Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Archiv für die Kategorie “Uncategorized”

Ärmel 2.0

Ohrwurm:  Turisas – Greek Fire

Lektüre:  Das GURPS-Regelwerk zum Auffrischen – das letzte Mal, dass ich das System gespielt habe, liegt schon 4 Jahre zurück.

Ohne lang herumzureden – Isländer Nummer 2 befindet sich mittlerweile im Ärmel-Modus und der Plan, den Mittelteil des Musters auch dort noch mal einzustricken, hat sich als gut erwiesen. Jacquardmuster mit dem Nadelspiel sind aufgrund der häufigen Nadelwechsel nicht immer ganz einfach zu stricken, und die Islandwolle rutscht auf den Bambusnadeln nicht besonders gut, aber ich bin mit dem Gesamtergebnis zufrieden. Und die Kamera hat die Farbe der Wolle auch endlich mal vernünftig eingefangen.

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Hin und wieder zurück

Ohrwurm:  Mr. Hurley und die Pulveraffen – Blau wie das Meer

Lektüre:  Rafael Sabatini – Captain Blood

Die gute Islandwolle musste natürlich auch gleich angestrickt werden und so klapperte ich über die Wochen fleißig meine Runden, bis der Pulli für meinen Geschmack lang genug war. Dann sah die Anleitung vor, dass man für die Schulterpartie des Pullunders Maschen direkt am Ende der jeweiligen Reihe zunimmt. Gesagt, getan. Ein paar Runden weiter sah das dann so aus:

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Irgendwie nicht besonders hübsch. Also habe ich das Stück erstmal zur Seite gelegt und bei einem Wochenende Skyrim zocken darüber nachgedacht, wie ich weiter vorgehe. Es so lassen und damit leben oder in den sauren Apfel beißen und ein gutes Stück wieder auftrennen?

Ich habe mich für das Auftrennen entschieden, denn ich weiß genau, dass ich sonst ewig damit hadern würde, dass ich es auch hätte schöner machen können. Und was haben selbstgemachte Klamotten für einen Sinn, wenn man sie nicht so schön wie möglich fertigt? Also gibt es nun kurze Ärmelchen für den Isländer und es rollt sich nichts mehr komisch auf.

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Außerdem muss ich zum Thema Island noch mal ein kurioses Foto los werden: Überall in Reykjavik hängen Schilder die verkünden, dass das Trecker fahren dort zu bestimmten Zeiten verboten ist. Wie viele Isländer wohl mit ihren Treckern nach Reykjavik tuckern, dass solche Schilder nötig sind…

Treckersmall

Zurück im Heimathafen

Ohrwurm: Amon Amarth – Hel

Lektüre: Jim Butcher – Cold Days

Nach dem RockHarz, einer wunderschönen Island-Rundreise und der jährlichen Schlamm- bzw. Staubschlacht in Wacken bin ich nun wieder in heimischen Gefilden angekommen und habe die Beute aus dem Langschiff entladen. Mit anderen Worten, ich habe den günstigsten Wollhändler Reykjaviks ausfindig gemacht und mich mit original Islandwolle vom Wikingerschaf eingedeckt. Das Material dürfte für zwei kuschelig warme Pullunder reichen – bei umgerechnet unschlagbaren 1,75 Euro pro 50 g-Knäuel musste ich meine restlichen isländischen Kronen einfach in Wolle umsetzen.

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Islandwolle ist in der Regel unverzwirnt und kommt standardmäßig in drei Stärken: Die Alafoss-Lopi ist sehr dick und wird für Outdoor-Pullover verwendet, die Létt-Lopi hat eine mittlere Stärke und ist für Indoor-Kleidung gedacht und die dünnste Varietät namens Einband, aus der unter anderem Lace-Tücher gestrickt werden, hat etwa Sockenwollestärke. Interessant ist auch die isländische Schafhaltung. Das Schaf wird im Frühsommer aus dem Stall gejagt, kann den ganzen Sommer über in der Gegend herumgrasen wo es will, und wird im Herbst wieder eingesammelt und geschoren, bevor es für den Winter wieder zurück in den Stall kommt.

Ach ja, und Skyrim mache ich nun als zierlicher Waldelf mit einer riesigen Zweihand-Streitaxt unsicher. Ich bin gespannt, wohin mich meine Abenteuer nach dem Prolog noch führen werden. Im Moment stehe ich am Ausgang einer Höhle, starre auf eine weite, verschneite Landschaft und überlege, in welche Richtung ich meine Erforschung der Welt beginnen soll.

Ein neues Langzeitprojekt wirft seine Schatten voraus

Lektüre: Alan Bradley – Halunken, Tod und Teufel

Auf die Ohren: Judas Priest – All guns blazing

 

Nachdem das Lace-Monster nun fertig ist, wird es Zeit für ein neues Langzeitprojekt. Und da fiel mir die Auswahl auch nicht schwer – zu Weihnachten hatte ich mit eine Stickpackung gewünscht. Und zwar nicht irgendeine Stickpackung, sondern eine der dänischen Handarbeitsgilde, die mit dem üblichen altbackenen Zeug aus dem Handarbeitsladen so viel zu tun hat wie Wolfgang Hohlbein mit Patrick Rothfuss.

Das Objekt der Begierde heißt ‚Frugter‘ (Dänisch für Früchte) und stammt von der Designerin Gerda Bengtsson. Ihre Pflanzenmotive erinnern an alte kolorierte Kupferstiche – also genau mein Beuteschema als Deko für meine Entdeckerhöhle alias Wohnung. Außerdem ist das von der dänischen Handarbeitsgilde produzierte Dansk Blomstergarn meiner Meinung nach das beste Stickgarn der Welt. Im Gegensatz zu den üblichen Verdächtigen wie MEZ ist es matt und außerdem pflanzengefärbt. Leider ist es außerhalb des Online-Handels nur schwer zu bekommen und nachdem der Dealer meines Vertrauens in Hannover zugemacht hat, befindet sich die nächste mir bekannte Offline-Quelle gut 300 km entfernt.

Auf Stücke einer Pizzaschachtel aufgewickelt sieht das Ganze so aus:

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Und der derzeitige Stand:

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Außerdem habe ich an Wochenende Skyrim installiert und überlege nun, was für einen Charakter ich mir zusammenbaue. Ob ich mir einen Elfen bastele und mal eine Runde missgünstig bin?

Das Lace-Monster wurde erfolgreich erlegt…

… und Geralt von Riva hat nach heldenhaftem Kampf als Trophäe die Restwolle bekommen.

Mit anderen Worten: Das Lace-Monster ist fertig und macht sich gerade aufgespannt auf meinem Wohnzimmerfußboden breit. Insgesamt enthält es knapp fünf 100g-Knäule Sockenwolle, was eine insgesamt verstrickte Fadenlänge von über 2000 Metern ergibt, ist über 2 Meter lang und ich habe mit einigen Unterbrechungen 10 Monate daran gearbeitet.

LacemonsterVoll

Kleine Anekdote am Rande: Bei der letzten DESY-Messzeit in Hamburg hat mein Wollberg neben dem Steuerterminal schon für einige Blicke gesorgt, und am besten war die Frage eines mitfahrenden Studenten, ob ich einen Lastwagenwärmer stricken würde.

Mal sehen, welches Langzeitprojekt ich nun in Angriff nehme.

Lace-Monster-Fortschritt

Lektüre: Immer noch Henning Mankell. Bei mir macht sich derzeit die Lese-Unlust breit.

Auf die Ohren: Max Raabe und das Palastorchester – Rinderwahn

 

Nach knapp drei Wochen abendlichen Kampfstrickens ist es vollbracht: Der Hauptteil des Lace-Monsters ist nach 8 Monaten und vielen dazwischen geschobenen Projekten endlich fertig. Mein persönliches Germany’s Next Topmodel alias Iron Girl darf schon mal probekuscheln.

LaceMonster

Es ist wirklich riesig geworden, mit anderen Worten ideal für ausgiebige Lagerfeuerabende. Verstrickt wurden bisher knapp 400 g ‚Tundra‘ von Atelier Zitron mit einer Gesamtlänge von 1680 Metern. Ich bin gespannt, wie viel Wolle die noch fehlende Spitzenkante fressen wird, denn ich habe nur noch 100 g übrig und im Laden ist die Wolle schon längst aus dem Sortiment genommen worden. Aber zuerst werde ich mit Restwolle einen Probelappen stricken und das Anstricken der Borte mal ausprobieren, da im Buch eine recht kryptische, mir noch völlig unbekannte Technik angegeben ist. Mal sehen, wie viele Versuche ich brauche bis es klappt – aber schlimmer als der Kayran kann es auch nicht mehr werden.

Scotland the Brave

Lektüre: Gail Carriger – Blameless

Auf die Ohren: Grave Digger – The Keeper of the Holy Grail

 

Nach all der Zockerei zur Abwechslung mal wieder ein DIY-Post.

Manchmal ist es so, dass man eigentlich eine gute Idee für eine Klamotte hat, der richtige Stoff liegt auch schon bereit, und man will eigentlich anfangen, aber eine kleine fiese Stimme im Hinterkopf hält einen doch davon ab und der Stoff liegt erst mal einige Tage herum. So war es auch bei dem grünen Karostoff, der eigentlich ein kurzes Sommerröckchen mit Falten werden sollte. Aber egal wie ich es in meinem Kopf drehte und wendete – der Plan und ich wurden nie völlig glücklich miteinander. Aber dann kam urplötzlich doch die zündende Idee. Vor einigen Jahren besaß ich mal einen ganz schlichten kurzen, karierten Wickelrock, der leider irgendwann im Zuge der Expansion meiner Rückseite ausgemustert werden musste. So ein Teil wollte ich schon lange mal wieder haben.

Also habe ich einen alten Burda-Schnitt umgebastelt, mich einen Abend hinter die Nähmaschine geklemmt und dann war das gute Stück auch schon fertig.

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Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, nur ist es mir trotz aller Mühe nicht ganz gelungen, das Karo am Überlapp deckungsgleich zu bekommen. Aber egal, so sieht man wenigstens, dass es ein Wickelrock ist. Als Saum habe ich einfach die Webkante genommen, weil ich den Effekt mochte. Den Bund habe ich mit einem mit Schrägband eingefassten Besatz verstürzt – ein bisschen Innenschön muss auch sein.

 

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Geschlossen wird die Sache mit einem Druckknopf auf der unsichtbaren und mit einem schönen, alt aussehenden Knopf auf der sichtbaren Seite. Das Knopfloch habe ich von Hand gestochen.

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Ich bin stolz auf mich – Bis auf das Nähgarn stammen alle Zutaten aus meinen Beständen, auch wenn der Stoffberg gefühlt überhaupt nicht kleiner geworden ist. Jetzt muss es nur noch richtig Sommer werden.

Gestatten: Lace-Monster

Hier ist es nun endlich in voller Pracht auf dem Teppich meines Zimmers im DESY-Gästehaus: Das Lace-Monster.

Lacemonster

Ich stricke seit August letzten Jahres immer mal wieder daran herum und es ist definitiv eines jener Projekte, die mehr fürs Herz als fürs Hirn sind. Und wie es zum Lace-Monster kam, ist auch ein lange Geschichte.

Im Lacestrick-Thread im grünen Forum meines Vertrauens stieß ich auf das Buch ‚Victorian Lace today‘ von Jane Sowerby. Diese Dame hatte historische Strickanleitungen des 19. Jahrhunderts in heutige Strickschriften übersetzt und als Buch herausgebracht – für eine innere Steampunkerin und Strickliesel wie mich ein gefundenes Fressen. Und so musste ich das Buch auch unbedingt haben. Amazon erklärte mir, dass das Buch leider vergriffen sei, also probierte ich es über booklooker, wo es mir mit einer Versandzeit von 4 Wochen versprochen wurde. Ich wartete also brav von Februar bis Juni und nichts geschah, bis Ende Juni eine Mail eintrudelte, dass das Buch leider nicht bestellbar sei. Na gut, dann setzte ich die Buchhändlerin meines Vertrauens (zu finden unter http://www.buchhandlung-wortspiel.de ) auf das Buch an und keine zwei Wochen später konnte ich es abholen.

Mein absoluter Traum war ja das viktorianische Strickcape, aber bevor ich mich daran wagte, wollte ich erst einmal ausprobieren, ob ich mit dem Buch klar komme. Vor ein paar Jahren hatte ich einmal 500 g handgefärbte Sockenwolle von Zitron im Muster Thundra gekauft, die ich teilweise zu einem Pullover verarbeitet hatte, der mir dann doch nicht wirklich gefiel. Also bot es sich geradezu an, ein Sampler-Tuch mit vielen verschiedenen Mustern daraus zu stricken. Auch wenn aufgrund der Handfärbung die Farbverteilung bei jedem Knäuel anders ist – egal!

Und so begann der lange Weg des Lace-Monsters. Der Name ist definitiv angemessen, denn das Ding wird wirklich riesig.  Mittlerweile bin ich schon weiter als auf den Foto und habe etwa drei Viertel des Innenteils geschafft.

Und es gibt auch noch Neues von der Witcher-Front: Ich habe zwecks der Beschreitung des Iorveth-Pfads wieder von vorn angefangen und versuche krampfhaft, mich irgendwie bei den missgünstigen Elfen einzuschleimen. Eine neue Let’s Play-Folge gibt es, sobald ich in dieser Hinsicht erfolgreich war.

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 11

Episode 11: Baby, red‘ mir eine Frikadelle ans Ohr

 

Wenn Roche nicht will, räuchere ich die Bande halt alleine aus, püh! Aber da das nach Hauptquest riecht, wird die Sache erstmal ignoriert.

Vom Lager der Blauen Streifen aus erkundete ich weiterhin die Gegend und stellte fest, dass die Blauen Streifen sogar ihren Privatstrand haben. Was für ein Luxus! Leider fehlen die Sonnenschirme und die Cocktailbar, aber man kann ja nicht alles haben. Dafür lag dort ein Ruderboot, mit dem man zum Schiff der Blauen Streifen rudern konnte. Was ich auch prompt getan habe. Leider gibt es dort außer einer Truhe mit vergifteten Wurfmessern nichts Interessantes. Roche kennt mich und meine Gewohnheiten wohl gut genug um seine Achterkajüte plünderungsdicht zu verrammeln.

Also weiter durch die Landschaft. Am Strand entlang ging es zu der Stelle, an der Sabrina Glevissig verbrannt wurde. Ich beschloss, sie später zu untersuchen – das riecht mir derzeit auch zu sehr nach Hauptquest. Der nächste Weg führte an einigen nun nicht mehr lebenden Banditen vorbei zu einem Zwergentor, das leider abgeschlossen war. Notiz an mich – irgendwie den Schlüssel organisieren! Ein paar Harpyien später hatte ich dann die bespukte Hütte gefunden. Drinnen fand sich nichts Interessantes, aber hinter dem Haud gab es einen schmalen Durchgang zu einem Friedhof, wo angeblich der Heiler und seine drei Töchter begraben sein sollten. Die Grabsteine enthüllten aber die Namen zweier Männer und zweier Frauen, sowie einige seltsame Zeichen. Irgendwas passt da nicht. Hinter der Hütte befand sich ein Fässerstapel, der sich mit dem Aard-Zeichen wegschubsen ließ. Darunter kam eine Falltür zum Vorschein, die in einen Keller mit drei Altären führte. Die Zeichen auf den Altären entsprachen den Zeichen auf den Grabsteinen und nachdem ich die Kerzen auf den Altären in der richtigen Reihenfolge anzündete, glitt ein Teil der Mauer beiseite und enthüllte eine geheime Kammer. Dort fand ich einen Zettel mit sinnlosem Kauderwelsch. Egal, wer weiß, wozu man den noch brauchen kann, das Gesetz des Rollenspiels lehrt, dass solche verschlüsselten Nachrichten grundsätzlich wichtig sind. Also eingesackt, den Wisch.

Am Strand unter dem Haus tummelten sich drei weibliche Geister, die mir einreden wollten, dass der bespukte Soldat an ihrem Tod schuld sei. Ich werde noch einmal mit ihm reden und herausfinden, ob er mir die Wahrheit gesagt hat.

Auf dem Rückweg zum Lager erschlug ich auf der Wiese noch ein paar Moderhäute bis ich wieder eine Stufe aufgestiegen bin und probierte anschließend den letzten möglichen Weg aus. Dort kam ich nicht weit. Nach einigen Schritten kam mir ein zorniger Troll entgegen, der im Gegensatz zu seinem Artgenossen aus Flotsam auch nicht mit sich reden ließ, sondern gleich zum Angriff überging. Warum? Hat er zu lange in der Sonne gesessen? Auch Weggehen und erneutes Wiederkommen half leider nicht, den Troll von seiner Mordlust abzubringen. Deshalb habe ich ihn schweren Herzens erschlagen müssen, weil er meinem Geländeerkundungstrieb im Weg stand. Der Weg in dem er sich befand endete allerdings schon nach kurzer Zeit in einer Sackgasse. Seltsam. Ich hoffe, ich habe da nicht gerade aus Versehen eine Quest vernichtet.

Nachdem ich in der Truhe beim Zwergenhändler einiges an Zeug eingelagert und somit mein Inventar erleichtert hatte, kehrte ich ins Lager zurück und redete mit diversen dort herumsitzenden Soldaten. Wer weiß, vielleicht hat ja noch jemand eine Quest für mich? Da ich Odrin geholfen hatte, ließen mich die Wachen netterweise den gefangenen missgünstigen Elfen verhören. Ich bekam aus ihm heraus, dass Letho seine gesamte Scoia’tael-Einheit niedergemetzelt hatte, sich in der Gegend um Vergen versteckt hielt und mit seinen beiden Kumpanen, die ebenfalls Hexer sind, etwas plante, was eine redanische Gesandtschaft betraf. Was aus Triss geworden war, konnte er mir zwar nicht sagen, aber immerhin, jetzt weiß ich, dass der Königsmörder sich noch nicht sonstwo hin verpieselt hat. Unterwegs lief mir auch noch Zyvik über den Weg, den ich auch erstmal über alles Mögliche ausgequetscht habe.

Zyvik erwies sich als wahrer Quell der Redseligkeit. Nun weiß ich, dass ich zur Aufhebung des Fluches Henselts Amulett brauche, sowie Saskias Schwert und das Banner des Grauen Fähnleins. Dummerweise befinden sich letztere Artefakte auf der anderen Seite des Nebels in Vergen. Das heißt, ich muss irgendeinen Weg finden, um den Nebel herumzukommen oder durch. Letzteres dürfte sich als schwierig gestalten, da ich beim letzten Mal, als ich aus Versehen hineingeriet,, nach einigen Sekunden einfach tot war. Aber mal abwarten, die Wege des Plots sind unergründlich oder so. Für alle Fälle schenkte Zyvik mir schon mal seine Bärenfellmütze, damit ich sie bei den Gefallenen seiner alten Einheit ablege wenn ich mir das Artefakt hole.

In der Nähe von König Henselts Zelt fand ich den Söldner Adam Pangratt, den ich im Armdrücken schlagen muss. Da er anscheinend nicht gegen jeden armdrückt, nannte er mir erst einige Leute, gegen die ich vorher antreten soll. Schön, wenn du willst… Allerdings erzählte er noch einige interessante Details über das Söldnertum und vergangene Schlachten. Henselt saß in seiner Loge über der Arena und sah sich die Kämpfe an. Als er mich sah, wollte er mich überreden, sein Leibwächter zu werden und ich redete mich heraus. Ganz schlechte Idee, Henselt. Du weißt doch, was mit dem letzten König passiert ist, dessen Leibwächter ich war…

Da die Frikadelle an meinem Ohr immer noch nicht groß genug war, plauderte ich noch eine Weile mit weiteren Soldaten im Lager um die allgemeine Stimmung zu erkunden. Die Nilfgaarder kamen dabei nicht besonders gut weg und es ist interessant, was Roche unter den Kaedwenern für einen Ruf hat. Sie haben anscheinend Angst vor ihm und behaupten, er wäre ein Verrückter, der Elfen die Ohren abschneiden und sie zum Frühstück verspeisen würde. Ich frage mich, wie viele dieser Gerüchte er selbst in die Welt gesetzt hat, denn ein gewisser Ruf kann schon helfen – mit meinem Beinamen ‚Schlächter von Blaviken‘ habe ich ja auch in Flotsam schon mal erfolgreich jemanden eingeschüchtert.

Nach so viel Gerede stand mir der Sinn wieder nach etwas Schwertarbeit und ich forderte den Schlächter von Cidaris zum Partnerduell mit dem Sohn des verzweifelten Vaters heraus. Zwei gegen zwei. Gleich darauf standen wir auch schon in der Arena und wieder erwies sich der reine Schwertkampf als nicht tauglich. Also alles nochmal von vorne und ordentlich Igni reingebuttert. Zum Glück habe ich Energie mittlerweile gut gesteigert, sodass ich da ordentlich was reinhauen kann. Nach der Feuerballerei hat das Schwert dann den Rest erledigt und vom dankbaren Vater erhielt ich genau wie von Odrin die Information, dass der Verschwörer Vinston Traut sich unter dem Bordell versteckt hält. Nach dem Kampf forderte mich Proximo, der Aufseher der Arena, dazu auf, an einem richtigen Ritterturnier teilzunehmen. Klar doch, irgendwann gerne. Wo Ruhm und Erfahrungspunkte winken, bin ich nicht weit.

Dann nahm ich mir die Höhle noch mal vor und fand hinter einem Ausgang endlich das gut abgesperrte Lager der Nilfgaarder. Es gab zwar neue Moderhäute in der Höhle, aber keine Golems und Grallen. Dafür war die Beute so reichlich, dass ich gar nicht alles auf ein Mal abschleppen konnte. Da muss ich dann wohl noch mal runter – aber erst wenn die Moderhäute wieder da sind.

Jetzt hatte ich immer noch nicht mit dem bespukten Soldaten geredet – aber hey, dafür habe ich den Anfang der Würfelpokerquest gefunden.

Der Stoff aus dem die Alpträume sind

*Monty Python-Modus an* Und nun zu etwas völlig Anderem… *Monty Python-Modus aus*

Vor einiger Zeit habe ich bei Alfatex den wohl hässlichgenialsten Stoff der Welt gesehen und das Reststück schrie gerade dazu, von mir mitgenommen zu werden. Nun habe ich mich endlich entscheiden, was daraus werden soll – Ein Hipster-Röckchen aus einem simplen Rechteck, an der Taille gerafft und mit breitem Bund. Da der Stoff leicht transparent ist, habe ich aus meinem unendlichen Vorrat noch einen passenden leichten Baumwollstoff als Futter gezaubert und am letzten Montag einen farblich passenden Reißverschluss besorgt.

Zum Heraussuchen eines Stoffes für den Bund und zum Nähen bin ich aufgrund meiner Witcher-Exzesse noch nicht gekommen, aber in einem Monat sind Osterferien und da werde ich statt Maus und Tastatur auch mal wieder die Nähmaschine schwingen. Deshalb vorab nur mal ein Foto des Grauens.

VogelstoffKlein

Ich bin richtig stolz auf meine neue Kamera – selbst bei widrigsten Lichtbedingungen gibt sie die Farben richtig gut wieder.

In einem akuten Anfall von Schreibwut habe ich übrigens die erste Let’s Play-Episode noch mal gründlich ausformuliert.  Was ich damit anfange, weiß ich noch nicht, aber es hat definitiv Spaß gemacht. Und morgen bin ich auch endlich wieder daheim, sodass weiter gewitchert werden kann. Ich habe ja immerhin noch einen Briefkasten und diverse Neckerlöcher zu finden.

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