Zum Anker und Oktopus

Anarcho-Handarbeiten, Gitarrenlärm, Nerdic Walking und andere Welten

Archiv für das Schlagwort “Adventskalender 1”

Merry Hogswatch!

Langsam wird die ganze Angelegenheit wirklich akut und deshalb muss ich auch mal was Weihnachtliches posten. Diesen Adventskalender habe ich für mein Patenkind gestickt und genäht und wie ich erfahren habe, wurde er mit großer Begeisterung aufgenommen. Ohne Füllung:

Adventskalender1

Ich weiß nicht, warum meine Kamera aus dem Stoff so ein verzogenes Karomuster macht. Es ist ganz normaler Zählstoff. Und einmal mit Füllung:

Adventskalender2

Meinen eigenen, den damals meine Tante für mich gemacht hat, lasse ich mir jedes Jahr wieder von meiner Mutter befüllen. Für manche Dinge ist man einfach nie zu alt.

Außerdem habe ich mal wieder festgestellt, dass Inspirationspartikel kleine mistige Biester sind, die immer genau dann zuschlagen, wenn man eigentlich anderes im Sinn hat. Vor ein paar Tagen strickte ich gemütlich am Weihnachtsgeschenk für meine Mutter vor mich hin, als besagte Partikel mich plötzlich hinterrücks überfielen. Eine Stunde später saß ich vor einem Haufen zugeschnittener Stückchen aus schwarzem Stoff und verschiedenen Flecktarn-Resten und wusste genau, dass ich die nächste Festivalsaison steampunkalyptisch stilvoll angezogen verbringen werde. Was genau es wird, verrate ich noch nicht, aber ich muss beim Heimaturlaub über Weihnachten beim Menschenverachtende-Untergrundmusik-Dealer meines Vertrauens unbedingt noch ein paar Bandpatches hamstern. Machine Gun-Eddie und ein schlichtes Turisas-Logo stehen ganz oben auf der Shoppingliste. Nur beim Amon Amarth-Patch muss ich wohl selber ran, da es den in der Form, wie ich ihn haben will, nicht zu kaufen gibt.

Advertisements

Beute

Ja, ich war mal wieder böse und habe Material gekauft. Aber es ist alles schon für feste Projekte verplant. Großes Indianerehrenwort.
Da ich zur Zeit nur Großprojekte produziere, brauche ich noch eine Beschäftigung für unterwegs. Vor ein paar Wochen habe ich mir ein paar feste Winterstiefel in Braun gegönnt, ein Alltags-Steampunk-Traum aus rustikalem Leder mit Nietenverzierungen. Da ich von der Natur leider nicht mit schlanken Waden gesegnet bin, passen mir Stiefel nur mit extraweitem Schaft, sodass ich meistens bei knöchelhohen Modellen lande. Was, wenn man wie ich am liebsten Röcke trägt, bei Minusgraden trotz Strumpfhose schnell mal frisch am unteren Bein wird. Die Lösung des Problems ist einfach und heißt Stulpen. Da meine bisherigen Paare schwarz und türkis sind habe ich der örtlichen Filiale von Wolle Rödel einen Besuch abgestattet und zwei Knäule Docht-Sockenwolle mit wunderschönem braunem Farbverlauf mitgenommen, die jetzt zu Beinwärmern mit keltischem Knotenmuster werden sollen.
Nach dem Wolleinkauf folgte ein Abstecher zum Perlenladen, wo ich mich mit matten olivfarbenen und schillernden rotbraunen Rocailles für die Folk-Bluse eingedeckt habe. Passende silberne Ornamente habe ich leider nicht gefunden, dafür wollten noch ein paar runde Howlitperlen mit. Der Plan sieht hier ein Armband vor, im Stil der Buddha-Armbänder die vor gut zehn Jahren mal modern waren. Und die Macht flüstert mir ein, dass mich die Suche nach passenden Silberteilen für die Bluse in den Baumarkt führen wird.

Außerdem gibt es Fortschritte beim Kalender – ein Engel ist hinzugekommen. Langsam sorgt das Wetter ja auch dafür, dass Weihnachten einem nicht mehr völlig abstrakt vorkommt.

Hogfather

Ich bin ein Mensch, der grundsätzlich mehrere Handarbeitsprojekte gleichzeitig beackert – zur Zeit nicht weniger als fünf. Nach und nach werde ich sie hier vorstellen. Den Anfang machte die Folk-Bluse, heute kommt ein Langzeitprojekt – der Adventskalender für mein Patenkind.

Als Kind habe ich in meiner ersten Adventszeit einen aufwendig von meiner Tante handbestickten Adventskalender bekommen, an dem 24 Stoffsäckchen mit aufregender Füllung hingen. Selbigen lasse ich mir auch weit jenseits des Kindesalters jedes Jahr wieder von meiner Mutter befüllen und freue mich in der Adventszeit über mein tägliches Stück Schoki. Für manche Dinge wird man einfach nie zu alt.

Hier ein erster Eindruck vom Nikolaus (oder Hogfather für die Freunde der Scheibenwelt) in der linken unteren Ecke:

NIkolaus

Das Motiv stammt aus einer Brigitte von 1974. Meine Mutter hat einen ganzen Ordner voll mit alten ausgeschnittenen Handarbeitsanleitungen von 1970 bis 1985, den ich gelegentlich mal plündere. Eine wahre Fundgrube für das Retronautenherz.

Beitragsnavigation