeweils eine spezielle Erfahrung auf Orientierung auf Navigation.

Was darauf folgte, war eine gute Woche Faulenzen, Genießen der Auvergne und allgemeine Herumnerderei. Ich fürchte, ich muss meinen  Wortschatz erstmal wieder komplett umstellen, um wieder in der Zivilisation zugelassen zu werden.

Dinge, die ich in Frankreich getrieben habe:

– Zumindest halb um den Lac d‘ Aydat gewandert:

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– Den Puy de dome bestiegen (Akzent über dem o ist auf meiner Tastatur gerade unauffindbar), bzw. abgestiegen, hoch haben wir uns eine Tour mit der Zahnradbahn gegönnt. Ich hatte danach fast eine Woche Muskelkater, was eine Menge über meinen  sportlichen Zustand aussagt. Aber solange in Fitnesstudios die Marktlücke der Metal-Aerobic noch nicht erschlossen wurde, kriegen mich auch kein 10 Pferde dorthin.

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– Mich über Straßenschilder amüsiert. Saufvehikel sind immer gut. Aber insgesamt bin ich trotz meiner nur 2 Jahre Schulfranzösisch, die immerhin gut 15 Jahre her sind, erstaunlich gut klar gekommen. Wenn ich mir vorher zurecht legen konnte, was ich sagen wollte, wurde ich eigentlich immer verstanden, und der Rest wurde mit Händen und Füßen improvisiert. So habe ich dann auch herausbekommen, dass der riesige Comicladen in Clermond-Ferrand leider keinen einzigen englischsprachigen Comic im Sortiment hatte. Schade. Ich hatte doch insgeheim gehofft, den neuesten Order of the Stick einsacken zu können, nachdem der Pegasus-Shop ihn seit Monaten als bald lieferbar verzeichnet, aber sich nichts tut.

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– Mich in französischen Freizeitbetätigungen ausprobiert. Pétanque ist definitiv eine würdige Alternative zu Kubb.

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– Ein Paar Socken gestrickt und erfolgreich am Abbau meiner Sockenwollevorräte gearbeitet. Socke 1 wurde die Shadowrun-Socke getauft, weil ich sie während einer Runde Shadowrun gestrickt habe, und Socke 2 wurde die GURPS-Socke. Und ja, wegen des Biers haben der Tilmensch, Lena und ich vor der Abfahrt noch extra einen Supermarkt aufgesucht, weil wir schon vorgewarnt wurden, dass französisches Bier nicht so der Bringer ist.

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– Clermont-Ferrand besichtigt. Und aus dem örtlichen Rollenspielladen 3 W20 als Souvenir zum spektakulären Preis von 50 Cent pro Würfel mitgenommen. Vercingetorix ist in der Auvergne überall präsent, was bei mir den Impuls ausgelöst hat, mir dringend eine eigene Version von ‚Asterix und der Avernerschild‘ zuzulegen. Es lebe ‚hicks‘ Vercingetorix!

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– Fleißig Pen&Paper gespielt. Immerhin sind wir ein Haufen Nerds. Und so konnte ich meine GURPS Dungeons-Klerikerin Aliana von Sterzberg mal wieder ausgraben, ihres Zeichens Dienerin der Wahrheit und Gerechtigkeit, in den Augen der anderen Charaktere wanderndes Medipack und Gelegenheits-Tank. Ja, die Fähigkeit zu Heilzaubern war schon ziemlich nützlich, als der erste Bosskampf die ganze Gruppe ziemlich zerlegt hat. Aber dank zwei Frauen mit Schwertern (der endemische Zwergplattwurm und ich) ist die Sache doch noch gut ausgegangen. Außerdem habe ich mich als als leicht wahnsinnige bastelwütige Gnomin mit der experimentellen mehrschüssigen Projektilwaffe mit besonderer alchimistischer Überaschung Modell Mk 2b (Fragt nicht, was mit Modell Mk 2a passiert ist, und Modell Mk 1 ist der Grund, weshalb sie ihren Nachnamen lieber nicht mehr angibt) im Pathfinder-System ausprobiert. Und dank Shadowrun werde ich Netto-Supermärkte nie wieder mit den gleichen Augen sehen. Es folgen einige Impressionen von der Hexfeldmatte und drumherum:

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Gumpf der Goblin war übrigens eine der Wachen, die den Eingang zu ‚unserem‘ Dungeon bewachten. Da unser eigener Goblinscout Zugg heroisch vorschlich und Gumpf ins Gesicht schoss, waren selbiger und sein Kumpel Boggel erstmal ziemlich sauer auf den armen Zugg und er ist nur knapp mit dem Leben davon gekommen. Da blieb Aliana und mir wieder nur mal übrig, Order of the Stick zu zitieren:

Ah, the life of an adventuring cleric. A perpetual struggle to maintain the hit point totals of four or five nigh-suicidal tomb robbers determined to deplete them at all costs.

Der Spruch steht übrigens auf der Rückseite ihres Charakterbogens, weil er einfach sowas von wahr ist.

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Rollenspiel im Garten bei über 20°C und Sonnenschein. Anonymisiert, um die Privatsphäre der Nerdgang zu wahren.

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Hexfeld-Action – zu viert gegen den untoten Otti. Von links nach rechts: Aliana von Sterzberg, Janus Iscarion, Loradrin (Spitzname Täubchen wegen seiner Flügel) und Kunigunde, die Frau die noch 1w6+4 mehr Schaden austeilte als ich.

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Stilleben mit Pfeffi, farblich hervorragend koordinierten Würfeln, Hexfeldern und Zombies.

Wirklich schön war’s. Danke an den endemischen Zwergplattwurm für die Organisation, den Tilmensch und Lena fürs geduldige Ertragen meiner semi-professionellen Beifahrer-Navigationsskills und überhaupt der gesamten Nerdgang fürs dabei gewesen sein. Nun heißt es zurück zum Alltag, dem Endspurt der Promotion und dem Suchen nach einer Arbeit, die die finanzielle Basis für weiteres Nerdic Walking bildet.

Rust in Peace

Musik: Blind Guardian – Beyond the red mirror

Da habe ich mal wieder perfektes Timing bewiesen – Es ist eine Woche vor Ostern und mein neuer Wollpulli, den ich im November angeschlagen hatte, ist endlich fertig. Aber draußen macht sich gerade mal wieder das typische norddeutsche Schmuddelwetter breit, deshalb gehe ich mal davon aus, dass ich das gute Stück noch ein paar Mal tragen kann, bevor der Frühling endgültig ausbricht. Ein paar Fakten:

Während ich die Einzelteile zusammennähte, schien noch die Sonne, aber kaum dass ich die Puppe zum Fotografieren auf den Parkplatz geschafft hatte, fielen die ersten Regentropfen, deshalb habe ich nur schnell noch ein paar Bilder geschossen und dabei prompt das obere Ende des Kragens abgeschnitten. Dinge, über die sich Blogger ärgern.

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Und nun stehe ich mal wieder vor der Frage, auf welche Wolle ich mich als nächstes stürze. Eigentlich sollte ich mal dringend was gegen die Kiste voller Sockenwolle tun. Aber da gibt es noch den Schoppel Laceball und die lila Angora-Wolle und… Es wird schwierig.

Ophelia, oh Ophelia

Musik: Das leise Rauschen des PC-Lüfters

Man stelle sich eine junge Frau in einem Kerker vor. Und sie hat so kalte Füße… In dieser Situation befindet sich derzeit der Rollenspielcharakter einer Freundin und deshalb gab es als Gewinn einer Verlosung Socken für das arme Fräulein in ihren liebsten Rauch- und Nebelfarben mit edler Spitze.

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Damit hatte ich über die Weihnachtstage auch eine Beschäftigung jenseits von sinnlos fernsehen und Süßkram in mich hineinstopfen. Und die neue Sockenbesitzerin hat sich sehr gefreut.

2014 aus produktiver Sicht

Musik: Iced Earth – Night of the Stormrider

Obwohl ich mich erfolgreich ums Bloggen gedrückt habe, war es nicht so, dass ich überhaupt nichts gemacht habe. Deshalb gibt es hier nun Horatia Aubreys produktiven Jahresrückblick 2014.

1. Ein UFO, das ich nun endlich fertig gestellt habe. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass seit 2 Jahren nur noch die Ärmelbesätze fehlten. Aber hier ist sie nun in voller Pracht: Die Luxus-Kuscheljacke für meinen inneren Hobbit.

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2. Irish Eyelets, auch der Fußballschal genannt, gestrickt aus dem ersten Schwung der Erbwolle. Ich oute mich mal als begeisterte Guckerin internationaler Fußballturniere. Fußball ist für mich Multitasking-unfähige Person die perfekte Hintergrundberieselung – Es ist was los, aber man muss nicht dauernd aufpassen und wenn was Spannendes passiert, wird es eh wiederholt. Deshalb bin ich während WM und EM immer sehr produktiv. Das Strickmuster gibt es hier: http://www.ravelry.com/patterns/library/irish-eyelets

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3. Ein guter Freund von mir feierte dieses Jahr seinen 30. Geburtstag, und da er Veganer, Umweltaktivist und Punk ist, gabs zum Geburtstag den Vegan Riot-Schal. Aus 100% Baumwolle im Ska-Muster. Und Doubleface-Stricken habe ich bei der Gelegenheit auch gleich gelernt.

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4. Der Umbau der steampunkalyptischen Weste zur Metalkutte schritt mit einigen Metallteilen und Aufnähern voran. Aber es muss immer noch viel mehr Zeug drauf. Ich habe da vor der nächsten Festivalsaison noch einige Pläne. Dies ist übrigens schon das dritte Zuhause des Blind Guardian-Aufnähers. Er begleitet mich nun schon seit 15 Jahren.

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5. Ein wenig gestickt habe ich auch. Das Lesezeichen habe ich zusammen mit ein paar anderen Sachen, die ich vergessen habe zu photographieren, für den Adventskalender-Swap im grünen Forum gemacht. Ich hätte es am liebsten selbst behalten…

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6. Und zu guter Letzt noch der Fail des Jahres:

Rockfail

Ich muss wohl damit leben, dass Burda Größe 40 nicht für den Umfang meines Schinkens gedacht ist. Ein neues Probeteil eine Nummer größer liegt seit einigen Wochen halb zusammengesteckt in meinem Wohnzimmer. 2015 sehen wir uns wieder, Burda. Das ist eine Drohung.

 

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