Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Archiv für die Kategorie “Zocken”

Gehirnschnecken vom Gehirnschneckenplaneten

Musik: Gloryhammer – Angus McFife

Futurama ist eine der wenigen Zeichentrickserien, die ich mag. Und nachdem ich im Internet diverse gehäkelte Gehirnschnecken gesehen habe, wollte ich auch eine haben. Denn Gehirnschnecken machen glücklich.

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Wie der Zufall so wollte, tummelten sich in meiner Wollsammlung noch zwei Knäule hellgrüner Baumwolle, aus denen ich vor 15 Jahren oder so unbedingt einen Schlag für meine Cordhose häkeln wollte. Oh, die Modesünden der späten Neunziger und meine Classic Rock-Phase. Vermutlich zum Glück für die Augen der Öffentlichkeit wurde der Plan nie verwirklicht, und seitdem lag das Garn in einem meiner zahlreichen IKEA-Kartons herum und wartete auf weitere Verwendung.

Also häkelte ich ohne bestimmte Vorlage pi mal Daumen einfach drauflos und versuchte, die typische Form hinzukriegen, was zu meiner Freude auch im ersten Anlauf geklappt hat. Der Rand besteht aus so vielen Stäbchen wie ich nebeneinander gequetscht bekommen habe und die Fühler sind kurze Stücke aus einer Luftmaschenkette mit anschließend eingehäkelten festen Maschen, die ich mit dem überstehenden Faden in Form gebunden habe, um die Knubbel an den Fühlerenden zu bekommen. Der endlose Füllwattesack wurde nun auch wieder ein wenig leerer und unten geschlossen wurde das Ganze mit einem gehäkelten Kreis. Hier ist die Gehirnschnecke in ihrem neuen Habitat als Zierde meiner Spardose zu beobachten:

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Zudem ist die Gehirnschnecke das perfekte Kostüm für verkleidungsfaule Leute, die auf eine Kostümparty eingeladen werden: Gehirnschnecke auf einem Haareifen befestigen, aufsetzen, belämmert gucken, fertig.

Und da ich ja nun vorläufig auf The Witcher 3 verzichten muss, baute ich mir neulich einen neuen Skyrim-Charakter zusammen. Als ich ganz zum Schluss die Haarfarben durchging und bei weiß landete, ergab sich plötzlich eine frappierende Ähnlichkeit mit unserem allseits beliebten Hexer. Also habe ich den Kerl einfach Geralt getauft und probiere nun meinen Standard-Witcher-Spielstil (erst alles anzünden und das, was dann noch steht, mit dem Schwert erledigen) in Skyrim aus.

The Number of the Beast

Musik: Die Hammerfall-Playlist auf youtube

Zuerst die schlechte Nachricht: Mein Rechner erfüllt die Hardware-Mindestanforderungen für The Witcher 3 nicht und Aufrüstung ist derzeit nicht drin. So ein Mist. Aber immerhin kommt im April ein neuer Geralt-Roman von Andrzej Sapkowski raus, mit dem ich mich vorläufig trösten kann.

Die gute Nachricht: Durch die wegfallenden Zock-Orgien habe ich viel Zeit für ein neues Großprojekt. Oder ich könnte mit der Assassin’s Creed-Reihe anfangen. Den ersten Teil gibt es gerade auf der Softwarepyramide im Supermarkt für unter 10 Euro. Oder ich mache einfach beides. Warum eigentlich nicht? Inhumieren und Nähen ergibt doch eine tolle Freizeitbeschäftigungskombination. Wie würden Manowar singen – Sew! Sew! Sew and Kill!

Aber zum eigentlichen Thema. Vor ein paar Jahren hatte ich, angesteckt vom allgemeinen Hype, mal fleißig Patchworkstoffe gehamstert und einen Sechseck-Quilt angefangen, der eine Lesedecke werden sollte. Aber der erste Ansatz hat mir nie wirklich gefallen, weshalb das ganze Projekt zusammen mit den Patchworkstoffen in eine Kiste wanderte und dort vor sich hin schmorte. Fazit: Die Idee war gut, aber ich noch nicht bereit.

Die Wiederauferstehung des Projekts ‚Lesedecke‘ begann, wie so oft, mit etwas ganz anderem, nämlich mit der kristallographischen Raumgruppe P6_3mc, deren Phasenumwandlung unter Hochdruck ich im Zuge meiner Promotion untersuche. Von oben, aus Richtung der c-Achse des Koordinatensystems betrachtet, hat sie die Form von Sechsecken. Tja, dann wurde ich von einem umherirrenden Inspirationspartikel getroffen, fing an zu kritzeln und am Ende kam dieser grobe Entwurf dabei heraus. Here There Be Dragons. Genau das richtige Motto für die Lesedecke einer begeisterten Fantasy-Leserin.

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Nach der Uni habe ich die Patchwork-Kiste wieder ausgegraben, die Sechsecke ausgemessen und einige Berechnungen angestellt. 1,4 x 2 m erscheint mir für eine Lesedecke zum Einkuscheln auf dem Sofa eine gute Größe. Außerdem konnte ich es nicht lassen, die Ebenengruppe eines Sechseckquilts mitsamt ihrer Symmetrieelemente zu bestimmen und schon mal auf dem Papier einige mögliche Anordnungen der Beschriftung durchzuprobieren. Durch den berechneten Sechseckbedarf zementierte sich rein zufällig das bisher nur zum Spaß vorhandene Projektmotto. 660 Sechsecke. 666. The Number of the Beast. Was will mir mein Leben damit sagen? Dieser Quilt wird sowas von Trve mit v.

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Der nächste Schritt war das Entwerfen der Schrift. Angesichts der Sechseckmaße erschien mir eine Buchstabengröße von 4 cm am günstigsten. Und ja, ich brauche eigentlich 3R. Das hatte ich bei der ersten Auflistung irgendwie verpeilt.

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Meine Stoffwahl für die beschrifteten Sechsecke fiel schließlich auf Ditte in der freundlichen Farbgebung ‚Ewige Verdammnis‘. Davon habe ich noch mehr als genug und ich werde endlich mal die ganzen kleinen Reststücke los, die bei anderen Projekten so übrig bleiben. Die Schrift selbst wird für größtmöglichen Kontrast in weiß gehalten werden. Damit habe ich auch eine erste Verwendung für das Perlgarn aus dem Handarbeitszubehör-Erbe gefunden. Die wunderbar altmodische Schachtel mit Seidenpapier-Einlage lässt vermuten, dass das Garn möglicherweise sogar noch von der Mutter meiner angeheirateten Tante gekauft wurde. Jedenfalls musste ich den ersten Buchstaben auch gleich schon mal zu Testzwecken sticken. Hierzu habe ich den Buchstaben spiegelverkehrt auf weiche Vlieseline durchgezeichnet, auf die Innenseite des zukünftigen Sechsecks gebügelt und dann im Steppstich durchgestickt.

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Jetzt werde ich erstmal in Ruhe die Buchstaben sticken und auf Papp-Sechsecke ziehen. Über die Anordnung kann ich mir immer noch Gedanken machen, wenn sie fertig sind. Ansonsten plane ich weitere bestickte Sechsecke mit diversen Motiven aus popkulturellen Phänomenen die ich mag. Und ich brauche definitiv ein Sechseck mit der Aufschrift ‚666 – The Number of the Beast‘. Außerdem sollte ich dringend mal den Stoff-Vorrat sichten und mir zumindest einen groben Plan machen, was ich eigentlich will. So ganz ohne Plan drauflos arbeiten hat beim letzten Anlauf nicht wirklich funktioniert. In zwei Wochen ist wieder Stoffmarkt Holland in Hannover (dieses Mal höchstwahrscheinlich ohne plötzliche Absage wegen des menschlichen Abschaums von HoGeSa) und falls ich doch noch was brauche… Eigentlich habe ich gerade nicht wirklich Geld für Shöpping-Eskapaden, aber… Stoff!

Scoia’tael für die Ohren

Ohrwurm: Turisas – No good story ever starts with drinking tea

Lektüre: Immer noch Tad Williams

Ich bin mal wieder böse gewesen – Nein, kein Stoff, keine Wolle, und auch keine Schuhe. Ich süchtele auch noch nach ein paar anderen Dingen, namentlich Bücher, Nagellack und Schmuck. Und nachdem ich die vergangenen Wochen größtenteils krank auf dem Sofe verbracht habe, habe ich mir mal was gegönnt.

An den Eichhörnchen-Ohrringen konnte ich einfach nicht vorbei. Und da ich im linken Ohr drei Löcher habe, und somit immer auf der Suche nach schönen kleinen Steckern bin, durften die braunen Rosenstecker auch gleich noch mit. Außerdem bin ich mal wieder meiner Nagellack-Sucht erlegen und ‚Bossy Boots‘ von butter London (Reduziert, hurra!), ‚All tied up‘ von Essie und ‚Hugo Moss‘ von Catrice sind neu bei mir eingezogen. Den butter London-Lack habe ich zum Ausprobieren auf meinen Zehennägeln lackiert und nach einer Woche sieht er immer noch aus wie frisch aufgetragen. Definitiv sein Geld wert! So, damit habe ich mein Tussi-Gen befriedigt und erfolgreich über Nagellack gebloggt. Ha!

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Dann gab es zum Lesen noch die Weltbild-Ausgabe von ‚Tolle Taschen selbst gemacht‘ und für die Ohren das neue Turisas-Album.

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Vn der Island-Front gibt es auch Neues – Ich habe den zweiten Pulli angestrickt, dieses Mal eine halbe Nadelstärke größer. Und den Draugr Overlord (Beziehungsweise die Draugr Overlordin – es war eine untote Dame) habe ich auch erfolgreich erlegt. Kräftig gesteigerte Sneak Attacks mit dem Bogen sind schon was Feines.

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Selbst produzierte Souvenirs zum ersten

Ohrwurm: Iced Earth – The crucible of man

Lektüre: Tad Williams – The dirty streets of heaven

Der erste Islandpulli ist fertig. Und er ist toll. Fest gestrickt aber trotzdem flauschig-weich und irre warm. Und er sitzt ziemlich auf Figur, weshalb ich beim zweiten Modell wohl doch eine halbe Nadelstärke mehr nehmen werde. Außerdem kann ich nun den Wollverbrauch beim Muster abschätzen und weiß, dass ich im nächsten Durchlauf noch etwas Wolle für ein Muster auf den Ärmeln abzweigen kann. Zum Tragen ist es noch zu warm, deshalb darf Iron Girl mal wieder modeln. Aber heute im Supermarkt habe ich schon wieder Lebkuchen, Spekulatius und Dominosteine gesehen. Also kann man auch guten Gewissens schon Islandpullis tragen, wenn es nächste Woche wie angekündigt kälter wird. Dann brauche ich immerhin keine Jacke.

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Für alle die es interessiert: Das Strickmuster heißt ‚Létt-Lopi‘, stammt von Védís Jónsdóttir und ist gratis unter anderem auf ravelry oder http://www.istex.is zu finden.

Ansonsten knabbere ich in Skyrim gerade an einem schier übermächtigen Gegner. In einer Gruft sitzt ein Draugr Overlord mit gefühlt unendlichen (Un-)Lebenspunkten und der Fähigkeit, einem mit einem Spruch die Waffe aus der Hand zu prellen, der mich mit drei Schlägen gnadenlos schnetzelt. Da er einem sofort die Waffe wegschießt, ist bewaffneter Kampf ziemlich sinnlos und meine kümmerlichen Schadenszauber kitzeln ihn gerade mal ein wenig.

Wäre ich Geralt von Riva, hätte ich mir einfach 100 Handgranaten gebastelt und die Dauerfeuer-bis-Exitus-Taktik angewendet, aber das hier ist Skyrim und da muss ich andere Geschütze auffahren. Unter 10 Firestorm Scrolls oder einem ähnlichen magischen Äquivalent einer Boden-Luft-Rakete brauche ich gar nicht erst wieder zu kommen. Dumm nur, dass an der Gruft noch eine ganze Quest hängt. Na ja, steigere ich erstmal fleißig weiter, irgendwann habe ich bisher noch jeden Gegner bezwungen, und wenn es bis zum Ende des Spiels gedauert hat (Nicht wahr, Letho? Was habe ich im ersten Akt gegen dich ins Gras gebissen, nur um dich dann am Ende mühelos wegzuputzen…).

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 29 und endgültiges Ende

Episode 29: Die Jungfrau töten und den Drachen befreien – oder so ähnlich…

 

Nur aus reinem Interesse stattete ich, bevor ich zu Philippa schritt, noch mal dem Eingang des Lagers von Kaedwen einen Besuch ab und wurde auch prompt von zwei Soldaten angegriffen. Zum Glück hat niemand gesehen, wie ich sie kalt gemacht habe, sonst hätte ich bestimmt ziemlichen Ärger am Hals.

In der Kanalisation war weit und breit kein Iorveth zu sehen. Na gut, dann schleiche ich halt alleine zu Radovids Knast. Einige nun verstorbene Moderhäute und Geheimgänge später stand ich schließlich vor dem Eingang des Zellentrakts. Radovid war gerade in Gesellschaft Shilards dabei, Philippa so richtig fertig zu machen. Irgendwie nachvollziehbar, dass der König Redaniens einen Groll gegen sie hegt, hat sie doch, solange er noch minderjährig war, Redanien faktisch regiert und hielt sich für die graue Eminenz hinter dem Thron. Radovid hatte endgültig die Schnauze voll von ihren Ränken und ließ ihr vom Folterknecht mit Hilfe eines Löffels und unter Begleitung ziemlich ekliger Geräusche die Augen ausstechen. Warum fühlte ich mich gerade an den alten Robin Hood-Streifen mit Kevin Costner erinnert? Irgendwann hatte Radovid genug und ließ die nun blinde Philippa in ihrer Zelle zurück. Auch Shilard wollte gehen, ließ aber noch die Umgebung von seiner Garde absuchen. Natürlich hatten sie mich auf meinem Lauschposten entdeckt, sodass ich erstmal eine Runde Nilfgaarder erschlagen durfte. Dann pirschte ich mich zu den Zellen. In einer saß Philippa, in der anderen hatte sich Shilard mit seinem letzten Bewacher verschanzt. Ich trat in die Zelle des letzteren, erledigte die Wache und verpasste Shilard einen ordentlichen Kinnhaken, der ihn vorläufig ruhig stellte. Dann wandte ich mich Philippa zu.

Die nun blinde Zauberin schien einiges von ihrem Schneid eingebüßt zu haben und erklärte sich bereit, mir den Gegenzauber für Saskia zu geben, wenn ich sie nur aus dem Knast holen würde. Nun stand ich wieder vor dem Dilemma – Schnappe ich mir Shilard und presse mir mit ihm als Geisel den Weg zu der gefangenen Triss frei, oder nehme ich Philippa mit zu ihrem Haus, wo der Gegenzauber für Saskia lagern soll?

Ich entschied mich für Philippa, da ich ja schon wusste, dass Letho am Ende dafür sorgen wird, dass ich Triss unversehrt zurück bekomme. Also schleifte ich die blinde Zauberin in die Kanalisation, wo ich auf den sich mit Moderhäuten herumprügelnden Iorveth stieß. Nett, dass du dich auch mal wieder blicken lässt, Spitzohr. Ich drückte Iorveth Philippa aufs Auge und widmete mich der Extermination diverser Moderhäute, bis wir schließlich vor dem Eingang zu Philippas Haus standen. Der Gang endete im Arbeitszimmer, wo sich erstmal mehrere Gargoyles auf mich stürzten. Immer diese Zauberer und ihre Sicherheitsvorkehrungen…

Ich plünderte mich einmal quer durch Philippas Räumlichkeiten und entdeckte Aufzeichnungen, sie eine Art magischen Kreis darstellten. Dann folgte ich Iorveth und Philippa zur Dachterrasse, wo eine magisch verschlossene Truhe stand, vor der ein Kreis mit Kerzen aufgestellt war. Laut Philippa enthielt die Truhe einen Dolch, auf dem der Gegenzauber zu Saskias Kontrollband lag. Ich sollte nur die Kerzen in der richtigen Reihenfolge entzünden, sie würde dann einen Zauber sprechen, der die Truhe öffnet, nur müssten wir ihr dazu die antimagischen Fesseln entfernen, die ihre Hände banden. Iorveth schien der Zauberin nicht zu trauen und hielt ihr nach der Entfesselung in einer dramatischen Geste eines seiner Schwerter von hinten gegen den Hals. Richtig so! Wetten, die probiert irgendwelche dummen Tricks.

Ich probierte die Anweisungen zur richtigen Kerzenreihen aus und war mit der zweiten Kombination erfolgreich. Philippa entzauberte wie versprochen die Truhe, warf dann Iorveth mit einem Zauberspruch gegen die Wand und verschwand schließlich durch ein Portal, während ich mich unversehens gefangen in einem magischen Kreis wieder fand, in dem ein ziemlich wütender Golem lauerte. Ich hab’s doch geahnt, dass Philippa Eilhart nicht einfach klein beigibt und noch ein paar Gemeinheiten auf Lager hat. Ich prügelte mich mit dem Golem, während gleichzeitig feurige Geschosse auf mich niederprasselten. Zumindest hatte Iorveth den magischen Schuss halbwegs unbeschadet überstanden und als der Golem erledigt war, ging auch die Truhe endlich auf, sodass ich den Dolch an mich nehmen konnte. Iorveth und ich verabredeten uns vor dem Eingang des Amphitheaters, wo in Kürze das große Gipfeltreffen beginnen sollte, und gingen dann unserer Wege. Immerhin gab es da noch ein paar komische schwingende Kristalle, deren Geheimnis ich noch lüften musste.

Ich muss gestehen, ich habe geschummelt und nach ein paar weiteren vergeblichen Versuchen die Lösung im Netz nachgeschaut – Man muss die anderen beiden Kristalle mit Igni anschubsen! Das tat ich dann auch, und Sesam öffne dich. Hinter der Tür befand sich ein Raum mit diversen Särgen, aus denen immer wieder Geister aufstiegen, und eine Truhe mit vielen vielen Orens. Die habe ich natürlich gleich eingesackt. Einen Gang weiter stieß ich auf einen weiteren Raum, der durch eine Treppe zweigeteilt war. In die Mitte der Treppe war eine Statue einer auf zwei Beinen stehenden Echse eingelassen. Ein Vran? Irgendwie sehen sie aus wie die Achaz aus DSA. Gerade als ich ein tolles Schwert aus dem Sockel der Statue gezogen hatte, materialisierte sich ein verschleierter Magier vor mir und griff mich an. Ich stürzte mich in den Kampf und nachdem er ein paar Schläge eingesteckt hatte, verschwand er hinter eine Schutzwand, beschwor einige Erscheinungen und deckte mich gleichzeitig mit Brandbomben ein. Argh. Also fleißig Quen benutzen, ausweichen und feste drauf auf die Erscheinungen! Zum Glück wird durch einen brennenden Ring immer angezeigt, wo die nächste Brandbombe niedergehen wird, sodass man sich noch rechtzeitig verdrücken kann bevor man gegrillt wird. Nachdem der Magier erledigt war, öffnete sich eine weitere Tür, die mich wieder auf die unterste Etage des Turms führte, wo zuvor nur eine Sackgasse gewesen war. Na gut, dieser Dungeon hat sich auf jeden Fall gelohnt, das Vran-Schwert frostet die Gegner nämlich gerne mal ein und lässt sie zu Eis zerspringen.

Dann kümmerte ich mich noch um die Gargoyle-Nebenquest und stattete dem mysteriösen Kerl mit dem Nanna-Kampa-Zi-Uddu-Manuskript einen weiteren Besuch ab. Dieses Mal wollte ich wissen, was passiert, wenn man behauptet, nicht der Auserwählte zu sein – Und ich hatte es schon irgendwie erwartet, man wird angegriffen und pausenlos mit Feuerbällen bombardiert. Das Ganze erinnert irgendwie an den Kampf gegen Letho im ersten Akt, nur dass man nach ein paar erfolgreichen Schwerttreffern gleich noch von zwei Super-Gargoyles angegriffen wird, die einen schneller umhauen als man Quen sagen kann. Hrmpf. Im Questhandbuch stand was vom Löschen der Fackeln, damit man die Gargoyles umgehen kann, aber auch das ist wahnsinnig schwer, wenn man unter magischem Dauerfeuer steht. Zumal man für jede Fackel offensichtlich auf einer ganz bestimmten winzigen Stelle stehen muss um das entgegengesetzte Igni auslösen zu können. Nach zehn vergeblichen Versuchen hatte ich die Schnauze voll – mittlerweile hatte ich Stufe 35 erreicht und hätte sowieso keine Erfahrungspunkte mehr für den Kampf bekommen. Also behauptete ich nach dem nächsten Exitus wieder, dass ich der Auserwählte wäre und verteilte meine Punkte neu. Da ich dieses Mal etwas anders geskillt hatte und festgestellt hatte, dass ich manche Talente doch nicht brauchte, habe ich beim Umskillen noch mal 120 zusätzliche Lebenspunkte rausgeholt. Alles, was gegen den Drachen hilft, wird gerne genommen…

Würfelpoker und Armdrücken habe ich mir geschenkt, wie gesagt, bei Stufe 35 ist leider Ende im Gelände, was Erfahrungspunkte betrifft. Also ließ ich mir von Bras von Ban Ard noch das Schwert aus der Gargoyle-Quest bauen und machte mich dann auf zum Amphitheater. Mal sehen, wie der Gipfel verläuft, wenn man mit Iorveth unterwegs ist.

Unterwegs lief mir ein Soldat aus Aedirn über den Weg und ich erfuhr, dass Stennis mittlerweile in Vengerberg zum König von Aedirn gekrönt worden war und Stabilität in der Land gebracht hatte. Na meinetwegen. Der Kerl war zwar ein arrogantes Schwein, aber besser so, als wenn ein weiteres Land im Chaos versinkt.

Iorveth wartete vor dem Eingang des Amphitheaters auf mich, neben ihm lagen die beiden erschlagenen Wachen. Meine Güte, Iorveth, du musst auch wirklich jeden umbringen. Gegen dich ist Roche ja noch geradezu zivilisiert, der bringt immerhin nur Leute um, die ihn wirklich annerven. Aber egal, gehen wir rein.

Drinnen wurden wir Zeugen, wie Radovid und Henselt den armen Jan Natalis verbal in die Ecke drängten und Temerien schon mal provisorisch unter sich aufteilten. Dann betrat die von Philippa beherrschte Saskia als Königin des Pontartals die Bühne und stellte ihre Bedingungen: Anerkennung des souveränen Staates von allen Herrschern und Philippa Eilhart als ihre Beraterin. Radovid und Henselt pöbelten daraufhin etwas herum und dann trat auch schon Shilard auf den Plan und zog sein Spielchen mit dem gefangenen Letho ab. Iorveth bemerkte, dass Königin Saskia sich anscheinend die Nase pudern gegangen war und dann rückte auch schon der Orden der Flammenrose vor, verhaftete die Magier und Saskia in Drachenform setzte mal wieder alles in Brand und nahm Sile mit.

Dieses Mal steckte Iorveth hinter dem Flammenvorhang fest und wieder rannte ich zum Turm und dopte mich kurz vor dem Betreten noch mit einer Runde Tränke. Nun wusste ich ja, wie das mit der Treppe funktionierte, ließ mich nicht von der Möglichkeit verwirren, die Fackeln zu löschen, und kam heil oben bei Sile an. Da ich wissen wollte, was passiert, ließ ich sie zur Abwechslung mal am Leben und erfuhr im Gegenzug von ihr, dass Nilfgaard hinter allem steckte und ich Yennefer dort suchen sollte. Aber obwohl ich so nett war, sie zu retten, griff mich der Drache alias Saskia an. Da ich schon wusste, was mich erwartete, war der Kampf geradezu lächerlich einfach und dann sprang ich auch schon auf Saskias Rücken und gemeinsam legten wir unsere spektakuläre Bruchlandung hin.

Ich benutzte Philippas Dolch und wenig später stand Saskia in Menschengestalt mit einer klaffenden Wunde in der Brust vor mir. Sie war wieder komplett sie selbst und wir unterhielten uns noch ein wenig. Leider konnte sie mir auch nicht sagen, was aus ihrem Vater geworden war. Schade, ich hätte gerne erfahren, wie es Borch und seinen beiden serrikanischen Kriegerinnen so ging, denn seine Geschichte gehörte zu den humoristischen Glanzstücken der Buchreihe. Und Saskia ist durchaus eine praktisch denkende Person. Es war ihr klar, dass Iorveth ein gesuchter Terrorist ist, und er sollte sich seinen Platz in Vergen erst durch seine Taten verdienen. Außerdem scheinen seine Gefühle ihr gegenüber nicht erwidert zu werden – Saskia findet Zwerge faszinierend. Am Ende erklärte sie mir noch, dass ich als Gast in Vergen jederzeit willkommen sei, und machte sich davon, um ihre Wunden zu lecken. Mach’s gut, Saskia. Du bist ein echter Lichtblick in diesem ganzen korrupten Sumpf.

Ich marschierte zurück nach Loc Muinne und quälte mich die Mauer hoch. Dieses Mal war es Iorveth, der auf mich gewartet hatte und mir seine hilfreiche Hand entgegenstreckte. Als er mir auf die Schulter schlug, grinste er sogar. Ich erzählte ihm, dass es Saskia gut ging und er war sichtlich erleichtert und bezeichnete mich als den anständigsten Menschen, den er je getroffen hätte. Als ich darauf erwiderte, ich wäre kein Mensch, stellte ich fest, dass ich zumindest für einen kurzen Augenblick seinen unversöhnlichen Hass auf Menschen ins Wanken gebracht hatte. Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung für dich, Iorveth. Wenn du mit allen anderen Spezies zusammen in Vergen leben willst, solltest du wirklich dringend an deiner Einstellung arbeiten.

Ich erwähnte, dass Nilfgaard hinter allem steckte und konnte mir auf Spielerseite ein wenig Schadenfreude nicht verkneifen. Zu Beginn des ersten Aktes hatte Iorveth noch großspurig behauptet, sich nie wieder von Nilfgaard ausnutzen zu lassen, und was war passiert, indem er Letho geholfen hatte – Genau das.

Letho wartete wieder im ehemaligen temerischen Camp auf mich, also machten wir uns an diversen getöteten Magiern vorbei auf den Weg. Anscheinend ist es in dieser Hinsicht egal, ob man sich für Roche oder Iorveth entscheidet, das große Magiermassaker findet auf jeden Fall statt. In der ehemaligen Würfelpokerhölle trafen wir auf zwei Soldaten, die gerade eine Magierin vergewaltigen wollten. Nicht mit mir, ihr Schweine. Also das tolle Vran-Schwert gezogen und mal wieder eine Runde draufgehauen und herumgehext. Mein spitzohriger Begleiter brachte es natürlich fertig, genau in meiner Schusslinie herumzukämpfen. Iorveth, steh da nicht im Weg rum! Hier wird scharf mit Feuerbällen geschossen! Ich habe meine magische Artillerie natürlich trotzdem abgefeuert, was Iorveth nicht sonderlich zu jucken schien. Immunität des Verbündeten oder so.

Außerhalb der Spielhölle lauerte noch eine Horde Nilfgaarder auf uns, keine Ahnung, was die so dringend von uns wollten. Aber egal, komm Iorveth, plätten wir die auch noch.

Im ehemaligen temerischen Lager wartete Letho mit Triss auf mich. Ich schickte Iorveth und Triss nach draußen und redete ausgiebig mit dem massigen Königsmörder. Und dieses Mal habe ich es nicht übers Herz gebracht, ihn zu töten. Es war zwar nicht nett von ihm, Foltest umzubringen, aber durch die darauf folgenden Ereignisse gab es ein freies Vergen und diverse Leute haben zumindest einen Teil ihrer Ziele erreicht. Und ich hatte Roche zwar versprochen, Letho zu zur Strecke zu bringen, aber da ich bei selbigem vermutlich eh bis an mein Lebensende verschissen habe, spielt es auch keine Rolle mehr. Darum, trinken wir noch einen zusammen und dann geh, Letho. Wenn du Glück hast, hält die silberne Flamme, die auf den Gräbern ihrer Feinde tanzt, sogar ihr Wort dir gegenüber.

Ich sah Letho nach, wie er in den metaphorischen Sonnenuntergang verschwand und gesellte mich dann zu Iorveth und Triss, mit denen ich Loc Muinne verließ. Und das war dann auch das Ende dieses Durchgangs.

– Da ich in Flotsam die Elfenfrauen vor dem Verbrennen gerettet hatte, war Loredo davon gekommen und verkaufte Flotsam an Kaedwen. Die gesamte Zivilbevölkerung wurde vertrieben.

– Vergen wurde zu einem freien Staat, in dem alle Spezies friedlich nebeneinander leben konnten und selbst Zoltan musste zugeben, dass mal etwas Gutes bei dem ganzen Krieg herumgekommen war.

– Radovid und Henselt teilten Temerien zwischen sich auf und besiegelten die Aufteilung mit einer herzhaften Umarmung und einer Menge Wein. Was aus Vernon Roche wurde, blieb im Dunklen, aber ich nehme an, dass er und die Blauen Streifen an der Jaruga fleißig einen Guerrillakrieg gegen die anrückenden Nilfgaarder führen.

– Und schließlich entbrannte im Norden wieder eine Hexenjagd auf alle magisch begabten Individuen, während Rittersporn die ganze Geschichte aufschrieb und sich mit halbnackten Musen amüsierte und Nilfgaard in den Norden einmarschierte.

 

Tja, das war nun auch der Iorveth-Pfad aus meiner Sicht. Natürlich habe ich auch auf beiden Pfaden ausprobiert was passiert, wenn ich Triss rette, anstatt meinem jeweiligen Begleiter zu helfen, und es geht beide Male nicht gerade gut für denjenigen aus. Wenn ich mir statt Philippa Shilard schnappe und ihn als Geisel ins Lager der Nilfgaarder schleife, schleicht sich Iorveth in Philippas Haus, holt den Dolch aus der Truhe und wird dabei von ihren magischen Sicherheitsvorrichtungen so schwer verletzt, dass man ihn am Ende halbtot auf der Straße findet und Triss ihn wegteleportiert um ihn zu retten, was Monate dauert. Lässt man Roche für Triss hängen, stürmt er alleine das Kaedwener Lager, richtet ein fürchterliches Blutbad an und befreit Anais, aber Detmold entkommt. Daraufhin erklärt Natalis Roche auf dem Gipfeltreffen vor allen für vogelfrei und am Ende auf dem Weg zu Letho trifft man auf Vernon, der gerade dabei ist, Anais mit seinem Leben gegen einen Haufen Soldaten zu verteidigen. Wenn der Kampf geschlagen ist, fliehen die beiden in eine ungewisse Zukunft und Roche hofft darauf, dass wir uns irgendwann mal in besseren Zeiten wieder sehen. Dafür gibt es kein Massaker an der magischen Zunft und der Rat der Magier wird nach dem Ende der Loge der Zauberinnen neu einberufen. Es ist halt wie immer im Sapkowski-Universum – Jede Lösung hat sowohl ihre Vor- als auch ihre Nachteile.

Aber was (um mal den Twilight-Jargon zu verwenden) Team Iorveth versus Team Roche betrifft: Beide Pfade haben ihren ganz eigenen, völlig unterschiedlichen Charme und objektiv betrachtet ist keiner von ihnen besser oder schlechter. Nur mein persönlicher Geschmack wird mich für meinen Canon-Durchlauf auf den Roche-Pfad ziehen, weil Vernon Roche einfach, was meinen Lieblingsfigurengeschmack betrifft, voll ins Schwarze getroffen hat. Mein Figuren-Beuteschema ist nun mal der Archetyp des abgebrühten, grimmigen Film Noir-Privatdetektivs, der flucht, Kette raucht, Verdächtige auch mal windelweich prügelt, eine fragwürdige Vergangenheit hat und eine Flasche harten Fusel in der untersten Schublade seines Schreibtischs aufbewahrt. Und Vernon Roche ist nun mal der Dirty Harry des Pseudomittelalters.

Tja, das war es nun endgültig mit meiner etwas ungewöhnlicheren Form des Let’s Plays. Ich hatte auf jeden Fall eine Menge Spaß beim Zocken und Schreiben und bin nun bereit für neue Schandtaten in beiden Disziplinen. Skyrim steht schon im Regal neben mir, obwohl ich dort wohl kein Let’s Play zu schreiben werde. Aber mal sehen, was The Witcher 3 so bringen wird und ob ich da wieder Lust auf eine Schreibaktion habe. Dummerweise fällt der Releasetermin ziemlich genau auf den voraussichtlichen Endspurt meiner Doktorarbeit, aber andererseits hat es sich bei den ersten beiden Witchern ja auch schon gelohnt, auf die jeweilige Enhanced Edition zu warten. Und für The Witcher 3 werde ich mir sowieso erstmal das ultimative Savegame aus den ersten beiden Spielen zusammenzocken. Wie sagte Aragorn in der Buchversion des Herrn der Ringe noch so schön: And then we shall see what we shall see.

 

***** E N D E *****

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 28

Episode 28: Liebesgrüße aus Nilfgaard

 

Akt 3 begann mit einer Cutscene. Shilard Fitz-Oesterlen traf sich mit der aus den Büchern hinreichlich bekannten Nilfgaarder Zauberin Assire var Anahid in Loc Muinne, wo Assire Triss wieder aus ihrem Statuenzustand befreite und anschließend von Shilards Schergen umgebracht wurde. Und Exitus für eine weitere Buchfigur beziehungsweise ein weiteres Mitglied der Loge der Zauberinnen.

Schnitt zurück zu Iorveth und mir, wie wir einen Gebirgspfad entlang in Richtung Loc Muinne marschierten und uns mit einem Haufen Harpyien herumprügeln durften. Bei der ganzen Harpyienklopperei konnte ich auch zum ersten Mal in Ruhe Iorveths Kampfstil anschauen und ich muss sagen, der hat was – schnell, mit zwei kurzen, gebogenen Schwertern und ein paar Martial Arts-Einlagen. Cool aussehen tut es auf jeden Fall.

Vor dem Tor von Loc Muinne lagerten wieder die Ritter vom Orden der Flammenrose, die mich vermutlich, da ich den Elfendurchgang des ersten Spiels geladen habe, erst recht lynchen wollen. Zum Glück kannte Iorveth einen weiteren Schleichweg in die Stadt. Vorher holte ich mir aber noch das hinter den beiden Krabspinnen versteckte Silberschwert und schlich mich doch noch mal an die Flammenrosenritter an. Es kam, wie es kommen musste – Kaum dass ich mich hatte blicken lassen, kamen drei Ritter zornentbrannt auf mich zugestürmt und es blieb mir leider nichts anderes übrig, als sie zu erschlagen. Na gut, das Ausplündern des Lagers kann ich wohl vergessen. Also ab zu Iorveth in die Tunnel, die irgendwie in die Stadt führen sollen. Wie erwartet hatte sich allerlei aggressives Viechzeug in besagten Tunneln eingenistet, aber Iorveth und ich wussten uns zu wehren. Unterwegs erzählte mir mein spitzohriger Begleiter noch von den echsenartigen Vrans, die Loc Muinne ursprünglich erbaut hatten und denen das Klima irgendwann zu kalt wurde, sodass sie ausstarben.

Über ein niedriges Mauerstück kletterten wir in die Stadt und landeten prompt in einem der drei Gargoylenester, die man später in einer Quest entschärfen muss. Also war wieder mal Knüppelzeit. Anschließend pirschten wir uns von innen an der Haupttor heran und betraten den bewohnten Bezirk. Zufällig belauschten wir zwei temerische Wachen, die davon sprachen, dass Radovid Philippa Eilhart gleich bei ihrem Eintreffen in den Kerker geworfen hatte. Tja, Radovid, man muss dir lassen, manchmal bist du echt auf Draht. Also müssen wir irgendwie den Kerker infiltrieren um an Philippa ranzukommen. Iorveth wollte sich nach Philippas Haus umsehen und dann in der Kanalisation auf mich warten. Sprach’s und ließ mich stehen.

Na gut, dann arbeite ich erstmal alleine weiter. Und schon nach wenigen Schritten kam das erste böse Erwachen – Die temerischen Wachen gingen prompt auf mich los, nachdem ich auch nur meinen Kopf um die Ecke gesteckt hatte. Ich könnte mich zwar auch verhaften lassen um in den Kerker zu Philippa zu kommen, aber darauf hatte ich keine Lust, deshalb ergriff ich die Flucht und pirschte mich durch Gargoylenest Nummer zwei an den Wachen vorbei und direkt in die Arme der Kopfgeldjäger aus Nilfgaard. Na gut, also mal wieder eine Runde Gemetzel. Anschließend schaute ich noch kurz in die Würfelpoker-Spielhölle, wo ich auch gleich von Silgrat angepöbelt wurde und ihn ein zweites Mal mit meinen Fäusten auf die Bretter schicken musste. Der Junge lernt auch nicht dazu.

Nun war der Weg in die Innenstadt endlich frei und indem ich alle Wachen in großem Bogen umging, schaffte ich es auch unbehelligt zum Marktplatz.

Dort erweckte eine Debatte zwischen einigen Glücksrittern und den bereits aus Flotsam bekannten Alchimisten Farid und Gaspard meine Aufmerksamkeit. Die Glücksritter schlugen das Angebot, das ihnen gemacht worden war, aus und ich erkundigte mich, worum es dabei denn gegangen wäre. Es gab da einen Turm, unter dem ein legendäres Laboratorium eines Magiers vermutet wurde und es wurde noch Geleitschutz gesucht. Juchu, eine Quest! Natürlich bin ich dabei.

Im Turm führte eine mit Fackeln beleuchtete Wendeltreppe steil nach unten und aus Neugierde lief ich erstmal abwärts, bis es nicht mehr weiter ging. Zwei Türen lagen auf dem abwärts führenden Weg. Ich beschloss, einfach oben anzufangen. Nach Öffnen der Tür wurde ich gleich von einer ganzen Horde Erscheinungen und Bruxae angesprungen, woraufhin ich mal wieder das Silberschwert schwang. Im Raum befanden sich außerdem vier Resonanzkristalle und eine verschlossene Tür, die sich auch mit Aard nicht öffnen ließ. Die Kristalle wurden mir als Ziele angezeigt, also haute ich mit dem Schwert mal drauf und bekam auch gleich böse eins gebrutzelt. Na gut, dann also anders. Ich komme später noch mal wieder, wenn ich die Alchimisten und ihre geheimnisvolle Auftraggeberin gefunden habe.

Meine zukünftige Abenteurergruppe wartete hinter der zweiten Tür in einer Art improvisierter Mine auf mich und wurde von niemand anderem als Cynthia angeführt, Philippa Eilharts verräterischer Ex-Geliebter. Sie gab sich jetzt offen als Nilfgaarderin zu erkennen und versicherte mir, dass Triss beim Schrumpfen und wieder Vergrößern nichts geschehen war. Als Ausgleich für meine Hilfe bot sie mir Informationen über meine Vergangenheit. Na gut, Cynthia, ich bin mal so nett. Immerhin hast du mir in Vergen ja auch schon so einiges über die Wilde Jagd erzählt. Ebenfalls mit von der Partie war ein Kollege von Cynthia namens Abelard, der absolut unsympathisch war, sich über Triss und ihre mangelnde Widerstandskraft gegen die Folter lustig machte und sich deshalb erstmal eine Faust ins Gesicht von mir einfing. Nachdem die Hackordnung geklärt war, machten wir uns durch die frisch gegrabenen Gänge auf den Weg in die Kanalisation. Dort bekamen wir es mit einem ganzen Nest voller Endriagen samt Königin und diversen Moderhäuten zu tun. In einem Tunnel sahen wir in der Ferne einige redanische Soldaten – wie es aussieht sind wir nicht die einzigen, die hinter dem Labor her sind.

Schließlich löste Cynthia an einer völlig unscheinbaren Wand eine Illusion auf und enthüllte eine Tür, über der ein magisch belebtes Auge uns böse anfunkelte und ein Rätsel sprach. Gaspard antwortete vorschnell und falsch und wurde mit einem aus dem Auge geschleuderten Blitz zu Asche verbrannt. Au Backe, da müssen wir vorsichtig sein. Das Auge gab uns ein neues Rätsel auf und ich beriet mich mit meinen Mitstreitern, deren Lösungsvorschläge mich allerdings nicht so ganz überzeugten. Also probierte ich mein Glück mit der von mir favorisierten Lösung, die glücklicherweise richtig war, sodass wir nicht als Aschehäufchen endeten.

In der Kammer dahinter lauerte eine Gruppe Redanier, die sich von oben durch die Decke gegraben hatte und uns prompt angriff. Na schön, dann also auf die harte Tour. Der einzige Weg aus dem Raum heraus bestand aus einer Tür mit einem weiteren Wächterauge, das uns ein neues Rätsel aufgab. Im Raum gab es neun sehr detaillierte, an Tarotkarten erinnernde Wandfresken, unter denen eine Platte magisch aktiviert wurde, wenn sich jemand draufstellte. Die Kunst bestand darin, dass drei Personen sich auf die drei richtigen Platten stellen mussten, damit die Tür aufging. Nach einiger Herumraterei und Diskussionen mit meinen Mitstreitern glaubte ich, die Lösung gefunden zu haben, und Cynthia, Abelard und ich stellten uns auf die Platten. Farid weigerte sich, mitzumachen und blieb direkt vor der Tür stehen, was auch ihm zum Verhängnis wurde. Die Tür öffnete sich, aber der Alchimist wurde Opfer eines weiteren Blitzstrahls.

Um ein weiteres Gruppenmitglied dezimiert betraten wir das eigentliche Laboratorium und standen einem Golem gegenüber, der uns in ein philosophisches Gespräch über die Definition von Eindringlingen verwickelte. Ich versuchte mein Glück mit dem Axii-Zeichen zu bequatschen, was leider nach hinten los ging und wir in einen Kampf gegen den Golem und einige seiner plötzlich aufgetauchten Freunde verwickelt wurden. Diplomatie ist anscheinend doch nicht Geralts und meine Stärke…

Im nun golemfreien Labor löste Cynthia eine weitere Illusion auf und enthüllte eine merkwürdige Apparatur, mit der man schauen konnte, was Personen, zu denen man eine emotionale Bindung hat, gerade so treiben. Das Gerät war einer der Gründe gewesen, weshalb die Expedition gestartet worden war. Als Bezahlung für meine Hilfe verriet Cynthia mir noch, wo genau im Lager der Nilfgaarder Triss gefangen gehalten wurde, und dass ich laut Quellen aus Nilfgaard wohl für einige Zeit mit der Wilden Jagd geritten war. Ich fragte, ob ich den Apparat mal ausprobieren konnte, wogegen Cynthia nichts einzuwenden hatte. Abelard hingegen plusterte sich auf, dass das an Hochverrat grenzen würde und griff mich an, wobei er sich in mehrere Personen aufspaltete. Okay, dann gibt’s auf die Omme, du blöder Magier. Ich konnte dich en nicht leiden. Unerwartete Hilfe bekam ich von Cynthia, die anscheinend ebenfalls endgültig die Schnauze voll von ihrem Kollegen hatte. Ich versprach ihr, kein Wort über das zu verlieren, was wirklich passiert war – der Dungeon war ja auch ziemlich gefährlich, und da kann es nun mal Todesfälle geben.

Ich nahm mir den Apparat vor und ließ mir zeigen, was Vernon Roche gerade so trieb. Vernon besprach sich gerade mit einem Mann in Plattenrüstung, vermutlich John Natalis. Er berichtete, dass er Iorveth und mir gefolgt sei und ich mich nun endgültig den missgünstigen Elfen angeschlossen hätte. Ob er uns erledigen sollte? Au Backe, Roche, was soll das? Na ja, das erklärt zumindest, warum die Temerier mich nun nicht mehr mögen. Und eigentlich bin ich auch selbst schuld. Obwohl ich ihn in Flotsam habe hängen lasen, hat Vernon mir gegen die Nilfgaarder geholfen, und zum Dank ziehe ich nun wieder mit seinem Erzfeind durch die Gegend. Zum Glück wollte Natalis nichts von unseren Köpfen wissen und schickte die Blauen Streifen zur Aufklärung in Richtung Jaruga. Es gäbe da Gerüchte von einem sich sammelnden Heer aus Nilfgaard.

Dann war die Vision auch schon vorbei und ich stand wieder im Labor. Cynthia wollte gern noch etwas mit mir plaudern und erklärte mir, dass ich sie in der Taverne am Markt finden könnte. Dann teleportierte sie sich und die Apparatur davon. Ich machte mich daran, das Labor zu durchsuchen, und fand diverse Aufzeichnungen des Magiers, der offenbar entdeckt hatte, dass in Loc Muinne Experimente mit Echsen und einer Seuche stattgefunden hatten. Hm, ich glaube, ich sollte auch darüber noch mal mit Cynthia reden. Wer weiß, was sie alles eingesackt hat, während ich in den Apparat geglotzt habe. Aber zuerst wird der ganze Dungeon von vorne bis hinten auseinander genommen bis auch das letzte Monster erschlagen und das letzte Beutestück eingesackt ist.

Gemächlich prügelte ich mich wieder in Richtung Ausgang und fand unterwegs noch ein paar weitere Passagen und Räume in denen eine Kombination aus Drauguren und Bruxae lauerten. Interessant, was hier unten so alles kreucht und fleucht. Ob da mal irgendwer die Monster Mash-Karte aus Munchkin verloren hat?

Schließlich stand ich wieder im Raum mit den Kristallen und versuchte weiter, die Tür aufzubekommen. Draufschlagen half immer noch nicht, also versuchte ich, die Kristalle mit Aard zum Schwingen zu bringen. Und oh Wunder, zwei der Kristalle begannen zu brummen wie der Warp-Antrieb der Enterprise und grün zu leuchten, sobald ich sie anstieß. Auf die anderen beiden Kristalle hatte das allerdings keinen Effekt, ganz im Gegenteil, sobald ich sie mit Aard beschoss, hörten auch die anderen Kristalle wieder auf zu schwingen. Nachdem ich verschiedene Anschubsreihenfolgen ausprobiert hatte, aber immer noch nicht zum Erfolg gekommen war, ließ ich es fürs erste sein und beschloss, mit Cynthia zu plaudern. Aber ich werde wiederkommen, eine ungeöffnete Tür geht einfach nicht!

Cynthia lungerte wie versprochen in der Taverne herum und ich sprach mit ihr. Anscheinend glaubt sie, dass eine Welt unter Nilfgaarder Herrschaft tatsächlich das beste für alle Menschen wäre, da sie Zivilisation, Handel und Stabilität zu bieten hätten. Deshalb hat sie auch die Aufzeichnungen über die Seuche an sich genommen, damit kein Idiot aus dem Norden auf die Idee kommt, damit Unfug anzustellen. Ich frage mich zwar, welchen Unfug Nilfgaard mit den Aufzeichnungen anzustellen gedenkt, aber das ist letztendlich nicht mein Problem, denn als Hexer bin ich ja sowieso immun. Stattdessen habe ich Cynthia in den Arm genommen und wir landeten in ihrem Bett, wo unser Hexer Liebesgrüße aus Nilfgaard kennen lernte. Also wirklich, Geralt, du schläfst mit der Agentin eines Landes, das deine Freundin gerade im Kerker festhält? Du unverbesserlicher Schwerenöter, Tztztz.

Nachdem Cynthia und ich uns getrennt hatten, machte ich mich auf den Weg in die Kanalisation, um die Teile der Vran-Rüstung zusammen zu suchen, und schaute anschließend bei Bras von Ban Ard vorbei. So, nun bin ich auch für die Begegnung mit Philippa Eilhart bereit.

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 27

Episode 27: Von Drachen, Zwergen und Elfen

 

Wo war ich noch mal stehen geblieben? Richtig, wir wollten Saskia retten. Doch zuerst wartete auf Philippa eine unangenehme Überraschung: Ihre Assistentin Cynthia entpuppte sich als Agentin Nilfgaards, die Triss gefunden und in die Statue gesteckt hatte, und anschließend geflohen war. Miststück. Aber immerhin kam ich in den Genuss zu erleben, wie die große Philippa Eilhart an der Nase herumgeführt worden war. Glücklicherweise hatte Cynthia in der Eile ihrer Flucht Triss‘ Sachen nicht mitgenommen und wir konnten uns die Rose der Erinnerung nehmen. Iorveth hat sich übrigens immer noch nicht wieder blicken lassen.

Ich gab Philippa Henselts Blut und sie braute einen radioaktiv glühenden Trank zusammen. Unter den gebannten Augen der Burdons heilte sie sie Saskia indem sie ihr erst den Trank einflößte und ihr dann Pulp Fiction-mäßig eine Spritze mit weiterem Zeug ins Herz rammte. Damit hat auch der Iorveth-Pfad seine Dosis Tarantino abbekommen. Zum Schluss legte Philippa ein Blatt der Rose auf Saskias Mund und küsste sie zum großen Entzücken der anwesenden Zwerge.

Saskia kam wieder zu sich und wirkte erst ein wenig verwirrt, erholte sich aber schnell. Ich bekam von ihr das Schwert und somit hatte ich wieder mal alles zusammen um die Geisterschlacht aufzulösen.

In der Geisterschlacht scheint es egal zu sein, von welcher Seite man sie auflöst, es passiert genau das Gleiche. Wie den Kayran habe ich dieses Mal auch den Draug im ersten Anlauf geschlagen, allerdings hat es mich beim Rennen durch den Pfeilhagel von Barrikade zu Barrikade ein Mal dahin gerafft, weil ich nicht schnell genug in Deckung gegangen bin.

Schließlich wachte ich in Philippas Haus wieder auf und das gerade rechtzeitig – Henselts Armee war dank meiner Taten gerade dabei, auf Vergen vor zu rücken und Zoltan erwartete mich am Tor zur Vorstadt, wo er meine Hilfe brauchte. Ich sprang auf und lief los – mal sehen, ob Saskia und ihre Verbündeten es mit meiner Hilfe schaffen, die Stadt zu verteidigen. Teile der Stadt waren mit Barrikaden abgeriegelt und immer wieder schnappte ich unsichere Gespräche der Verteidiger auf. Macht euch keine Sorgen, ich bin schon unterwegs um Kaedwener zu erschlagen! Und da Henselt in diesem Hosenbein der Zeit immer noch verflucht ist, wird das Glück ihm hoffentlich nicht hold sein.

Ich traf Zoltan vor dem Haupttor, wo er gerade dabei war, die Verteidigung zu organisieren. Da hieß es auch schon, dass die Streitmacht der Kaedwener vorrückte und begonnen hatte, auf Leitern die Seitenwehr des Tors zu erklimmen. Aber die Zwerge hatten noch eine unangenehme Überraschung für die Angreifer – In großen Wannen neben dem Tor lagerten unzählige Liter siedendes Öl, das nur darauf wartete, ausgekippt zu werden. Na dann mal los. Ich war gerade die Treppe hinaufgeflitzt, wollte mein Schwert ziehen und mich in den Kampf stürzen, als ich feststellte, dass ich gar kein Schwert zum Ziehen hatte. Na super, irgendwer hat mir, nachdem ich vom Geister-Schlachtfeld geholt wurde, die Schwerter fürsorglich ins Inventar zurück gesteckt. Danke auch. Also kramte ich mitten im Schlachtgetümmel erstmal in meinem Inventar herum und sortierte Schwerter, Bomben und sonstiges waffenfähiges Material wieder in die entsprechenden Slots. Und dann konnte es endlich losgehen. Fresst Stahl, ihr Kaedwener Hunde! Nachdem das Tor von Gegnern frei geräumt war, kippte ich das Öl aus und es gab eine Menge frittierte Ritter in Rüstung. Der Angriff kam jedenfalls vorläufig zum Erliegen. Leider währte der Jubel nur kurz – Detmold trat auf den Plan. Um für eine angemessen düstere Atmosphäre zu sorgen, beschwor er eine Regenwolke und sprengte anschließend das Tor weg. Fluchtartig gaben wir Verteidiger die Vorstadt auf und zogen uns auf die innere Stadtmauer zurück. Wegen Detmold müssen wir wirklich dringend was unternehmen, sonst erobert der Vergen noch im Alleingang. Und Iorveth hat seine zerschlitzte Visage immer noch nicht wieder blicken lassen. Spitzohr, wir könnten dich und deine missgünstigen Elfen hier wirklich gerade dringend brauchen!

Über dem inneren Tor wartete Saskia auf uns und gemeinsam erwarteten wir die erste Angriffswelle, die auch nicht lange auf sich warten ließ. Ich prügelte mich wieder fleißig und schließlich war auch Ruhe. Doch dann wurde auch schon eine weitere Angriffswelle angekündigt. Ich warf mein Quen an, stellte mich direkt neben die Sturmleiter und wartete. Und wartete. Und wartete. Hallo Gegner! Wo bleibt ihr? Ich will doch eure Erfahrungspunkte! Nach einer Weile begann ich, soweit es wegen der Barrikaden ging, auf der Mauer hin- und herzusprinten. Immer noch keine neuen Gegner. Hm. Mich beschlich das Gefühl, dass ich da einen Bug im Spiel erwischt hatte. Also neu laden. Und siehe da, da kamen sie auch schon wieder, die Kaedwener. Schnetzelzeit!

Nachdem auch diese Angriffswelle zurückgeschlagen war, bekam Saskia die Nachricht, dass Angreifer in die Tunnel unter der Stadt eingedrungen waren und versuchten, uns in den Rücken zu fallen. Gemeinsam mit der Jungfrau von Aedirn ging ich mir die Sache mal ansehen. Irgendwer muss sich ja drum kümmern, wenn Roche und ich dieses Mal das Feld nicht von hinten aufrollen. In der großen Höhle trafen wir wie bereits bekannt auf Detmold und einen Haufen Söldner und stürzten uns in die Schlacht. Ich war gerade mitten im Metzeln, als das Spiel auf einmal zu einer Cutscene wechselte, in der ich von einem Feuerball von Detmold niedergestreckt wurde und nun hilflos am Boden lag. Was zum Geier? Ich hatte doch noch fast volle Lebensenergie! Und ein Quicktime-Event habe ich auch nicht verschwitzt! Und Vernon und ich hatten doch damals die ganze Bande inklusive beinahe Detmold auch lässig weggehauen! Hmpf. Ich will jetzt nicht sterben…

Doch gerade als ich getötet werden sollte, setzte sich ein gewaltiger magischer Prozess in Gang und auf einmal stand ebenjener Drache, der uns auf der Burg La Valette schon beinahe flambiert hatte, in der Höhle und grillte die restlichen Söldner einmal kräftig durch. Detmold ergriff via Teleport die Flucht. Hui, damit habe ich jetzt aber nicht gerechnet. Wo kam der denn auf einmal her? Und dann reifte die Erkenntnis. Saskia hat alle angelogen. Sie ist gar keine Drachentöterin, sondern der Drache selbst! Wow. Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Sie ist die Tochter des Ritters Borch drei Dohlen, einem alten Freund Geralts aus den Büchern, dessen wahre Gestalt ein goldener Drache war. Nicht übel. Von ihrem Vater hatte sie gelernt, dass es sich immer lohnt, für das Gute zu streiten und so war sie auf die Idee gekommen, einen freien Staat zu erschaffen, in dem alle Spezies friedlich nebeneinander leben konnten. Die Legende von der Drachentöterin hatten Iorveth und sie zurecht gesponnen, um ihr Image aufzupolieren. Ich konnte es natürlich nicht lassen, sie zu fragen, warum sie Foltest, Roche und mich im Prolog unbedingt braten wollte, und sie sagte, Aryans Bestreben nach Freiheit hätte ihr gefallen. Na gut, Saskia, wenn du meinst.

Nach getaner Arbeit kehrten wir zurück zum inneren Stadttor, wo mittlerweile die Kacke am Dampfen und immer noch keine Spur von Iorveth zu sehen war. Saskia hielt eine flammende Rede zur Stärkung der Moral und wir machten uns bereit für den Endkampf. Auch Henselt und Detmold näherten sich. Doch dann tauchte Iorveth wie aus dem Nichts auf und mit ihm massenhaft elfische Bogenschützen. Hurra! Das war auch allerhöchste Zeit! Schießt sie zu Klump, die Bande! Was die Elfen dann auch taten.

Zusammen mit Zoltan lief ich zu Iorveth und zu dritt gelang es uns, die äußeren Stadttore zu schließen. Henselt und seine Leute saßen in der Falle, was sie schließlich auch einsahen und sich ergaben. Wow, nur weil ich dieses Mal mit Iorveth gegangen bin, hat die Schlacht einen ganz anderen Ausgang genommen. Was eine einzige Entscheidung doch für Auswirkungen haben kann…

Vor Philippas Haus versammelten sich die Behfehlshaber der beiden Armeen, inklusive Iorveth und mir. Saskia und Philippa diktierten Henselt die Bedingungen der Kapitulation: Er muss alle Ansprüche auf Ober-Aedirn aufgeben, Saskia als Königin des Pontartals anerkennen und Detmold rausrücken. Alles weitere soll in Loc Muinne besprochen werden. Detmold wurde vorgeführt und Saskia verurteilte ihn als Kriegsverbrecher zum Tode durch Köpfen, ein Urteil, das auch gleich vollstreckt wurde. Daraufhin erklärten Philippa und Saskia, dass sie sich nun nach Loc Muinne zu den Verhandlungen begeben wollten, und teleportierten sich fort.

Zurück blieb ein ziemlich verwirrter Iorveth, der erklärte, dass er Saskia so herrschsüchtig und grausam nicht kennen würde, und dass garantiert irgendwas faul an der Sache sei. Wir durchsuchten Philippas Quartier und fanden seinen Verdacht bestätigt – Philippa hatte mit Hilfe des Blattes der Rose der Erinnerung einen Kontrollzauber auf Saskia gelegt und wir waren ihr völlig ahnungslos auf den Leim gegangen. Jetzt tut Saskia nur noch, was Philippa will, und Philippa will Macht um jeden Preis und es ist ihr höchstwahrscheinlich egal, welche Ideale Saskia verfolgt. Liebe Madame Eilhart, nicht mit uns… Wir haben die Schlacht nicht gewonnen, damit du dich auf dem Thron niederlassen kannst!

Tja, das war nun Akt 2 auf dem Iorveth-Pfad und erstaunlicherweise sind am Ende fast alle glücklich. Die Vergener sind glücklich, weil sie ihre Heimat erfolgreich verteidigt haben, Iorveth ist glücklich, weil der Ort, in dem er in Frieden leben kann, noch existiert, Rittersporn ist glücklich, weil er nun als offizieller Barde der Revolution Ruhm und Ehre ernten kann, und vermutlich ist auch Roche zumindest ein klitzekleines bisschen glücklich, weil erstens Detmold tot ist und zweitens Henselt ordentlich eins auf den Deckel bekommen hat. Genau darauf hat er doch die ganze Zeit mit seiner Verschwörung hingearbeitet. Insgesamt gesehen also ein wesentlich positiveres Ende des zweiten Aktes als auf dem Roche-Pfad, wo nun wirklich alles den Bach herunter gegangen ist. Iorveth und seine missgünstigen Elfen sind zwar immer noch nicht so ganz mein Fall, aber ein freies Vergen ist auf jeden Fall sein eigenes Hosenbein der Zeit wert und die ganzen Zwergencharaktere waren einfach nur toll. Kann ich Iorveth für den Rest der Geschichte nicht einfach gegen Zoltan, Yarpen und Co eintauschen? Mit denen Loc Muinne zu versauen wäre sicherlich ein Spaß geworden. Aber zum Spaß bin ich ja leider nicht unterwegs. Also, Iorveth, pack deinen Kram und auf nach Loc Muinne! Wir schnappen uns Philippa und befreien Saskia!

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 26

Episode 26: Deus ex Roche

 

Manchmal platzt man im unpassendsten Moment in eine Szene und dieses war definitiv eine solche Situation. Ich überraschte Philippa Eilhart dabei, wie sie ihrer Assistentin Cynthia auf eindeutig erotische Weise den Hintern versohlte. Nun ja, wenn es euch beiden Spaß macht, aber ich muss hier ein dringendes Gespräch führen. Zum Glück war Philippa dann auch bereit, mit mir zu reden, und zeigte sich begeistert über den Drachentraum und die Zwergenimmortelle. Als ich sie auf Siles Tötungsanordnung ansprach, meinte sie allerdings, dass es wohl ein Missverständnis wäre. Warum glaube ich dir bloß nicht, Philippa? Immerhin hatte sie eine Spur von Triss gefunden – Meine Freundin befindet sich auf der anderen Seite des Nebels, wo ich wegen Henselts Blut sowieso noch hin muss. Gut, dann kann ich auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Philippa erklärte sich bereit, mich hinüber zu begleiten, und wollte an der zum Nebel führenden Schlucht auf mich warten. Gut, ich komme dann später, erstmal rede ich noch mit Cynthia. Und ich muss sagen, das Gespräch hat sich gelohnt. Cynthia entpuppte sich als die einzige Zauberin des ganzen Spiels, die offen mit mir über die Wilde Jagd reden wollte, und gab einige interessante Informationen über das Phänomen preis. Außerdem konnte man mit ihr genüsslich über diverse andere Zauberinnen lästern. Hach, so ein bisschen Weibertratsch hat schon was.

Philippa erwartete mich an der verabredeten Stelle, verwandelte sich in ihre Eulenform und ab ging es durch den Nebel in Richtung Henselts Camp. Unterwegs musste ich mich wieder mehrerer Drauguren und ihrer geisterhaften Begleiter erwehren. Der Trick besteht darin, die Geister zu erschlagen, dann verschwinden die Drauguren von alleine.

Nachdem wir es auf die andere Seite geschafft hatten, erklärte mir Philippa, dass sie auf mich warten würde, aber im Camp wäre ich auf mich allein gestellt. Na gut. Das wird eh interessant, zu Henselt zu kommen. Sein Zelt steht genau zwischen dem Hauptlager und dem Lager der Nilfgaarder Notfalls muss ich mich komplett durch eines der Lager durchhauen. Das große Schnetzeln, ahoi!

Nun stand ich also allein in den nächtlichen Schluchten um Henselts Camp und machte mich daran, die alten Pfade abzusuchen. Die Stelle an der mir auf dem Roche-Pfad die Kopfgeldjäger aufgelauert hatten, war mit Steinen blockiert, sodass ich dort vorläufig nicht weiter kam. Na gut, laufe ich halt zuerst in Richtung Camp. Dort lag nach einigen Schritten die Leiche eines Zivilisten auf dem Weg. Als ich ihn durchsuchte, fand ich eine kleine Figurine, die aussah wie Shilard Fitz-Oesterlen. Moment, das Ding kenne ich doch. Hatte ich die Figur nicht schon in Vergen in Philippa Eilharts Quartier gesehen? Höchst mysteriös, das Ganze…

Doch ich kam nicht dazu, lange darüber nachzudenken, denn eine altbekannte, barsche Stimme riss mich abrupt aus meinen Gedanken. Vor mir stand Vernon Roche in Begleitung mehrerer seiner Soldaten und hielt mir eine ziemliche Standpauke, weil ich ihn in Flotsam hatte hängen lassen. Meine Güte, ist der Mann stinkig auf mich, aber zu recht. Irgendwann hatte er sich ausgegrummelt und fragte mich, was ich hier eigentlich wollte. Ich hätte Vernon anlügen können oder ihm erklären können, dass das allein mein Problem wäre, aber ich finde, er hat zumindest die Wahrheit verdient. Durch die Figur ist klar, ich muss zu Fitz-Oesterlen und mit ihm auch mal ein Wörtchen reden. Roche war so freundlich und erklärte mir, wie ich zum Lager der Nilfgaarder kommen könnte. Entweder ich schleiche mich durch das Kaedwener Lager oder benutze einen Tunnel, der von unter dem Bordell zum flussseitigen Ausgang des Nilfgaarder Domizils führt. Ah ja. Whistling Wendy und die Pforten zum Paradies beziehungsweise Verschwörertreff, ich verstehe schon. Damit hast du dich aus Spielersicht gerade selbst verraten, Vernon. Aber der Weg ist klar, ich nehme den Tunnel. Warum durchs Lager schleichen, wenn ich auch die Höhle der unendlichen Beute ausplündern kann?

Zusammen mit den Blauen Streifen lief ich in Richtung Lager. Als ich versuchte, noch mal mit Roche zu reden, schnauzte der mich nur an, dass er mir nichts mehr zu sagen hätte und ich ihn in Ruhe lassen sollte. Da hegt jemand einen Groll, dass kann ich sagen. Zur Strafe habe ich ihn die angreifenden Moderhäute auch allein bekämpfen lassen und gemütlich zugeschaut. Das hat er nun davon, pah!

Im Lager angekommen, versuchte ich mit Ves zu reden, doch mehr als ein ‚Hallo Geralt‘ hatte auch sie nicht für mich übrig. Hm, dann habe ich es mir mit den Blauen Streifen wohl doch endgültig versaut. Tja, da kann man nichts machen, also habe ich erstmal noch alle Monster in den umliegenden Schluchten erschlagen, mir das Uddu-Zi-Nanna-Kampa-Kauderwelsch-Manuskript aus dem Keller unter der Hütte geholt und eine Runde mit dem verrückten Sabrina Glevissig-Priester geplaudert.

Nachdem rund um Henselts Camp kein Monster mehr lebte, bestach ich die Puffmutter und stieg hinab in den Raum in dem ich damals Vinson Traut erledigt hatte. Eine Tür am anderen Ende ließ sich nun problemlos öffnen und ich gelangte in ein Hinterzimmer mit einem Loch im Boden. Dort sprang ich hinunter und landete in der Höhle, wo ich mich auf die Gralle, den Golem, die Moderhäute und die Beute stürzte. Gut, dass ich in Vergen noch kurz vor der Abreise mein Inventar in die Truhe geleert hatte. Beim Golem fand ich auch wieder die ziemlich gute Rüstung von Ban Ard, aber meine aufgewertete Succubus-Rüstung ist genauso gut und außerdem viel hübscher. Ja, sowas ist mir wichtig. Frau will ja auch was fürs Auge haben. Überhaupt bin ich dieses Mal mit wesentlich weniger Rüstungen ausgekommen – Rabes Rüstung aus dem ersten Spiel ist so gut, dass ich sie den ganzen ersten Akt über behalten habe. Und nun weiß ich ja auch, dass es sich nicht lohnt, die Draug-Rüstung bauen zu lassen, weil man sich mit dem Schlüssel aus der Wrackquest auch die Wran-Rüstung unter den Nagel reißen kann, die nun wirklich die beste Rüstung im Spiel ist. Und schick noch dazu. Ja, Frauen. Aber wenn die männlichen Spieler schon ständig in die Ausschnitte von Saskia und Ves linsen können, will ich als weiblicher Spieler auch einen schicken Geralt. Obwohl, ich könnte ihn auch in Unterhosen herumlaufen lassen und den Anblick seines kampfgestählten Körpers genießen, nur um ausgleichenden Gerechtigkeit walten zu lassen. Nur ist das dem Rüstungsschutz leider nicht förderlich. Also doch lieber ein angezogener Geralt. Aber lassen wir das, zurück zum Plot.

Mitten im Abgrasen der Höhle stellte ich fest, dass ich auch auf dem Schleichweg durch das Camp zur Höhle gekommen wäre. Hm, blöd, für die Schleichtour hätte ich vielleicht noch ein paar Erfahrungspunkte mehr bekommen. Aber nächstes Mal bin ich schlauer.

Vor dem Hintereingang des Lagers der Nilfgaarder stand eine Wache, die verlangte, dass ich meine Waffen ablege. Entspann dich, Junge, ich will doch nur mit eurem Chef reden! Leider ließen sich die Nilfgaarder nicht erweichen und ich wurde unbewaffnet und gefesselt zu Shilard Fitz-Oesterlen geführt. Dieser richtete mir Grüße des Kaisers aus und befahl meine Durchsuchung, wobei die Figur gefunden wurde. Sadistisch grinsend zerschlug Shilard die Statuette und entnahm ihr die geschrumpfte, versteinerte Triss. Dieser verdammte Mistkerl! Er behauptete, dass es ihm fürchterlich leid täte, aber ich müsste nun leider sterben, er wäre dann mal weg. Sprach es, schnappte sich Triss und machte sich von dannen, während ich nur hilflos zusehen konnte.

Immer noch gefesselt wurde ich von Shilards Magier vor das Zelt geführt. Ein Soldat folgte ihm mit meinem Schwert, während einige andere Soldaten Wache hielten. Ich wurde auf die Knie gestoßen und mein Kopf auf einen Richtblock gelegt. Mistmistmist! Wie komme ich da wieder raus? Habe ich bei Shilard irgendwo die falsche Gesprächsoption gewählt? Oder hätte ich schon gleich zu Anfang beim Wachtposten die andere Antwortmöglichkeit nehmen sollen? Der Soldat betrachtete mein Schwert nachdenklich und setzte dann zum Hieb an, der meinen Kopf vom Körper trennen sollte…

Doch er kam nie dazu, den tödlichen Schlag auszuführen. Ein Armbrustbolzen traf ihn in die Brust und er brach tot zusammen. Ich sah Ves, die beste Schützin der Blauen Streifen, die ihre Waffe nachlud, während Vernon Roche neben ihr einen weiteren Nilfgaarder erschlug. Vernon lief zu mir, schnitt meine Fesseln durch und meinte nur trocken, dass er sich schon gedacht hätte, dass ich Hilfe brauchten könnte.

Wow. Das war episch. Womit habe ich das verdient? Roche, du bist und bleibst mein absoluter Held dieses Spiels, egal auf welcher Seite ich spiele! Ich hob mein Schwert auf und zu dritt stürzten wir uns in den Kampf gegen die Nilfgaarder und ihren Magier. Wir haben ihnen ordentlich Saures gegeben und Vernon wurde von einem plötzlichen Anfall von Erinnerung an die legendäre Schlacht von Brenna gepackt – Endlich mal wieder Nilfgaarder töten!

Nach dem Kampf durchsuchte ich das Lager und fand ein Buch über die Wilde Jagd und einen Brief, in dem Fitz-Oesterlen seinen Magier dem Kaiser empfahl – Tja, den haben wir wohl gerade umgehauen.

Leider war Fitz-Oesterlen im allgemeinen Tumult mit Triss entkommen, aber Roche wusste, dass er nach Loc Muinne wollte und erzählte mir von dem geplanten Gipfeltreffen dort. Nun, dann weiß ich ja, wo ich hin muss. Dann blieb nur noch die Frage des königlichen Blutes. Ich wusste, dass sich Henselts Zelt gleich hinter dem Lager der Nilfgaarder befand, aber es war voller Wachen. Also schilderte ich Roche das Problem mit Saskia, der Vergiftung und dem Blut, und bat ihn inständig, mir nochmal zu helfen. Er grummelte herum, dass ein Bauernmädel wie Saskia das Risiko nicht wert sei. Tja, Vernon, da habe ich dich mit deinen eigenen Waffen geschlagen, indem ich dir unter die Nase gerieben habe, dass du auch nur gewöhnlich wie Dreck bist. Nach einigem weiterem Grummeln willigte er ein, mir beim Anzapfen von Henselt zu helfen, auch wenn er selbst nicht wusste, warum er das eigentlich tat. Ich erklärte ihm, dass ich ihm was schulden würde, woraufhin er nur meinte, dass das nicht mal mehr witzig wäre. Ich sollte mich gefälligst an unsere Abmachung halten und Letho schnappen. Hach, die Dialoge mit Roche sind immer ein ganz besonderes Sahnehäubchen dieses Spiels – Der Mann hat einfach für jede Gelegenheit den passenden Spruch parat.

Also machten wir uns daran, mich in Henselts Zelt zu schmuggeln. Roche spazierte auf die Wachen zu und machte ein riesiges Theater darum, dass die Nilfgaarder ihn und seine Leute angegriffen hätten, während ich mich hinter einigem Gerümpel versteckte. Bis auf die Wachen vor Henselts Zelt folgten ihm die Kaedwener brav. Ich pirschte mich hintenrum hinter das Zelt des Königs und warf mit dem Aard-Zeichen einen Fässerstapel um. Als die Wachen kamen um nachzusehen schlich ich auf der anderen Seite um das Zelt herum, pirschte mich von hinten an Henselt heran und hielt ihm mein Schwert an die Kehle.

Nach einigen Drohungen und Versprechungen meinerseits erklärte sich der König von Kaedwen bereit, mir etwas von seinem Blut zu überlassen, wenn ich als Gegenleistung die Geisterschlacht beseitige, damit er Vergen angreifen kann. Wir wurden uns handelseinig und ich bekam eine Phiole seines Blutes. Henselt erinnerte mich daran, mein Versprechen zu halten, und ließ mich von einem seiner Soldaten aus dem Lager eskortieren.

Ich traf mich am Rand des Nebels mit Philippa und zusammen kehrten wir einige tote Draugs und Geister später zurück nach Vergen. Lebewohl, Vernon Roche. Ich weiß, ganz tief in deinem Inneren bist du ein echt anständiger Kerl. Ich wäre gerne bei dir drüben geblieben, aber nun gilt es, Saskia zu retten und eine Schlacht zu gewinnen.

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 25

Episode 25: Rechts ist, wo der Daumen links ist

 

Da ich schon mal in der Taverne war, widmete ich mich dem Faustkampf, der auf mich geradezu lächerlich einfach wirkte. Die drei Gegner, die sich mit mir schlagen wollten, ließen sich mit wenigen einfachen Hieben auf die Bretter schicken. Aber auch in Vergen gab es noch einen weiteren Herausforderer – Silgrat, der Bruder des aedirnischen Kriegshelden Seltkirk, der sich unbedingt in Heldentaten beweisen wollte, auch wenn es nur darum ging, einen Hexer im proletarischen Faustkampf zu besiegen. Na ja, auch Silgrat war keine beonders große Herausforderung. Da war Roche als Endgegner schon ein ganz anderes Kaliber. Silgrat fühlte sich durch die Niederlage gegen mich in seiner Ehre gekränkt und wollte, dass ich ihn töte. Die spinnen die Ritter, würde ein gewisser Gallier dazu sagen. Der Junge hat wohl zu viele Geschichten über heldenhaften Zweitkampf gehört und versteht rein gar nichts von Sport. Nachdem ich mich geweigert hatte, ihm den Gnadenstoß zu geben, zog Silgrat tödlich beleidigt ab und erklärte, dass das Ganze noch ein Nachspiel haben würde. Na ja, wir werden sehen, Jüngelchen.

Ich machte mich auf den Weg zu Cecil um mir von ihm den Schlüssel zur Harpyienhöhle zu holen, den er erstmal nicht rausrücken wollte. Daraufhin versuchte ich es mit Erpressung und drohte ihm, ihn vor der ganzen Stadt lächerlich zu machen indem ich überall herum erzähle, dass er Antialkoholiker ist. Das scheint für Zwerge eine der ultimativen Peinlichkeiten zu sein. Grummelnd rückte Cecil den Schlüssel raus und ich konnte mich an die Traumbeschaffung machen. Also lief ich mal wieder durch den nun völlig harpyienfreien Steinbruch und schloss das Tor auf, das sich meinen bisherigen Öffnungsversuchen so eifrig widersetzt hatte. Drinnen erwartete mich eine verwinkelte Höhle, in der mich sogleich mehrere Harpyien angriffen. Ich machte die Probe aufs Exempel und legte eine der Harpyienfallen aus, die auch von einer der Harpyien eingesammelt wurde. Gleich darauf stieg der Zähler der zerstörten Nester. Juchu, dann ist die Frage, wie ich diese Quest zu Ende bringen kann, also auch beantwortet!

Ich arbeitete mich durch die Höhle vor, erschlug fleißig Harpyien, sprengte die letzten Nester und sammelte bunte Kristalle ein. Am Ende der Höhle fand ich einen Stein ganz ähnlich demjenigen, an dem König Henselt den Priester totgeschlagen hatte. Eine Harpyie kam angeflogen und legte einen violetten Kristall in die Mitte des Steins. Plötzlich sah ich in einem Wald Letho, wie er seinem Kollegen Auckes den Kopf König Demavends übergab mit dem Befehl, ihn als Beweisstück für den durchgeführten Mord Sile de Tansarville zu geben. Aha. Damit war Siles Schuld auf auf dem Iorveth-Pfad bewiesen.

Der Stein schien eine Art Abspielgerät für die Traumkristalle zu sein. Ich entnahm dem Stein Lethos Traum und wurde auch prompt von der Harpyienkönigin und ihrem Gefolge angegriffen. Also war mal wieder eine Runde Gemetzel angesagt. Nachdem das ganze Viechzeug erschlagen war, machte ich mich an die Betrachtung der einzelnen in den Kristalen gespeicherten Träume.

Der silberne Kristall zeigte mir einen Zwerg namens Baltimor, der vor unbekannten Verfolgern durch Vergen floh und schließlich vor einer Tür getötet wurde. Hm, Baltimor. Den Namen habe ich schon mal gehört. War das nicht der ehemalige Meister des Runenschmieds der so felsenfest behauptete, nichts mit Saskias Kelch zu tun gehabt zu haben?

Der grüne Kristall enthielt den Traum irgend eines Kerls, der von heißem Gruppensex mit seinen Freunden und Saskia auf dem Heuboden träumte. Die Sau.

Der rote Kristall war besonders interessant. Aus der Vogelperspektive sah ich die Brücke zur Einsiedelei auf der Burg La Valette und Foltest, Roche und mich, wie wir die Brücke überquerten. Nach einem Blick nach oben begannen wir zu rennen. Wow, der Traum muss dem Drachen gehören. Das heißt, dass er sich irgendwo in der Nähe aufhalten muss, wenn die Harpyien es geschafft haben, seinen Traum zu klauen. Aber egal wie – das ist garantiert der mächtigste Traum, also den, den Philippa haben will.

Der blaue Kristall zeigte mir Iorveth an einem reichlich gedeckten Tisch in einem Zimmer in Vergen, wo er gemütlich eine Pfeife schmauchte und auf elfisch vor sich hinbrabbelte, während ein ganzes Schwein über dem Feuer briet.

Nun gut. Jetzt weiß ich einiges über die geheimen Sehnsüchte diverser Vergener. Ich lief zurück in die Stadt und holte mir meine Belohnung für die Exterminierung der Harpyien bei Cecil Burdon ab. Dann spielte ich einige Runden Würfelpoker und schlug alle meine Zwergenfreunde im Armdrücken. Damit wäre mein Ruf im Tavernensport auch wieder verteidigt.

Aber die Geschichte mit Baltimor ließ mir immer noch keine Ruhe und ich schnorrte Runenschmied Thorak um den Schlüssel zu dessen Werkstatt an. Eine Durchsuchung selbiger führte mich zu einer brüchigen Wand im hinteren Bereich, die ich mit Aard einriss und dahinter einige sehr kryptisch klingende Notizen und einen Schlüssel fand. Anscheinend war es eine Art Wegbeschreibung. Vor der Werkstatt erwartete mich Thorak, der wissen wollte, was da drin so für einen Krach gemacht hatte. Ich log ihm vor, dass ich nur aus Versehen einen Stapel Kram umgeworfen hätte. Der Kerl verbirgt was, das ist klar wie Kloßbrühe. Und da ist auch noch das abgeschlossene Kästchen in seiner Behausung…

Die kryptischen Anweisungen führten mich aus der Stadt durch das abgebrannte Dorf über den Kreuzweg zum Steinbruch, wo ich einem Zeichen folgen sollte. Ah, nun weiß ich auch, wozu die komischen Steine, die immer aufleuchten wenn ich das Amulett benutze, gut sind. Ich muss in die Richtung laufen, in die die Spitze des Zeichens zeigt. Ich versuchte mein Glück und rannte erstmal einige Runden planlos in der Gegend herum. Irgendwie schienen die Zeichen auf den Felsen in der Mitte des Steinbruchs zu zeigen, an dem sich allerdings absolut nichts interessantes finden ließ. Hm. Ich lief ein Stück zurück, folgte einem weiteren Zeichen und stand schließlich vor der bisher immer verschlossenen Truhe. Ha, wieder ein Rätsel gelöst. Ich öffnete die Truhe und entnahm ihr einen weiteren Schlüssel.

Nun sollte ich am Kreuzweg rechts abbiegen. Aber war damit das Rechts gemeint wenn man aus Vergen kommt oder das Rechts wenn man aus dem Steinbruch kommt? Ich probierte es vom Steinbruch aus rechts und stand schließlich wieder vor der Tür von Roches und meinem Privat-Dungeon, auch bekannt als Klein-Moria Nummer eins oder der Geheimgang nach Vergen. Doch zu meinem Leidwesen passte der Schlüssel nicht. Nun war ich mit meinem Temerisch am Ende. Das war soweit ich wusste die einzige Höhle, die ich noch nicht mit meiner Anwesenheit beglückt hatte. Oder ob doch das andere rechts gemeint war, das heißt aus Vergener Richtung? Na gut, probiere ich es mal aus und suche da die Umgebung ab. In den kryptischen Anweisungen stand etwas von einem Schatten einer Kreatur, dem ich mittags folgen sollte. Die einzigen Kreaturen, die dort herumhängen, sind die Trolle. Also meditierte ich bis zum Mittag und schaute dann nach, in welche Richtung der Schatten des wieder glücklich vereinten Trollpaares fiel, was aber auch keine neuen Erkenntnisse brachte. Also suchte ich sämtliche Pfade bis zum Schiffswrack und dem Zweitlager der Trollin ab, fand aber weder eine Tür noch einen Eingang. Also wieder zurück zum anderen Rechts – hatte ich da an den Felsen vielleicht doch etwas übersehen? Auch der fleißige Einsatz des Amuletts zeigte mir keinen Eingang. Langsam wurde ich frustriert. Irgendwo musste der verdammte Schlüssel doch passen! Na gut, also noch mal wieder das andere Rechts. Dieses Mal suchte ich die gesamte Umgebung mit dem Amulett ab und gegenüber des Schiffswracks leuchtete schließlich eine mit Gewächsen verhangene Wand auf. Na toll, ohne das Amulett hätte ich das nie gefunden. Hinter dem Gestrüpp fand ich eine solide Zwergentür, die sich mit dem Schlüssel öffnen ließ, und ich betrat eine Mischung aus Werkstatt und Schatzkammer. Dort lauerten mir bereits Thorak und seine Spießgesellen auf, die Baltimor auf dem Gewissen hatten und dafür sorgen wollten, dass ich meine Erkenntnisse nicht ausplauderte. Nicht mit mir, Freundchen! Drei tote Zwerge später sicherte ich die Beweise, sammelte die Beute ein und kehrte zurück nach Vergen. Der Schlüssel, den ich bei Thorak gefunden hatte, passte zum Kästchen in seiner Behausung. Dort drin befand sich die Quittung einer Rechnung für die Herstellung eines Kelchs, welcher von Olcan dem Priester in Auftrag gegeben worden war. Na dann ist ja wohl klar, wer bei Saskias Vergiftung zumindest seine Hand im Spiel hatte. Ich lief zum Gefängnis um doch noch eine Runde mit Stennis zu reden, doch der einzige der dort mit mir reden wollte, war Adam Pangratt, der nur wiederholte, dass Sile ihm wirklich dringend eingeschärft hätte, sofort zu töten und nicht erst zu fragen.

Damit hatte ich nun auch alle Nebenquests erledigt und es blieb mir gar nichts anderes übrig, als mich mal wieder auf den Weg zu Philippa zu machen.

Der Mad Scientist zockt The Witcher 2: Episode 24

Iorveth ist anscheinend Bauchschläfer und im Gegensatz zu Menschen sind Elfen so cool, dass sie nicht mal schnarchen. Ich schmiss das Spitzohr also aus den Federn und legte ihm den Fall Ele’yas dar. Iorveth war nicht begeistert davon, dass sein Adjutant ein hinterhältiger Serienmörder sein sollte, und wollte einen Beweis sehen. Ich gab ihm das Metallstück, das ich aus der Leiche geholt hatte und das ein Bruchstück eines Elfensäbels darstellen sollte. Iorveth erklärte mir, dass er mit Ele’yas reden würde und ich sollte doch später wieder kommen. In Ordnung, mach ich. Ich lief also zurück zum Steinbruch und schloss die Harpyienfedern-Quest ab und kam dann wieder. Iorveth erzählte mir, dass Ele’yas die Flucht ergriffen hatte, kaum dass er von meinen Ermittlungsergebnissen gehört hatte. Na gut, das macht ihn in meinen Augen definitiv schuldig. Ich ließ Iorveth seine Nachtruhe wieder aufnehmen und lief zum Succubus um ihr von meinen Ermittlungsergebnissen zu berichten. Im abgebrannten Dorf wurde ich hinterrücks von Ele’yas überfallen, der es anscheinend nicht vertragen konnte, dass ich ihm auf die Schliche gekommen war. Wie alle missgünstigen Elfen war er wahnsinnig schnell mit seinen Schwertern und ich legte fleißig Yrden-Fallen um ihn sinnvoll zu erledigen. Nachdem Ele’yas tot war, kletterte ich die Leiter zum Versteck der behuften Dame herunter und bekam meine hocherotische Belohnung. Außerdem schenkte sie mir noch eine neue Rüstung, die richtig schick aussieht, gute Werte hat und Geralt hervorragend steht. Nun, da die Quest auch erledigt war, konnte ich auch mal zu Philippa laufen und ihr mein bisher eingesammeltes Zeug geben.

Auch Philippa schlief gerade, aber ich hatte noch nie Skrupel, irgendwelche NSCs aus dem Bett zu werfen, wenn ich mitten in der Nacht mit ihnen reden wollte. Philippa war zufrieden mit meinen Bemühungen, war aber der Meinung, dass der Kristall, den ich aus dem Harpyiennest organisiert hatte, zu schwach wäre und ich eine stärkere Magiequelle anschleppen sollte. In den Höhlen hinter dem Steinbruch soll es diverse Celano-Harpyien, die fleißig Träume klauen und in Kristalle einschließen, vielleicht ist dort ja ein richtig mächtiger dabei. Den Schlüssel zur Tür dort hätte Cecil Burdon. Ah, dahin führt also die geheimnisvolle Tür, die ich im letzten Durchgang nicht aufbekommen habe. Mein mitgebrachter Kristall enthielt einen Traum Cecils, der anscheinend sehr schockierend war. Nachdem Philippa Geralt, aber nicht mir den Inhalt mitgeteilt hatte, hörten wir draußen Tumult aus der Richtung des Kastells. Ein wütender Bauernmob wollte Prins Stennis lynchen, weil er angeblich an Saskias Vergiftung schuld sein soll. Als ich los lief um die Sache zu entschärfen, rief mir Philippa noch nach, dass ich im Fall der Fälle ja daran denken sollte, etwas von Stennis‘ Blut einzusammeln. Ja, Philippa, sonst haben wir auch gerade keine Sorgen.

Im Kastell standen Zoltan und Rittersporn relativ hilflos vor dem wütenden Bauernmob, der kurz davor war, über die Adeligen herzufallen. Tatsächlich beschuldigten sie Stennis, Saskia vergiftet zu haben. Die Situation drohte zu eskalieren, bis Iorveth mit seinen Bogenschützen im Schlepptau auftauchte und damit drohte, jeden zu erschießen, der seine Fackel, Mistgabel oder sonstige Waffe hob. Puh. Danke Iorveth, das war wirklich hilfreich.

Nun lag es an mir herauszufinden, was wirklich passiert war. Ich befragte einige der Bauern und Adeligen und bekam gesagt, dass ein Mundschenk angeblich die Anschuldigungen gegen Stennis vorgebracht hatte. Die Gerüchteküche brodelte in beide Richtungen. Die Bauern beharrten darauf, dass Stennis der Täter war, während die Adeligen behaupteten, dass der Mundschenk von Henselts Agenten bestochen worden wäre, Saskia aus dem Weg zu räumen. Besagter Mundschenk hätte sich zu den missgünstigen Elfen geflüchtet.

Ich machte mich auf die Suche, fand den Mundschenk unter der Bewachung einiger Scoia’tael und brachte ihn zum Reden. Er hatte den Priester Olcan dabei belauscht, wie er kurz vor Saskias Vergiftung Stennis bat, die Küche räumen zu lassen. Hm. Dumm, dass ich mit Olcan nicht mehr reden kann, weil Henselt bei den Verhandlungen zum Beginn des Aktes seinen Schädel an dem komischen Stein zertrümmert und damit die Geisterschlacht ausgelöst hat. Aber Olcans Haus gibt es noch und dort könnte ich nach Hinweisen suchen.

Olcans Haus befand sich nahe des Stadttores. Darin fand ich diverse auf dem Boden verstreute Bücher, von denen Geralt allerdings behauptete, dass sie nicht interessant wären, sowie einen Notizzettel. Auf dem Zettel war das Bild des mit einem Drachen verzierten Kelches zu sehen, aus dem Saskia getrunken hatte. Hm. Ich erinnerte mich daran, dass der Priester auf dem Weg zu den Verhandlungen mit Henselt diverses zeug gemurmelt hatte, dass Saskia ein Monster wäre. Für mich ist der Priester definitiv zumindest mitschuldig.

Ich lief weiter durch die Stadt und befragte diverse Leute. Der Runenschmied Thorak leugnete geradewegs, den Nachbau des Kelches angefertigt zu haben, er meinte, dass die Arbeit viel zu schlecht wäre um von ihm zu stammen. Ich weiß nicht, ob ich ihm glauben soll.

Mit meinen gesammelten Informationen kehrte ich zum Kastell zurück und erklärte, dass Stennis‘ Schuld nicht eindeutig bewiesen werden könnte und Saskia über ihn entscheiden sollte, wenn sie wieder gesund ist. Kein Lynchmob heute. Stennis wurde von mehreren Zwergen abgeführt und ich hatte zwar ein Blutbad verhindert, aber dafür auch immer noch kein königliches Blut. Hm. Nun muss ich also wirklich einen Weg finden, Henselt anzuzapfen. Und ich weiß nun auch, was ich tun muss um das Fortschreiten der Hauptquest zu verhindern bevor ich nicht alle Nebenquests erledigt habe – Ich muss mich von Philippa fern halten.

Mittlerweile war es wieder helllichter Tag und es gab da noch einen Haufen Harpyiennester und eine Harpyienkönigin, die ich ausräuchern musste. Also ließ ich mir einen Haufen Harpyienfallen bauen und kaufte noch einige dazu. Ich habe zwar keine Ahnung, wie das funktionieren soll, da ich schon ausprobiert hatte, dass die Harpyiennester durch Klettern nicht zu erreichen sind, aber mal sehen. Irgendwie muss es funktionieren, sonst würde es diese Quest nicht geben. Ich lief zurück zum Steinbruch, bewunderte das Kostüm des Hühnchencosplayers, sammelte die Pappnasentrophäe ein und harrte der ersten Harpyien. Ich nahm an, dass man die Fallen irgendwie in der Nähe der Nester ablegen muss, also warf ich Quen an, hechtete mit Ausweichrollen an den auf dem Weg lauernden Harpyien vorbei und legte die erste Falle in der Nähe des ersten Nests. Eine Harpyie kam geflogen, schnappte sich die Falle, trug sie davon und kurze Zeit später sank der Zähler der noch zu zerstörenden Nester um eins. Aha, so funktioniert das also! Anstatt die Harpyien zu erschlagen wich ich fleißig aus und legte weitere Fallen. Aber als vier von sieben Nestern zerstört waren, sank der Zähler nicht weiter, egal wie viele Fallen ich auslegte. Komisch. Irgendwo müssen die anderen drei Nester doch sein. Ich erschlug erstmal die restlichen Harpyien und suchte dann die Oberkante des Steinbruchs nach frischen Nestern ab, fand aber überall nur Nesterruinen und die Harpyien, die dort herumflogen, ignorierten die ausgelegten Fallen komplett. Okay, vielleicht sind die restlichen Nester ja da, wo ich Cecil Burdons Traumkristall gefunden habe.

Also lief ich zurück nach Vergen und nahm den Hinterausgang, der zum Gebiet um den alten Magierturm führte. Die dortigen Harpyien zeigten sich von meinen Fallen auch ziemlich unbeeindruckt. Na ja, irgendwie werde ich schon noch rausbekommen, wo ich die letzten Nester in die Luft jagen muss. Gehe ich lieber in die Taverne und lagere mal wieder meine Beute in der bodenlosen Truhe ein.

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